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nä 05/2019
aktualisiert am: 15.05.2019

 

  Honorar & Verträge

Honorarjahr 2018 bringt insgesamt Steigerung von drei Prozent

Ergebnisse der Honorarabrechnung 4/2018


 


Mit Fertigstellung der Abrechnung des 4. Quartals kann nun auch das Gesamtjahr 2018 analysiert werden. Gegenüber dem Gesamtjahr 2017 konnte der ausgeschüttete Gesamthonorarumsatz um +3,2 Prozent für Fachärzte und +2,7 Prozent für Hausärzte gesteigert werden. Im Vergleich zu 2016 beträgt die Steigerung +5,1 Prozent für Fach- und +5,3 Prozent für Hausärzte. Unter Berücksichtigung der Arztzahlentwicklung errechnet sich 2018 gegenüber 2016 ein statistischer Honorarzuwachs je Facharzt von durchschnittlich +4,4 Prozent und je Hausarzt von +4,9 Prozent.

Der ausgeschüttete Gesamthonorarumsatz hat sich in 4/2018 gegenüber dem Vorjahresquartal wie folgt entwickelt:

Insgesamt:+3,9 Prozent
Pro Arzt:+2,9 Prozent
Fachärzte gesamt: +2,7 Prozent
Fachärzte pro Arzt:+2,4 Prozent
Hausärzte gesamt:+3,8 Prozent
Hausärzte pro Arzt:+3,4 Prozent
Fachärzte gesamt: +4,0 Prozent seit 4/2016
Fachärzte pro Arzt:+3,5 Prozent seit 4/2016
Hausärzte gesamt:+5,3 Prozent seit 4/201
Hausärzte pro Arzt:+4,4 Prozent seit 4/2016


Aktuelle Situation


Der Orientierungswert, aus dem sich letztlich alle Euro-EBM-Preise errechnen, wurde für das Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 1,18 Prozent auf 10,6543 Cent erhöht. Dies entspricht bundesweit einer Erhöhung der Gesamtvergütungen um etwa 438 Millionen Euro. Neben der Erhöhung der Preiskomponente konnte im Hinblick auf die steigende Morbidität mit den niedersächsischen Kassenverbänden auch eine Erhöhung der Mengenkomponente vereinbart werden. Die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV) wurde demnach für 2018 um weitere 0,5487 Prozent gesteigert.

In den Honorarverhandlungen mit den gesetzlichen Krankenkassen konnte im Rahmen des "Honorarpakets 2017/2018" für Niedersachsen eine Vereinbarung über zwei Jahre erzielt werden. Für beide Jahre stellen die Krankenkassen der KVN mit jeweils 2,5 Mio. Euro ein Sonderkontingent zur Förderung der Wegegelder (GOP 40220 bis 40230), der Samstagssprechstunde von Kinderärzten (GOP 01102), der Strukturpauschale für konservativ tätige Augenärzte (GOP 06225) sowie der Zusatzpauschale ösophago-Gastroduodenoskopie (GOP 04511 und 13400) zur Verfügung. Die GOP der Wegegelder werden dabei linear um 11,43 Prozent erhöht. Die Förderung der restlichen Leistungen erfolgt analog den bisherigen Förderungswürdigen Leistungen, d.h. je nach Verhältnis des zur Verfügung stehenden Volumens zum abgerechneten Leistungsbedarf.

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat in der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie die Dokumentation des Mammographie-Screenings um das Grading und die Bestimmung des Rezeptorstatus erweitert. Vom Bewertungsausschuss wurden mit Wirkung ab 4/2018 die dafür notwendigen Leistungen des EBM in der GOP 19317 EBM zusammengefasst. Diese Leistungen konnten bislang, wenn sie vertragsärztlich durchgeführt wurden, mit den kurativen GOP 19312, 19320, 19321 und 19322 angesetzt werden. Der finanzielle Mehrbedarf wird durch eine entsprechende Erhöhung der MGV abgebildet.

