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aktualisiert am: 15.08.2019

 

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Ein neuer Stolperstein in Hannover-Stöcken erinnert an Dr. med. Hans Freudenthal

Hannover. 22 Stolpersteine im Pflaster vor dem jeweils letzten Wohn- oder Arbeitsort von während der Nazi-Zeit ermordeten Bürgern verlegte am 22. Juli 2019 der Künstler Gunter Demnig zusammen mit der "Städtischen Erinnerungskultur" Hannover. Damit gibt es in Hannover inzwischen 423 Gedenksteine für Juden, Politisch Verfolgte und Euthanasie-Opfer. Ein Stein wurde jetzt auf der Straße vor dem Gebäude Am Hasenberg 1 im hannoverschen Stadtteil Stöcken gesetzt und ist dem jüdischen Arzt Dr. med. Hans Freudenthal gewidmet, der dort von 1933 an als Praktischer Arzt gearbeitet hatte.

Freudenthal, 1898 in Peine geboren, zog 1924 nach seinem Medizinstudium und einer Promotion über die Methanolvergiftung nach Hannover. Er ließ sich zunächst in der Stöckener Straße und später - nach der Trennung von seiner Ehefrau - in seinem Wohn- und Arbeitshaus Am Hasenberg 1 nieder. 1938 wurde ihm als jüdischem Arzt die Approbation entzogen. Danach kehrte er zunächst nach Peine zurück und ging später nach Bielefeld, wo er als "Krankenbehandler" nur noch jüdische Mitbürger medizinisch betreuen durfte. Am 28. Juni 1943 deportierte die Gestapo Münster Freudenthal und andere Bielefelder Juden in das sogenannte "Altersghetto" Theresienstadt. Dort kümmerte sich der Arzt um rund 200 polnische und russische Waisenkinder und begleitete diese freiwillig, als sie am 5. Oktober 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert wurden. Hier ist er zusammen mit den Kindern an einem unbekannten Tag ermordet worden.

An der feierlichen Stolpersteinverlegung nahmen Mitglieder des ÄKN-Arbeitskreises "Schicksal jüdischer Ärzte in Hannover während der NS-Zeit", Vertreter der Stadt Hannover, Passanten sowie einige Anwohner teil und legten Blumen auf dem Pflaster ab. In seiner Gedenkansprache erläuterte der hannoversche Historiker Dr. phil. Peter Schulze den Zuhörern nochmals eindrücklich den historischen Hintergrund und die Biographie des ermordeten Arztes.

über eine Mitarbeit weiterer interessierter Kolleginnen und Kollegen in unserem Arbeitskreis, der sich dem Leben und der Arbeit jüdischer Menschen heute wie in der NS-Zeit widmet, würden wir uns freuen.


Launiges Fest von vier Ärztevereinen im Innenhof des Klosterhofes Brunshausen

Göttingen. Zu einem gemeinsamen Fest luden die vier Ärztevereine Bad Gandersheim, Einbeck, Northeim und Osterode am 25. Mai bei sonnigem Wetter in den Innenhof des Klosterhofes Brunshausen bei Bad Gandersheim ein. Es war bereits die 3. gemeinsame, gut besuchte gemeinsame Veranstaltung dieser Art: Kolleginnen und Kollegen aus Klinik und Praxis, Jung und Alt trafen sich zusammen mit ihren Familien in tollem Ambiente. Die Ärztevereinsvorsitzenden Steffen Pallinger (Bad Gandersheim), Thomas Schlachter (Einbeck), Dr. med. Christian Steigertahl (Northeim) und Dr. med. Manfred Eilts (Osterode) bedankten sich auch bei den Mitarbeiterinnen der ÄKN-Bezirksstelle Göttingen - Eva Döhne und Regina Dornieden - für die organisatorische Unterstützung. Das beliebte Fest wird somit im nächsten Jahr eine Neuauflage erfahren.



