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aktualisiert am: 15.11.2019

 

  Selbstverwaltung

„Ophtamed“ leistet gezielte Prävention über Distanzen

„Der Vorstand vor Ort“: KVN-Chef Barjenbruch informierte sich über telemedizinisches Pilotprojekt auf Borkum


 


Die medizinische Versorgung auch unter erschwerten Bedingungen aufrecht erhalten - das ist und bleibt ein Kernanliegen der KVN in dem Flächenland Niedersachsen. Anfang 2018 ging in Leer das Telemedizin-Projekt "Ophthamed-Telenet" ans Netz - nicht zuletzt dank finanzieller und administrativer Unterstützung durch die KVN. Im Oktober 2019 besuchte KVN-Vorstandsvorsitzender Mark Barjenbruch das Projekt, um sich vor Ort ein Bild von den Möglichkeiten telemedizinischer Versorgung zu machen.

Ziel des Projektes ist eine verbesserte augenmedizinische Versorgung der Bevölkerung auf der Nordseeinsel Borkum. Dazu kooperieren die Hausärzte und ein telemedizinisches Augendiagnostikcentrum (Tele-ADC) auf Borkum mit den Kliniken in Leer, Westerstede sowie Oldenburg und Bremen und das ACD-Bad Zwischenahn. Die Verminderung von Sehbehinderungen, Erblindungen und Pflegebedürftigkeit von Patienten mit Diabetes Mellitus, Glaukom und Makuladegeneration in ländlichen Regionen steht im Vordergrund.

Das Klinikum Leer stellt dafür im Inselkrankenhaus auf Borkum Räume für augenärztliche Untersuchungen zur Verfügung. KVN-Chef Barjenbruch konnte nachverfolgen, wie vor Ort Messwerte für Krankheitsbilder der Augenheilkunde von einer Medizinischen Fachangestellten ermittelt wurden. Diese Daten werden mittels datenschutzsicherer Software an den Facharzt geleitet und dort befundet. "Das Projekt ´Ophthamed-Telenet´ stellt einen Mehrwert für Patienten dar und zeigt, welchen Wirkungsgrad telemedizinische Anwendungen heute schon erreichen können", zeigte sich Barjenbruch beeindruckt. "Indem wir mögliche Komplikationen und Begleiterkrankungen bestehender Augenerkrankungen frühzeitig diagnostizieren, können Aufenthalte in entfernt liegenden Krankenhäusern vermieden werden. Gerade für Menschen abseits der Ballungsgebiete stellt dies eine unmittelbare Verbesserung ihrer Lebens- und Versorgungsqualität dar." Im Projektzeitraum vom 4. Juli 2018 bis zum 25. März 2019 wurden insgesamt 356 Untersuchungen an 234 Patienten durchgeführt. Davon wurden 51 (ca. 20 Prozent) zur Kontrolle aufs Festland überwiesen.

Verfasser/in:

KVN




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