Ebenfalls zum 01.10.2018 hat der Bewertungsausschuss eine neue Gebührenordnungsposition für die Verordnung medizinischer Vorsorge für Mütter oder Väter gemäß § 24 SGB V beschlossen. Die Aufnahme der GOP 01624 in den EBM führt dabei zu Einsparungen bei der GOP 01622, die bisher für die Anträge berechnet wurde. Die Finanzierung des darüber hinausgehenden Mehrbedarfs erfolgt durch eine entsprechende Erhöhung der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung.

Die Begleitung eines Kranken durch den behandelnden Arzt beim Transport zur unmittelbar notwendigen stationären Behandlung ist über die GOP 01416 EBM abgebildet. Eine Abrechnung durch Psychologische Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten war bislang nicht möglich. Insbesondere bei Notfalleinweisungen aufgrund von akuter Selbst- und Fremdgefährdung kann die Begleitung durch den behandelnden Vertragspsychotherapeuten notwendig sein. Zum 1. Oktober 2018 wurde nun die entsprechende Abrechnungsbestimmung in Nummer 5 der Präambel 23.1 EBM angepasst. Damit kann die GOP 01416 EBM jetzt auch von Psychologischen Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten abgerechnet werden.

Die hyperbare Sauerstofftherapie wurde ab 4/2018 als neuer Abschnitt 30.2.2 in den EBM aufgenommen. Patienten mit schwerem diabetischem Fußsyndrom können jetzt ambulant mit der hyperbaren Sauerstofftherapie behandelt werden. Die ärztlichen Aufwände werden durch neue GOP abgebildet. Die Vergütung der Leistungen erfolgt mit Ausnahme der GOP 30214 außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung.

Zum 1. Oktober 2018 wurde die Messung der myokardialen fraktionellen Flussreserve (FFR) bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit als neue Untersuchungsmethode in den EBM integriert. Dazu wurde die GOP 34298 als Zuschlag zur GOP 34291 in den Abschnitt 34.2.9 EBM aufgenommen. Zur Abbildung der erforderlichen Sachkosten erfolgte die Aufnahme der Kostenpauschale 40301 in den Abschnitt 40.6. des EBM.

Auf Beschluss der Vertreterversammlung der KVN wurde die Strukturfonds-Richtlinie mit Wirkung zum 15.12.2018 dahingehend ergänzt, dass auf Antrag ein Fallwertzuschlag in Höhe von 20 Euro bei übernahme von Patienten einer ohne Nachfolger vollständig geschlossenen Hausarztpraxis im ländlichen Raum gewährt wird.

Die Operationsverfahren photoselektive Vaporisation und Thulium-Laserenukleation der Prostata wurden zum 1. Oktober 2018 in den Anhang 2 des EBM aufgenommen. Damit stehen zwei weitere Laserverfahren zur Behandlung eines benignen Prostatasyndroms in der vertragsärztlichen Versorgung zur Verfügung. Urologen mit einer entsprechenden Genehmigung rechnen die Leistungen über die GOP 36289 und den dazugehörigen Zuschlag GOP 36290 ab.

Die wichtigsten Änderungen zum Vorjahresquartal auf einen Blick:


