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nä 06/2019
aktualisiert am: 15.06.2019

 

  Versorgungsplanung

Sieben neue Projekte werden in den niedersächsischen Gesundheitsregionen gefördert

Das Land unterstützt Projekte zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung / 14 Projektvorschläge wurden eingereicht / Wolfenbüttel, Wolfsburg, Wittmund und Ammerland sind neue Gesundheitsregionen


 


Seit dem Jahr 2014 werden durch das Projekt "Gesundheitsregionen Niedersachsen" die Entwicklung von kommunalen Strukturen sowie innovative Projekte, die eine bedarfsgerechte und möglichst wohnortnahe Gesundheitsversorgung zum Ziel haben, gefördert. Neben der Landesregierung unterstützen die Kooperationspartner Ärztekammer Niedersachsen, AOK Niedersachsen, Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen, Verband der Ersatzkassen, BKK Landesverband Mitte Niedersachsen sowie IKK classic das Projekt. Es steht neben einem Budget der Landesregierung zur Strukturbildung und Umsetzung regional wirkender kleinerer Versorgungsprojekte auch ein Budget der Kooperationspartner von rund 490.000 Euro für die Förderung von neuen Versorgungs- und/oder Kooperationsprojekten zur Verfügung. Gemäß der Förderrichtlinie der Gesundheitsregionen (Nds. MBl. Nr. 47/2017 S. 1570) ist die Förderung von Projekten insbesondere aus folgenden Bereichen vorgesehen:

- Sektorenübergreifende Versorgung
- Nachwuchsgewinnung (medizinischer und pflegerischer Bereich)
- Entlastung von Ärztinnen und Ärzten (zum Beispiel durch Delegation)
- Ansiedlung von Vertragsärztinnen und Vertragsärzten
- Gesundheitsförderung und Prävention

Mit Wolfenbüttel, Wolfsburg, Wittmund und Ammerland sind aktuell vier neue Gesundheitsregionen aufgenommen worden. Insgesamt gibt es derzeit somit 38 Gesundheitsregionen in Niedersachsen. Die Projektfördersumme beträgt maximal 80.000 Euro, wobei die Gesundheitsregionen einen Eigenanteil von mindestens 10 Prozent der Projektfördersumme selbst zu tragen haben.

Sieben neue Projekte werden gefördert


Zum diesjährigen Förderstichtag wurden 14 Projektanträge eingereicht. Diese wurden jeweils von einem Fach- und Lenkungsgremium begutachtet und bewertet. Das Lenkungsgremium, welches sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung (MS), den Kooperationspartnern sowie in beratender Funktion auch Vertretern der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände zusammensetzt, hat sich auf die Förderung der folgenden Projekte geeinigt:
- Gesundheitsregion Delmenhorst: Laufbahnberatung Pflege - Gewinnen und Halten von neuen Zielgruppen für Pflege­berufe durch zentrale Koordination und individuelle Beratung bei Ausbildung und Praktika auf kommunaler Ebene
- Gesundheitsregion Diepholz/Nienburg: Ersthilfe Sofort vor Ort! Mit Ersthilfe Alarm-App Leben retten > Zeit überbrücken > Grenzen überwinden
- Gesundheitsregion Gifhorn: Pilotprojekt zur Delegation ärztlicher Leistungen an qualifizierte Pflegekräfte ambulanter Pflegedienste im Landkreis Gifhorn
- Gesundheitsregion Göttingen/Südniedersachsen: HEDI - Hebammenversorgung *digital unterstützt
- Gesundheitsregion Landkreis und Stadt Osnabrück: Kindergarteneingangsuntersuchung (KEU) in der Gesundheitsregion von Landkreis und Stadt Osnabrück
- Gesundheitsregion Landkreis und Stadt Osnabrück: Stillförderung
- Gesundheitsregion Rotenburg (Wümme): Gesunde Dörfer - Qualifizierungsmodell Pflege

Weitere Informationen zu den Gesundheitsregionen Niedersachsen finden Sie unter anderen auf der Internetseite des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Tragen Sie dazu bei, neue regionale Projekte zu entwickeln


Die unterschiedlichen Schwerpunkte der Förderanträge zeigen, wie wichtig eine regional koordinierte und gesteuerte Gesundheitsversorgung ist, die alle Versorgungsbereiche im Blick hat. Somit können Landkreise, Städte und Gemeinden die sozialen und gesundheitlichen Belange der Menschen direkt vor Ort bedürfnisgerecht gestalten. Zudem beeinflussen regionale Gegebenheiten sowohl die Behandlung von Erkrankungen wie auch den Versorgungsprozess.

Damit Projektanträge bei der kommenden Förderrunde Berücksichtigung finden können, müssen diese durch die Gesundheitsregionen bis zum 28. Februar 2020 bei der Bewilligungsbehörde eingereicht werden. Viele Ärztinnen und Ärzte engagieren sich bereits in den regionalen Arbeitsgruppen der Gesundheitsregionen, um die Versorgung in Ihrer Region zu verbessern. Für diese Arbeit bedanken wir uns sehr und möchten gleichzeitig weitere Partner dazu motivieren, sich für die regionale Versorgung einzusetzen, um passgenaue Ansätze zu generieren, denn keiner kennt die Bedürfnisse und Strukturen vor Ort so gut wie Sie!


Verfasser/in:
Dr. rer. pol. Frédéric Pauer
Versorgungsplanung, ZQ




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