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aktualisiert am: 16.03.2020

 

  Praxis & Versorgung

Erste Hilfe in medizinischen Einrichtungen

Informationsstrecke Hygiene & Medizinprodukte


 



Alle wichtigen Informationen und wesentlichen Anforderungen beschreibt die DGUV (deutsche gesetzliche Unfallversicherung) Vorschrift 1 "Grundsätze der Prävention" die Unternehmer für den Arbeitsschutz berücksichtigen müssen. Die Information "Erste Hilfe im Betrieb" (DGUV-Information 204-022) beantwortet durch die Unfallverhütungsvorschrift aufgeworfene Fragen.

Jede Verletzung und jede Erste-Hilfe-Leistung müssen schriftlich festgehalten werden - zum Beispiel in einer Kartei, als Computerdatei oder in einem Verbandbuch. Die Angaben müssen vertraulich behandelt und mindestens fünf Jahre nach der letzten Eintragung aufbewahrt werden.

Die BGW bietet eine praktische Broschüre mit heraustrennbaren Seiten für die Dokumentation an. Alternativ können die Angaben auch direkt in das Verbandbuch-PDF geschrieben, ausgedruckt und abgeheftet werden. Des Weiteren befinden sich im Verbandbuch hilfreiche Informationen u.a. zur Größe und Inhalt des Verbandkastens.

Dokumentiert werden müssen:
- der Name der verletzten Person,
- Datum, Zeit und Ort,
- Unfallhergang,
- Art und Schwere der Verletzung oder des Gesundheitsschadens,
- Außerdem Erste-Hilfe-Maßnahmen,
- Ersthelfer oder Zeugen.

Diese Angaben dienen als Nachweis, dass ein Gesundheitsschaden bei einer versicherten Tätigkeit eingetreten ist. Denn das ist eine Voraussetzung dafür, dass ein Unfall als Arbeitsunfall anerkannt werden kann. Das kann sehr wichtig werden, etwa wenn Spätfolgen eintreten - zum Beispiel bei Entzündungen auch nach kleineren Schnitt- oder Stichverletzungen.

Was ist noch zu beachten?

Verbandkasten oder Verbandmaterial müssen vorhanden sein. Der Standort muss allen Beschäftigten bekannt und mit einem Aufkleber "weißes Kreuz auf grünem Hintergrund" gekennzeichnet sein.

Ersthelfer müssen namentlich benannt werden. Bei mehr als 20 Beschäftigten ist ein Anteil von 10 Prozent vorgeschrieben. Wer eine Ausbildung in einem Beruf des Gesundheitswesens abgeschlossen hat, kann für diese Aufgabe ohne zusätzliche Ausbildung eingesetzt werden. Regelmäßige Fortbildungen zu Erste-Hilfe-Maßnahmen sind Voraussetzung. Dieses kann natürlich auch inner-betrieblich durchgeführt werden.

Für Schnitt- und Stichverletzungen ist ein Notfallplan zu erstellen, in dem die Sofortmaßnahmen festgelegt sind. Weitere Informationen unter: http://www.bgw-online.de (sichere Seite "Infektionsschutz").


Verfasser/in:
Marlen Hilgenböker
Hygiene-Beraterin der KV Niedersachsen
Berliner Allee 22, 30175 Hannover, Tel.: (05 11) 3 80 - 33 11, Fax.: (05 11) 3 80 - 31 56
marlen.hilgenboeker@kvn.de
Petra Naumann
Hygiene-Beraterin der KV Niedersachsen




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Weiterführende Informationen finden Sie unter:
http://www.bgw-online.de/DE/Home/ Branchen/Humanmedizin/humanmedizin
http://www.bgw-online.de (1. DGUV 1 Grundsätze der Prävention, 2. Erste Hilfe im Betrieb-DGUV Information 204-022)

Hygiene-Berater der KV Niedersachsen


Marlen Hilgenböker
Tel.: 0511 380-3311

Petra Naumann
Tel.: 0511 380-3220

E-Mail: hygiene@kvn.de


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