- Anhebung des EBM-Orientierungswertes um +1,18 Prozent auf 10,6543 Cent ab 1/2018,
- MGV-Steigerung zur Berücksichtigung der Veränderung der Morbiditätsstruktur um +0,5487 Prozent ab 1/2018,
- Erweiterung der Dokumentation des Mammographie-Screenings um das Grading und die Bestimmung des Rezeptorstatus ab 4/2018,
- Neue GOP für die Verordnung medizinischer Vorsorge für Mütter oder Väter ab 4/2018,
- Begleitung eines Kranken beim Transport zur unmittelbar notwendigen stationären Behandlung auch von Psychotherapeuten abrechenbar ab 4/2018,
- Aufnahme der hyperbaren Sauerstofftherapie ab 4/2018,
- Aufnahme der Messung der myokardialen fraktionellen Flussreserve (FFR) bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit ab 4/2018,
- Zahlung eines Fallwertzuschlags aus dem Strukturfonds bei übernahme von Patienten einer geschlossenen Hausarztpraxis im ländlichen Raum ab 4/2018,
- Aufnahme der Operationsverfahren photoselektive Vaporisation und Thulium-Laserenukleation der Prostata ab 4/2018,
- Erweiterung des Neugeborenen-Screenings ab 3/2018,
- Anpassung des EBM zur schnellen und qualitätsgesicherten Antibiotikatherapie ab 3/2018,
- Rückwirkende Einführung eines Zuschlags für die Einrichtungsbefragung im Rahmen der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung ab 01.01.2018,
- Umsetzung der ersten Stufe der Laborreform ab 2/2018,
- Aufnahme der Thulium-Laserresektion der Prostata ab 2/2018,
- Einstieg in psychotherapeutische Versorgung verpflichtend über Sprechstunde ab 2/2018,
- Verordnungsmöglichkeit von Soziotherapie und medizinischer Rehabilitation auch für Vertragstherapeuten sowie Entbudgetierung für alle Leistungserbringer ab 2/2018,
- Umstellung der Praxisnetzförderung ab 2/2018,
- überführung des Finanzvolumens für den Einsatz von nichtärztlichen Praxisassistenten (NäPA) in Hausarztpraxen in die MGV ab 1/2018,
- Umstellung der Ersatzkassen auf das Wohnortprinzip ab 1/2018,
- überarbeitung der HLA-Antikörperdiagnostik ab 1/2018,
- Einführung des Notfalldatenmanagements ab 1/2018,
- Aufnahme der transurethralen Botulinumtoxin-Therapie ab 1/2018,
- Höherbewertung der Leistungen im Rahmen der Hörgeräteversorgung ab 1/2018,
- Einführung des Screenings zur Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen ab 1/2018 und
- Höherbewertung der intravitrealen Medikamenteneingabe ab 1/2018.

Laborreform ab 2/2018


Die zunehmende Zahl an Laboruntersuchungen und der Einsatz teurer innovativer Verfahren haben in der vertragsärztlichen Versorgung dazu geführt, dass die Kosten für Laborleistungen deutlich stärker gestiegen sind als die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV). Da Laborleistungen aus der MGV finanziert werden, geht dies zu Lasten der Vergütung anderer Leistungen (RLV und QZV). Mit der Laborreform soll der Kostenanstieg von derzeit rund fünf Prozent jährlich gebremst werden. Es sollen zudem stärkere Anreize für eine wirtschaftliche Veranlassung und Abrechnung von Laboruntersuchungen gesetzt werden. Die Reform besteht aus verschiedenen Regelungskreisen, die in den nächsten Jahren sukzessive umgesetzt werden. Sie ist im April 2018 mit einer grundlegenden Änderung zum Wirtschaftlichkeitsbonus und verschiedenen Mengenbegrenzungsregelungen im HVM gestartet. Die von der KBV bisher vorgegebene so genannte Laborabstaffelungsquote "Q" (91,58 Prozent) ist ab 2/2018 entfallen.

Weitere Änderungen zum Vorjahresquartal


Zum 1. Juli 2018 erfolgte eine Anpassung des erweiterten Neugeborenen-Screenings um die Früherkennung einer Tyrosinämie Typ I mittels Tandem-Massenspektrometrie. Die Bewertung der GOP 01724 EBM wurde aufgrund des erhöhten Aufwandes entsprechend um 30 Punkte erhöht. Die Vergütung im Abschnitt 1.7.1 EBM erfolgt außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung.

Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat in seiner 54. Sitzung Anpassungen des EBM zur schnellen und qualitätsgesicherten Antibiotikatherapie an den Stand von Wissenschaft und Technik mit Wirkung zum 1. Juli 2018 beschlossen. Die Finanzierung des Biomarkers Procalcitonin (GOP 32459 EBM) und der phäno­typischen Bestätigungsteste (GOP 32774 und 32775 EBM) erfolgen für drei Jahre extrabudgetär. Für die Finanzierung des Mehrbedarfs mikrobiologischer Diagnostik wurde eine über vier Jahre jährlich nachgesteuerte Anpassung der MGV vereinbart.

