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nä 03/2020
aktualisiert am: 16.03.2020

 

  Vertreterversammlung

Kassenärzte und Kassenpsychotherapeuten gegen Integrierte Notfallzentren mit 24 Stund


 


Die Delegierten der KVN-Vertreterversammlung haben auf ihrer Sitzung am 29. Februar die Notfallpläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kritisiert und gefordert, dass die IT-Sicherheit in Arztpraxen zusätzlich finanziert werden muss. Dazu haben sie einstimmig folgende Beschlüsse gefasst:

Notfallgesetzgebung


Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen begrüßt grundsätzlich die Schaffung von Integrierten Versorgungszentren (INZ) in Krankenhäusern.

Eine 24 Stunden- / 7 Tage-Bereitschaft durch Vertragsärztinnen und Vertragsärzte in den INZs und einer Fahrbereitschaft lehnt die KVN-Vertreterversammlung kategorisch ab. Die dafür notwendigen Ärztinnen und Ärzte gibt es überhaupt nicht.

Die zu schaffenden INZ können deshalb nur in den sprechstundenfreien Zeiten von Vertragsärztinnen und Vertragsärzten in den bisherigen Bereitschaftsdienstzeiten der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsens besetzt werden.

IT-Sicherheit in den Arztpraxen


Die Vertreterversammlung fordert, dass zusätzliche Kosten für IT-Sicherheit in den Praxen durch die Krankenkassen zu tragen sind. Dazu sei eine nachhaltige Berücksichtigung und wirtschaftliche Erstattung des zusätzlichen Aufwandes für IT-Sicherheit auf Dauer und verbindlich mit den Krankenkassen zu vereinbaren. Die Delegierten fordern eine Gesetzesänderung zur Verpflichtung der Krankenkassen, diese zusätzlichen Kosten zu tragen. Die Vertreterversammlung der KVN fordert die Krankenkassen auf, diese wirtschaftlichen Belastungen in den Honoraren auszugleichen. Der große Vorteil der Digitalisierung liege vor allem bei den Patienten und bei den Krankenkassen.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die KVN sollen diese Forderung in die Honorarverhandlungen einbringen. Diese zusätzlichen Kosten können nicht von den Praxen getragen werden.

EBM-Reform


Die Delegierten der Vertreterversammlung der KVN fordern die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die niedersächsischen Delegierten für die Vertreterversammlung der KBV auf, an die Krankenkassen und Politik - ggf. mit der Forderung nach einer gesetzlichen Initiative - heranzutreten mit dem Ziel, eine zusätzliche Honorierung der sprechenden Medizin zu erreichen.

Die aktuelle EBM-Reform sollte die sprechende Medizin fördern. Aufgrund der Forderungen der Krankenkassen auf Punktsummenneutralität werden viele, vor allem große, grundversorgende Praxen, die sprechende Medizin ausüben, bis zu neun Prozent ihres Honorars verlieren und nicht wie versprochen mehr Honorar für die sprechende Medizin erwirtschaften können.

Verfasser/in:

KVN




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