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aktualisiert am: 15.06.2019

 

  Praxis & Versorgung

Neuerscheinungen


 


Sucht als Alltagsphänomen

Soyka, M., A. Batra, A. Heinz, F. Moggi, M. Walter (Hrsg.): Suchtmedizin. Elsevier, Urban & Fischer Verlag, München 2019, 441 Seiten, 79,00 Euro
Die Suchtproblematik hat die allgemeinärztliche Praxis erreicht. Das vorliegende Fachbuch ermöglicht es auch dem Allgemeinmediziner, sich damit fundiert auseinanderzusetzen. Die beiden Teile des Buches, "Grundlagen" und "Substanzgebundene und substanzungebundene Suchterkrankungen", informieren den Leser über alle Aspekte von Suchterkrankungen. Konzeptionell versteht man darunter heute ein Cluster von biologischen, sozialen und psychologischen Variablen. Das Buch präsentiert epidemiologische Daten, neurobiologische Erkenntnisse, psychologische Grundlagen der Sucht, psychotherapeutische Verfahren und innovative pharmakologische Ansätze zur Behandlung von Suchterkrankungen. Im zweiten, speziellen Teil des Fachwerkes werden die einzelnen Substanzen gegliedert nach Einleitung, Epidemiologie, Pharmakologie, Klinik, Psychosoziale Therapien, Pharmakotherapie und Fazit aus dem Blickwinkel ihrer praktischen Handhabbarkeit ausführlich erörtert. Es schließen sich spezielle Themen an, etwa der Umgang mit Suchtpatienten, Tipps für wirkungsvolle, psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten für den Kliniker und für Notfallsituationen. Farblich abgehobene Kernaussagen, Boxen und Merkkästchen sowie ein Fazit für die Praxis machen wichtige Bezüge sinnfällig; zahlreiche konstruktive Abbildungen veranschaulichen die Textaussagen. über einen PIN-Code kann ein Online-Zugriff auf den Buchinhalt genutzt werden. Insgesamt ein Fachbuch, das jedem praktizierendem Arzt zum Umgang mit den assoziierten Störungsbildern empfohlen werden kann.

Organisiertes Darmkrebsscreening - KBV bietet Infomaterialien


Seit Juli erhalten gesetzlich Versicherte ab 50 Jahren durch die Krankenkassen eine Einladung zum organisierten Darmkrebsscreening. Damit soll die Akzeptanz für die Untersuchungen in der Bevölkerung erhöht werden. Bislang nutzen noch viel zu wenige Anspruchsberechtigte das Angebot zur Früherkennung. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte im vergangenen Jahr die Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme beschlossen. Die Darmkrebsfrüherkennung ist das erste organisierte Programm, das danach umgesetzt wird. Neu ist unter anderem die Koloskopie für Männer bereits ab 50 Jahren.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung stellt begleitend Informationen zum neuen Früherkennungsprogramm für Praxen und Patienten bereit. Ein Patienteninfoblatt informiert auf einer Seite kurz und übersichtlich über das neue Programm zur Darmkrebsfrüherkennung. Ärzte können das Infoblatt in der Praxis auslegen oder bei Fragen den Patienten aushändigen. Zudem hat die KBV die Details zum organisierten Früherkennungsprogramm für Ärzte in einer Praxisinformation zusammengestellt.

Beide Dokumente können auf der Website der KBV heruntergeladen werden: https://www.kbv.de/html/1150_ 40992.php
Weitere Informationen und einen Videobeitrag zum Thema gibt es unter https://www.kbv.de/html/praevention_darmkrebsfrueherkennung.php

Neue Informationen zur Konnektor-Installation


Im Zusammenhang mit der Diskussion um die Datensicherheit beim TI-Anschluss der Praxen hat die KBV eine Praxisinformation erstellt, die die Installationsvarianten Reihenbetrieb und Parallelbetrieb vorstellt und die Unterschiede erläutert. So sichert im Reihenbetrieb die Firewall des Konnektors alle daran angeschlossenen Geräte wie Kartenterminals und Praxis-Computer ab. Das Internet kann nur über einen speziell gesicherten Secure Internet Service oder einen vom Praxisnetzwerk getrennten PC genutzt werden. Im Parallelbetrieb ist der Konnektor dagegen ein gleichwertiger Teil des Praxisnetzwerks. Seine Firewall kann folglich nicht genutzt werden. Die Praxis muss - wie bisher auch schon - spezielle Sicherheitsmaßnahmen wie Firewall und Virenschutz ergreifen, um sich vor Angriffen von außen zu schützen. Download:
http://www.haeverlag.de/n/061

Damit Praxen die Ausführung der Installation besser nachvollziehen und vom IT-Dienstleister dokumentieren lassen können, stellt die gematik zudem ein Muster-Installationsprotokoll bereit. Dabei geht es nicht nur um technische Aspekte, sondern zum Beispiel auch darum, ob eine ausreichende Beratung zu wesentlichen Sicherheitsaspekten erfolgt ist.
Download:
http://www.haeverlag.de/n/062

Die Materialien sind sowohl hilfreich für Praxen, die noch an die TI angebunden werden, als auch für solche, die bereits über einen TI-Anschluss verfügen und noch keine vollständige Dokumentation darüber haben.

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