Rückwirkend zum 01.01.2018 hat der Bewertungsausschuss einen Zuschlag nach der GOP 01650 EBM beschlossen, der für die Einrichtungsbefragung im Rahmen der sektorübergreifenden Qualitätssicherung zur Vermeidung nosokomialer Infektionen - postoperative Wundinfektionen berechnet werden kann. Der Zuschlag gilt für bestimmte GOP des Kapitels 31 und 36 des EBM, die laut Spezifikation dokumentationsauslösende Leistungen beinhalten können. Die Vergütung erfolgt außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung.

Zum 1. April 2018 wurde das Operationsverfahren der Thulium-Laserresektion der Prostata in den Anhang 2 des EBM aufgenommen. Die Abrechnung des Eingriffs erfolgt über die bereits bestehende GOP 36289 sowie den dazugehörigen Zuschlag (GOP 36290).

Der Einstieg in die psychotherapeutische Versorgung erfolgt seit dem 01.04.2018 verpflichtend für alle Patienten über eine Sprechstunde; das heißt, erst wenn ein Patient eine Sprechstunde aufgesucht hat, kann mit probatorischen Sitzungen oder einer Akutbehandlung begonnen werden. Bereits seit April 2017 musste jeder Arzt und jeder Psychotherapeut, der eine Genehmigung zur Abrechnung von Richtlinienpsychotherapie hat, Sprechstunden anbieten.

Der Bewertungsausschuss hat zum 1. April 2018 einen Beschluss im Zusammenhang mit der Neufassung der Soziotherapie-Richtlinie und der Rehabilitations-Richtlinie beschlossen. Danach können nunmehr auch psychologische Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten die Verordnung von Soziotherapie und medizinischer Rehabilitation abrechnen. Die KBV konnte in den Verhandlungen erreichen, dass auch Vertragsärzte die Verordnung einer Reha extrabudgetär vergütet bekommen.

Zum 2. Quartal 2018 erfolgte gemäß entsprechender HVM-Regelung eine Änderung der bisherigen Praxisnetzförderung im Hinblick auf Systematik und Umfang. Da Fachärzte anders als Haus- und Kinderärzte aufgrund des RLV-Vorjahresquartalsbezugs die bisherige Praxisnetzförderung erst mit einem Zeitverzug von vier Quartalen gewährt bekommen, erhalten sie bis einschließlich 4/2018 aus Gleichbehandlungsgründen die Förderung nach der jeweils für sie günstigeren Variante.

Die Gelder für den Einsatz von nichtärztlichen Praxisassistenten (NäPA) in Hausarztpraxen wurden zum 01.01.2018 in die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV) überführt. Nicht verbrauchte Mittel können somit für andere hausärztliche Leistungen verwendet werden.

Seit dem 01.01.2018 erfolgt die Zuordnung der Versicherten der Ersatzkassen zu einer Kassenärztlichen Vereinigung nach dem Wohnortprinzip und damit einheitlich mit den Primärkassen. Zum Ausgleich der dadurch entstehenden Veränderungen im Behandlungsbedarf wird die MGV in Niedersachsen um 0,1 Prozent angehoben.

Die HLA-Antikörperdiagnostik wurde zum 1. Januar 2018 zur Weiterentwicklung und Anpassung an den Stand von Wissenschaft und Technik im EBM neu gefasst. Die neu in den EBM aufgenommen Leistungen werden extrabudgetär vergütet.

Ebenfalls zum 1. Januar 2018 wurden für die Erstellung, Aktualisierung und Löschung von Notfalldatensätzen die drei neuen GOP 01640 bis 01642 in den EBM aufgenommen. Da es sich um neue Leistungen handelt, werden alle drei GOP zunächst außerhalb der MGV vergütet.

Der Bewertungsausschuss hat nach langen Verhandlungen zum 1. Januar 2018 jeweils zwei neue GOP in das gynäkologische und urologische Kapitel aufgenommen. Damit sollen die ärztlichen Aufwände im Zusammenhang mit der transurethralen Botulinumtoxin-Therapie abgebildet werden. Die Vergütung erfolgt extrabudgetär außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung.

