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aktualisiert am: 15.08.2019

 

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Lob und Kritik vom Wissenschaftsrat für den Oldenburger Medizinstudiengang


 


Wie im Niedersächsischen Hochschulgesetz vorgesehen, bewertete der Wissenschaftsrat unter dem Vorsitz von Professorin Dr. Martina Brockmeier in einem 136-seitigen Gutachten jetzt die Oldenburger Universitätsmedizin sieben Jahre nach ihrer Gründung. "Insgesamt konnte die Universitätsmedizin Oldenburg wesentliche Stärken ihres Gründungskonzepts, nämlich die Erprobung neuer Wege in der universitätsmedizinischen Lehre sowie die Forschung im Bereich der Lebenswissenschaften, in den vergangenen Jahren weiter untermauern", sagte Brockmeier bei der Vorstellung des Gutachtens.

In seiner Stellungnahme lobt der Wissenschaftsrat, dass die European Medical School Oldenburg Groningen mit dem Modellstudiengang Humanmedizin ein beeindruckendes Studienangebot etabliert habe, das bereits viele Aspekte des Masterplans Medizinstudium 2020 realisiere. Dazu zählen die Gutachter die Berücksichtigung moderner Lehr-Lernmethoden und die "frühe und umfangreiche Einbindung von Lehrpraxen".

Das Gutachten spricht allerdings auch einige Kritikpunkte an: Als zentraler Mangel des Oldenburger Konzepts einer bilateralen Kooperation mit vier rechtlich eigenständigen Krankenhäusern wird das Fehlen einer "tragfähigen Lösung für ein Universitätsklinikum" gesehen. In diesem Zusammenhang empfiehlt das älteste wissenschaftspolitische Beratungsgremium Europas nach dem Vorbild der Regensburger Universitätsmedizin, "einen der Kooperationspartner zu einem Universitätsklinikum auszubauen, das durch ausgewählte Leistungen der anderen Häuser ergänzt würde." Potenzial für Verbesserungen sieht der Wissenschaftsrat außerdem noch in der Stärkung und im Ausbau der Kooperationen mit der Universität Groningen und dem Universitair Medisch Centrum Groningen (UMCG) nicht nur in der Lehre, sondern auch in Forschung und Krankenversorgung. Außerdem fordert das Gremium, bei der weiteren Erhöhung der Studienplätze müsse zuvor gemeinsam mit dem Land Niedersachsen ein "tragfähiges Konzept" entwickelt werden.

Verfasser/in:
Inge Wünnenberg
Redakteurin niedersächsisches ärzteblatt




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