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aktualisiert am: 15.06.2019

 

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ZiPP zeigt: Einkommenssituation der Praxen hat sich verbessert


 


Das Einkommen niedergelassener Ärzte hat sich trotz weiter steigender Betriebskosten verbessert. Das ergab das Zi-Praxis-Panel, mit dem das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung die wirtschaftliche Lage der Praxen zwischen 2013 und 2016 analysiert hat. Demnach stieg der Jahresüberschuss im Berichtszeitraum um durchschnittlich 5,3 Prozent pro Jahr an - im Mittelwert über alle Fachgebiete hinweg auf 170.400 Euro im Jahr 2016. Allerdings fällt die wirtschaftliche Lage nach Art und Umfang der Praxistätigkeit sehr unterschiedlich aus.

Zugenommen hat die Bedeutung der GKV-Einnahmen für die wirtschaftliche Lage der Praxen. So stieg deren Anteil an den Gesamteinnahmen von 74,1 Prozent im Jahr 2013 auf 75,8 Prozent im Jahr 2016. Das mit 9,9 Prozent hohe Wachstum der Betriebskosten ist den Zi-Wissenschaftlern zufolge durch die positive Entwicklung der Einnahmen kompensiert worden. Hauptsächliche Kostentreiber waren dabei die Personalaufwendungen (+18,4 Prozent) und die Mietkosten (+3,8 Prozent). Gleichzeitig deuten sinkende Abschreibungsraten (-12,3 Prozent) und steigende Wartungs- und Instandhaltungskosten (+18,6 Prozent) auf eine längere Nutzung der Geräte hin.

In den einzelnen Fachgebieten verlief die wirtschaftliche Entwicklung im Erhebungszeitraum unterschiedlich. Besonders stiegen die Aufwendungen im Fachgebiet Dermatologie (+5,2 Prozent), allerdings bei einer hohen Steigerungsrate der Einnahmen von sechs Prozent, was einer durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate des Jahresüberschusses von sieben Prozent entspricht. Die höchste durchschnittliche Steigerungsrate des Jahresüberschusses erzielte mit 7,7 Prozent das Fachgebiet Psychotherapie. Sie resultiert wohl aus dem Beschluss des Bewertungsausschusses von 2015 zur Vergütung psychotherapeutischer Leistungen und damit verbundenen Honorarnachforderungen.

Markant sind nach wie vor die Unterschiede zwischen Ärzten mit konservativer Tätigkeit und Ärzten, die operative Leistungen erbringen. Einen deutlich geringeren überschuss je Inhaberarbeitsstunde erzielten die meisten Fachgebiete bei konservativer Tätigkeit.

Die Ergebnisse beruhen auf der Befragung des Jahres 2017 und beziehen sich auf die Berichtsjahre 2013 bis 2016. An der Erhebung nahmen über 5.500 Praxen teil. Basis bildet die steuerliche überschussrechnung der Praxen. Auftraggeber sind die Kassenärztlichen Vereinigungen und die KBV.

Verfasser/in:

KVN




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