Mit Wirkung zum 01.01.2018 wurden die Leistungen im Rahmen der Hörgeräteversorgung im EBM höher bewertet. Hintergrund ist eine Änderung der Hilfsmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) im Abschnitt C "Hörhilfen", wonach zur überprüfung des Hörhilfenversorgungsergebnisses nun eine Testung mit dem Freiburger Einsilbertest im Störschall vorgesehen ist. Der finanzielle Mehrbedarf wird durch eine entsprechende Erhöhung der MGV finanziert. Um diesen erhöhten Leistungsbedarf der betroffenen Ärzte abzubilden, wurden die RLV der Arztgruppe "Fachärzte für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Fachärzte für Phoniatrie und Pädaudiologie" entsprechend erhöht.

Feste Punktwerte / Orientierungswert


Für alle entdeckelten Leistungsbereiche, Vorab-Leistungen sowie RLV/QZV-Leistungen bis zur individuell mitgeteilten diesbezüglichen Budgetobergrenze wird ein fester Punktwert in Höhe von 10,6543 Cent gezahlt. In Berufsausübungsgemeinschaften/MVZ werden die individuellen RLV und QZV der Ärzte summiert, wodurch u. a. Arbeitsspitzen und Urlaube besser aufgefangen werden können. Etwa 33,5 Prozent des im 4. Quartal 2018 ausgeschütteten Gesamthonorarvolumens wird von den Kassen als Einzelleistung ohne Mengenbegrenzung gezahlt.

Die gewichtigsten extrabudgetären Bereiche sind

- Dialysesachkosten mit 5,9 Prozent,
- ambulante Operationen mit 5,3 Prozent,
- Psychotherapie mit 4,8 Prozent Honoraranteil und
- Prävention (ohne Schutzimpfungen und Hautkrebsscreening) mit 4,4 Prozent.

Besonders dynamisch entwickelte sich im 4. Quartal 2018 insbesondere der Bereich der Schutzimpfungen mit 21,5 Prozent Steigerung zum Vorjahresquartal, das ambulante Operieren (+6,8 Prozent), die Psychotherapie (+5,8 Prozent) sowie die Hausarztzentrierte Versorgung (HzV) mit +5,2 Prozent. Stärkere Rückgänge gab es hingegen infolge des Wegfalls der ONkeyLINE-Vergütung im Bereich der onkologischen Leistungen (-30,9 Prozent), bei den Wegegebühren
(-7,4 Prozent) sowie bei den belegärztlichen Leistungen des Kapitels 36 EBM (-5,3 Prozent).

Einzelleistungsvergütung ist im Vergleich zur Gesamtvergütung nur so lange vorteilhaft wie die Leistungsmenge steigt. Bei sinkender Leistungsmenge zeigt hingegen das (Gesamt-)
Budget seine Stärke.

Abstaffelungsquote


Seit dem 1. Januar 2009 erfolgt die Vergütung der vertragsärztlichen Leistungen grundsätzlich nach den festen Preisen der regionalen Gebührenordnung. Der Preis errechnet sich dabei aus der Multiplikation der Punktzahl der EBM-Leistung mit dem gültigen Punktwert. Dieser im Voraus vereinbarte feste Preis wird allerdings nur für unbudgetierte/freie Leistungen gezahlt.

Für die das Gesamtvolumen aus RLV und QZV überschreitenden Leistungen kann nur ein abgestaffelter Preis vergütet werden. Dieser ist im fachärztlichen Bereich von der Summe aller individuellen Budgetüberschreitungen im Versorgungsbereich und im hausärztlichen Bereich von der Summe aller individuellen Budgetüberschreitungen in der jeweiligen Arztgruppe (Hausärzte / Kinderärzte) abhängig. Diese Abstaffelungsquote beläuft sich für das 4. Quartal 2018 im fachärztlichen Bereich auf ca. 9,7 Prozent (Vorjahresquartal 8,9 Prozent) des Euro-EBM-Werts, im hausärztlichen Bereich beträgt sie für Hausärzte ca. 64,9 Prozent und für Kinderärzte ca. 37,3 Prozent (Vorjahresquartal 38,9 bzw. 25,1 Prozent).