Motiviertes Team beim 33. Braunschweiger Nachtlauf am längsten Tag des Jahres

Braunschweig. Am längsten Tag des Jahres fand dieses Mal der Braunschweiger Nachtlauf statt, bei dem ein Team aus 27 Läuferinnen und Läufern von der Braunschweiger Bezirksstelle der Ärztekammer Niedersachsen und vom Ärzteverein Braunschweig startete. Organisiert hatte die Teilnahme beim 33. Nachtlauf am 21. Juni die Vorsitzende des Ärztevereins Braunschweig Dr. med. Ricarda Sieben. Unter begeistertem Anfeuern durch die zahlreichen Zuschauer entlang der Strecke erreichten die laufenden Ärzte unter den rund 13.000 Teilnehmern insgesamt gute Platzierungen. Beim 6.500-Meter-Lauf ging Wolfgang Krone, Stationsarzt am AWO Psychiatriezentrum Königslutter, mit 29:53 Minuten auf Platz 75 ans Ziel, während sich der Braunschweiger Kinderarzt Dr. med. Stefan Rauschenfels mit 32:59 Minuten auf Rang 165 platzierte. Als dritter aus dem Ärztekammer-Team erreichte VW-Werksarzt Ralf Enßlen Platz 213 mit 34:18 Minuten. Beim 9.650-Meter-Lauf konnten sich ebenfalls drei Läufer vorne platzieren. Professor Dr. med. Wolf-Peter Sollmann, Chefarzt der Neurochirurgischen Klinik am Klinikum Braunschweig, lief auf Platz 43 mit einer Zeit von 40:11 Minuten ins Ziel, der Braunschweiger Internist Dr. med. Rainer Prönneke folgte auf Platz 87 und benötigte für die Strecke 42:30 Minuten. Mit 46:02 Minuten erreichte ferner Dr. med. Wolfgang Koß, Anästhesist und leitender Oberarzt am Klinikum Braunschweig, Platz 229.

Sommerfest des Ärztevereins Göttingens


Göttingen. Erstmalig an einem Mittwochnachmittag luden der Vorsitzende des Ärztevereins Göttingen, Professor Dr. med. Friedemann Nauck, sowie der Bezirksstellenvorsitzende Dr. med. Stephan Bartels zum Fest des Ärztevereins Göttingen an den Göttinger Kiessee ein. Im Vereinshaus des Turn- und Wassersportvereins Göttingen mit Blick aufs Wasser trafen sich am 19. Juni etwa 70 Kolleginnen und Kollegen - einige mit familiärer Begleitung. Ab 16 Uhr nutzten die Gäste bei bestem Wetter und in lockerer Atmosphäre die Möglichkeit des kollegialen Miteinanders und Austauschs.



"Wir brauchen Sie dringend!"

Examensfeiern in Hannover, Göttingen und Oldenburg: Die niedersächsischen Humanmedizinstudiengänge entlassen den nächsten Schwung Absolventinnen und Absolventen ins Berufsleben.
"Ich habe meinen Werbeblock mitgebracht", kündigte Dr. med. Martina Wenker bei der Examensfeier des Studiengangs Humanmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover am 29. Juni an. Die Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen war in den Hörsaal F gekommen, um gemäß der ÄKN-Broschüre "Willkommen im Club!" die neuen Kolleginnen und Kollegen in den Reihen der Mitglieder zu begrüßen. "Wir brauchen Sie dringend", bestätigte Wenker den 82 frischgebackenen Ärztinnen und Ärzten und forderte sie zugleich auf, sich in der Selbstverwaltung zu engagieren. Dass die 51 Absolventinnen und 31 Absolventen, die an der Feier teilnahmen, den "schönsten Beruf der Welt" ergriffen haben - darin war sich Wenker mit MHH-Präsident Professor Dr. med. Michael Manns, Studiendekan Professor Dr. med. Ingo Just und dem Vorsitzenden des MHH-Alumni-Vereins Professor Dr. med. Siegfried Piepenbrock einig.

"Bleiben Sie neugierig, mitfühlend und bescheiden", gab Professor Dr. med. Michael Schön dem Ärztenachwuchs auf der Examensfeier der Universitätsmedizin Göttingen am 13. Juli mit auf den Weg. "Und wählen Sie ein Fach, dass Sie intellektuell wie emotional befriedigt", riet der Dekan für Allgemeine Akademische Angelegenheiten sowie Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer. So wurde denn auch jeder der 61 Teilnehmer an der Feierstunde in der Aula der Universität am Wilhelmsplatz von den insgesamt ins Berufsleben entlassenen 89 Absolventinnen und 46 Absolventen bei der überreichung der Urkunde nach seinen Plänen gefragt: "Wie geht es weiter?"

Erstmals eine größere Gruppe an Studienabgängern vermeldete die European Medical School Oldenburg-Groningen mit 18 Absolventinnen und Absolventen. Der neue Modellstudiengang Humanmedizin, der 2012 mit 40 Studierenden startete, wird zum kommenden Wintersemester 80 Studienplätze anbieten.

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