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aktualisiert am: 15.11.2019

 

  Praxis & Versorgung

Neuerscheinungen


 


Diagnose als Programm


Mader, Frank H., Torben Brückner (Hrsg.): Programmierte Diagnostik in der Allgemeinmedizin. 92 Checklisten nach Braun für Anamnese, Untersuchung und Dokumentation. 6. Auflage, Springer-Verlag, Berlin 2019, 287 Seiten, 6 Abbildungen, 31 Tabellen, 87 übersichten, 12 kommentierte Fallbeispiele, 48,99 Euro

Der Allgemeinarzt wird in der Praxis durch eine spezifische, weitgehend konstante Mischung verschiedenster Probleme beansprucht. Er sollte daher an alle möglichen Erkrankungen denken, an die regelmäßig häufigen Vorkommnisse ebenso wie an (vermeintlich) Banales, an weniger Häufiges oder gar an Raritäten wie beispielsweise eine Seltene Erkrankung. In der Regel ist das unter den Bedingungen der täglichen Praxis nicht zu leisten. Eine wesentliche Hilfestellung dazu kann jedoch die programmierte Diagnostik bieten. Sie kann helfen, bei bestimmten Beratungsursachen möglichst umfassend, gezielt, rasch, reproduzierbar - und damit effektiver zu arbeiten als vorher. Die Checklisten gehen einheitlich von der "Beratungsursache" aus und führen über die Befunderhebung zur Formulierung eines "Beratungsergebnisses" und den entsprechenden Maßnahmen. Der Allgemeinarzt, der den Patienten mittels einer Checkliste programmiert führt, darf beruhigt sein, auf diese Weise nichts Wesentliches ungefragt gelassen und nichts Machbares unterlassen zu haben. Letztlich kommt es in der Allgemeinmedizin nicht darauf an, alle nur möglichen Krankheiten zu erkennen, sondern die wichtigsten abwendbar gefährlichen Verläufe (AGVs) fortlaufend zu bedenken oder gar auszuschließen. Die diagnostischen Programme berücksichtigen nicht nur das regelmäßig Häufige, sondern geben auch Hinweise auf verschiedene potenziell bedrohliche Verläufe, die nur ausnahmsweise für den Hausarzt Bedeutung erlangen können. Auch wird in Einzelfällen auf Seltene Krankheiten hingewiesen. Gegenwärtig gibt es 92 "Diagnostische Programme", d.h. Checklisten mit den entsprechenden Vortexten. Das über Jahrzehnte erprobte Angebot an diagnostischen Programmen wurde in die 6. Auflage dieses Buches übernommen und um zehn neue Checklisten erweitert. Jedes diagnostische Programm setzt sich zusammen aus einem einführenden Vortext und der eigentlichen Checkliste. Die Kenntnis des Vortextes mit der jeweiligen übersicht über die wesentlichen abwendbar gefährlichen Verläufe und ähnliche Beschwerdebilder ist Voraussetzung für den sinnvollen Umgang mit der betreffenden Checkliste. Die programmierte Diagnostik optimiert den komplexen Untersuchungsgang einschließlich der Dokumentation. Die 6. Auflage dieses Buches wird zugleich mit einem Code für das E-Book ausgeliefert. Damit lässt sich im Praxisalltag die entsprechende Checkliste am Bildschirm aufrufen, im Patienten-Arzt-Gespräch durchgehen und unverzüglich ausfüllen.

"Erfolg" steht im Fokus des Patientenmagazins "Zimmer Eins"


In der neuen Ausgabe des Patientenmagazins "Zimmer Eins" dreht sich alles um den Erfolg, aber auch um dessen Kehrseite. Diese hat Schauspielerin Désirée Nosbusch kennengelernt, die in der Titelgeschichte des Heftes interessante Einblicke in ihr Leben gewährt. über die unterschiedlichen Gesichter, die der Erfolg für Ärzte haben kann, berichten drei Mediziner aus unterschiedlichen Fachrichtungen. Das Heft bietet auf über 60 Seiten informative und kurzweilige Unterhaltung für wartende Patienten. Zugleich sensibilisiert es die Leser für die Arbeitswelt der Ärzte.
Das Patientenmagazin war im Rahmen der Informationskampagne "Wir arbeiten für Ihr Leben gern." entwickelt worden. Seit 2015 informiert und unterhält das Heft Wartende in rund 100.000 Arzt- und Psychotherapeutenpraxen bundesweit. Praxen erhalten das Magazin jetzt viermal pro Jahr. Die Auflage beträgt über 400.000 Exemplare pro Ausgabe. Das nächste Magazin ist für November 2019 geplant und widmet sich dem Thema "Zukunft." Herausgeber des Magazins ist die KBV.

EBM für das vierte Quartal ist online


Die aktualisierte Online-Ausgabe des EBM steht ab sofort im Internet bereit. Berücksichtigt wurden alle Neuerungen, die seit 1. Oktober gelten - etwa zur Vergütung der Videosprechstunde. In der Version für das vierte Quartal sind nun unter anderem auch die zwei neuen Marker zur Diagnostik einer Präeklampsie in der Schwangerschaft sowie die Vergütung der optischen Kohärenztomographie zur Diagnostik und Therapiesteuerung bei Netzhauterkrankungen enthalten.

Der EBM wird jedes Quartal aktualisiert. Neben der Online-Version kann er außerdem als PDF-Dokument heruntergeladen werden - entweder als Gesamtfassung oder für einzelne Arztgruppen.

In Kürze steht die aktualisierte Fassung des EBM auch im Sicheren Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen (auch über die Telematikinfrastruktur erreichbar) und in der App KBV2GO! bereit. Aufgrund der umfangreichen Änderungen bei der Videosprechstunde hatte sich die Veröffentlichung des aktuellen EBM etwas verzögert.

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