Praxisbesonderheiten

Praxisbesonderheiten ergeben sich aus einem besonderen Versorgungsauftrag oder einer besonderen, für die Versorgung bedeutsamen fachlichen Spezialisierung und zusätzlich einer um mindestens 20 Prozent über der jeweiligen Zuweisung aus RLV und QZV liegenden Anforderung auf den Fällen mit Praxisbesonderheit. Die Bedeutung der Praxisbesonderheiten nimmt - insbesondere im fachärztlichen Versorgungsbereich - weiter stetig zu. So beläuft sich für 4/2018 der auf Praxisbesonderheiten entfallende Anteil am zugewiesenen RLV-/QZV-Budget der Fachärzte auf durchschnittlich 8,6 Prozent. Im hausärztlichen Versorgungsbereich machen Praxisbesonderheiten im Durchschnitt nur etwa 0,7 Prozent des budgetierten Gesamtvolumens aus (Hausärzte: 0,4 Prozent / Kinderärzte: 3,4 Prozent).

Um eine Doppelförderung desselben Falles einerseits im Rahmen der Stärkung der Grundversorgung durch PFG bzw. hausärztliche Zusatzpauschale (PHG) sowie andererseits als Praxisbesonderheit auszuschließen, werden bei PFG/PHG-berechtigten und als Praxisbesonderheit gekennzeichneten Fällen die diesbezüglichen PFG-QZV-Zuweisungen bzw. der EBM-Wert der PHG (GOP 03040/04040 EBM) auf die Höhe der Praxisbesonderheit angerechnet. Damit ist eine klare Trennung der Förderung zwischen Grund- und Spezialversorgung gewährleistet.

Als Arztgruppen mit dem höchsten Honoraranteil an Praxisbesonderheiten sind insbesondere Anästhesisten, Neurochirurgen, Hämato-/Onkologen sowie Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie zu nennen, bei denen der diesbezügliche Anteil in 4/2018 zwischen 34 und 53 Prozent liegt. Das zur Vergütung der Praxisbesonderheiten notwendige Honorarvolumen wird - neben den im Rahmen der Zuschläge für besonders förderungswürdige Leistungen hierfür von den Krankenkassen zusätzlich zur Verfügung gestellten Mitteln - durch Vorweg-Abzug bei den Fachärzten aus dem Versorgungsbereich bzw. im hausärztlichen Versorgungsbereich aus dem jeweiligen Arztgruppentopf aufgebracht.
Fallzahlzuwachsbegrenzung (FZZB)
Eine FZZB war für 4/2018 im hausärztlichen Versorgungsbereich aufgrund der im Vergleich zum Vorjahresquartal jeweils deutlich unter der Grenze von +5,0 Prozent liegenden Fallzahlentwicklung sowohl bei den Allgemeinmedizinern (+0,1 Prozent) als auch bei den Kinderärzten (+0,3 Prozent) nicht erforderlich. Auch im fachärztlichen Versorgungsbereich (hier werden die Fallzahlveränderungen des Vor-Vorjahresquartals zum Vorjahresquartal zu Grunde gelegt) war für das 4. Quartal 2018 bei keiner Fachgruppe eine FZZB notwendig.

Ausschöpfungsgrade von RLV und QZV

Die RLV-/QZV-Ausschöpfungsgrade (jeweils inklusive der genehmigten Praxisbesonderheiten) fallen in den beiden Versorgungsbereichen weiterhin recht unterschiedlich aus. So wurde im fachärztlichen Bereich das mitgeteilte RLV/QZV-Vergütungsvolumen in 4/2018 um durchschnittlich 26,0 Prozent überschritten, wohingegen Haus- und Kinderärzte hier im Durchschnitt betrachtet nur eine überschreitung von 1,6 Prozent aufweisen. Diese Zahlen sind statistische Durchschnittswerte. Sie errechnen sich aus einer Vielzahl von Einzel- und Gemeinschaftspraxen, die aus EBM-bedingten, praxisspezifischen, regionalen und/oder morbiditätsbedingten, aber teilweise auch aus arztindividuellen Gründen ihr RLV/QZV teilweise sehr stark über- oder unterschritten haben. Im Einzelfall bieten die KVN-Bezirksstellen hier jedem Arzt eine individuelle Beratung an, um bereits im Vorfeld Möglichkeiten eines wirtschaftlicheren Praxisangebots zu eruieren.

