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nä 06/2019
aktualisiert am: 15.06.2019

 

  Politik

Ärztliche Weiterbildung ist Qualitätssicherung der ärztlichen Berufsausbildung

Umsetzung der neuen (Muster-)Weiterbildungsordnung in Niedersachsen wird vorbereitet


 


Dr. med. Gisbert Voigt, ÄKN-Vorstandsmitglied und Vertreter der ÄKN in der Ständigen Konferenz Ärztliche Weiterbildung der Bundesärztekammer (BÄK), berichtete in der Kammerversammlung über den Projektplan zur Umsetzung der neuen kompetenzbasierten (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) in Niedersachsen. Der Ausschuss für Ärztliche Weiterbildung hat hierzu drei Projektgruppen eingesetzt, die Details der Umsetzung erarbeiten, konsentieren und schließlich der Kammerversammlung zur Entscheidung vorlegen sollen. "Es ist das erklärte Ziel, eine weitestgehende übereinstimmung mit der MWBO der BÄK zu erreichen", betonte Voigt. Rechtliche Rahmenbedingungen, die aus dem Kammergesetz für die Heilberufe (HKG) resultieren oder spezielle Fragen - zum Beispiel die Frage nach der Mammographie für Frauenärzte - können allerdings dazu führen, dass im Einzelfall Abweichungen oder Ergänzungen beschlossen werden müssen.

Die Projektgruppe des Teilprojekts 1 (TP1) beschäftigt sich mit der Umsetzung der MWBO an sich. Dazu gehört zu prüfen, was übernommen wird und was dagegen noch diskutiert werden muss. Im TP1 wird der §§-Teil inklusive der übergangsregelung betrachtet sowie die Gebiete und die Zusatz-Weiterbildungen. Außerdem übernimmt die Gruppe TP1 auch die Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde, dem niedersächsischen Ministerium für Gesundheit, Soziales und Gleichstellung. Das TP1 soll grundsätzlich im Rahmen der Sitzungen des Ausschusses für Ärztliche Weiterbildung bearbeitet werden. Um Einzelfragen zu erörtern, sollen Arbeitskreise eingesetzt werden.

In einem zweiten Teilprojekt (TP2) geht es um die Weiterbildungsermächtigung. Hier werden Grundsatzfragen behandelt und ein neues Ermächtigungskonzept gemäß der MWBO erarbeitet. Im Folgenden müssen die bestehenden Weiterbildungsermächtigungen überprüft und angepasst sowie die Weiterbildungsermächtigten und die Weiterbildungsstätten über die neuen Regelungen informiert werden.

Das Teilprojekt 3 (TP3) wird sich mit der Antragsbearbeitung befassen. Die neuen Prozesse werden aufgenommen und die Antragsformulare angepasst. In diesen Bereich fällt auch das E-Logbuch, das bundeseinheitlich erarbeitet und eingesetzt werden soll. Im Zuge der digitalen Dokumentation von Weiterbildungsinhalten und -zeiten soll auch die Mitgliedsakte der ÄKN digitalisiert und das ÄKN-interne System entsprechend angepasst werden.

"Die Umsetzung der MWBO innerhalb des TP1 soll noch in diesem Jahr abgeschlossen und der Kammerversammlung am 30. November zur Beratung vorgelegt werden", erklärte Voigt. Das sei zwar ein sehr enger Zeitplan, aber er sei zuversichtlich, dass er gehalten werden könne. Die Teilprojekte 2 und 3 sollen in 2020 abgeschlossen werden.

Verfasser/in:
Stephanie Aue
Pressestelle der ÄKN




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Sachstandsbericht zum Ersatzneubau der Ärztekammer Niedersachsen

Die Arbeiten an der Baugrube schreiten voran, damit im Sommer 2019 mit den Tiefbauarbeiten begonnen werden kann.
Ass. jur. Ralf Noordmann, LL.M., Geschäftsführer Interne Dienste und Bezirksstellen der ÄKN, berichtete in der Kammerversammlung über den aktuellen Stand auf der Baustelle an der Berliner Allee 20. Die unterirdischen Abbrucharbeiten wurden im Zeitplan abgeschlossen. Die in der Innenstadt Hannovers notwendige Kampfmittelsondierung wurde erfolgreich durchgeführt und es wurden keine Kampfmittel gefunden. Für die Herstellung der Baugruben­außenwände werden zwei Verfahren genutzt: Das geräuscharme und schnelle Bauverfahren "Mixed in Place" (MiP), das zum Zeitpunkt der Kammerversammlung bereits abgeschlossen war, und im Bereich zum Nachbargebäude der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) eine sogenannte "überschnittene Bohrpfahlwand", die sich Ende April noch in Entstehung befand.

"Wir gehen aktuell davon aus, dass die Baugrube Ende Mai fertiggestellt wird. Dann kann der Tiefbau beginnen", erklärte Noordmann. Der Zeitplan sieht vor, den Neubau bis 2020 errichtet zu haben. Die technische Ausstattung und der Innenausbau sind für 2020 und 2021 geplant.


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