RLV-/QZV-Ausschöpfungsgrad nach Arztgruppen
(über- und Unterschreitungen wurden auf Arztgruppenebene saldiert)

AGArztgruppenbezeichnungAusschöpfungsgrad in %
01-0 AllgeFachärzte für Innere und Allgemeinmedizin, Allgemeinmedizin,
 Praktische Ärzte, Fachärzte für Innere Medizin, die dem
 hausärztlichen Versorgungsbereich angehören101,3%
02-0 KindeFachärzte für Kinder- und Jugendmedizin, die dem
 hausärztlichen Versorgungsbereich angehören103,7%
Summe Hausärzte101,6%
13-0 AnästFachärzte für Anästhesiologie98,3%
14-0 AugenFachärzte für Augenheilkunde142,9%
15-0 ChiruFachärzte für Chirurgie, für Kinderchirurgie, für
 Plastische Chirurgie, für Herzchirurgie112,3%
50-0 NeuChFachärzte für Neurochirurgie118,0%
16-0 FraueFachärzte für Frauenheilkunde122,2%
17-0 KünstFachärzte für Frauenheilkunde mit fakultativer WB
 Endokrinologie und Reproduktionsmedizin und den
 abgerechneten GONRn 08541 - 8561124,1%
18-0 HNO-ÄFachärzte für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde126,1%
19-0 DermaFachärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten110,8%
21-0 IntFAFachärzte für Innere Medizin ohne Schwerpunkt,
 die dem fachärztlichen Versorgungsbereich angehören97,3%
22-0 AngioFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Angiologie133,0%
25-0 GastrFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Gastroenterologie114,7%
26-0 HämatFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Hämato-/Onkologie105,4%
27-0 KardiFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Kardiologie160,8%
28-0 InvasFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Kardiologie und invasiver Tätigkeit und
 abgerechneter GONR 34291122,3%
29-0 PneumFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Pneumologie130,7%
30-0 RheumFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Rheumatologie158,7%
61-0 NephrFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Nephrologie137,7%
31-0 KiPsyFachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und
 -psychotherapie102,2%
32-0 MKGesFachärzte für Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie181,5%
33-0 NerveFachärzte für Nervenheilkunde/Neurologie107,6%
35-0 NukleFachärzte für Nuklearmedizin160,6%
36-0 OrthoFachärzte für Orthopädie123,8%
39-0 Psy30Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie mit
 einem Anteil an Leistungen der Richtlinien-
 Psychotherapie nach Kapitel 35.2 des EBM im
 Vorjahresquartal von mehr als 30 Prozent66,3%
43-0 RadioFachärzte für Diagnostische Radiologie 158,3%
47-0 UroloFachärzte für Urologie120,3%
48-0 PhyReFachärzte für Physikalisch-Rehabilitative Medizin139,2 %
Summe Fachärzte126,0%
Gesamtergebnis112,1%



Aufteilung des ausgezahlten Honorars nach Leistungsbereichen

Der mit 39,3 Prozent größere Anteil extrabudgetärer Leistungen (EBM-entdeckelte Leistungen und Sonderverträge) im fachärztlichen Bereich (Hausärzte: 15,4 Prozent) resultiert insbesondere aus der Tatsache, dass Psychotherapie und Präventionsleistungen dort in höherem Maße sowie Dialysen und ambulante Operationen nahezu ausschließlich erbracht werden. Auch ein großer Teil der neu in den GKV-Leistungskatalog aufgenommenen Leistungen, die anfangs extrabudgetär vergütet werden, sind fachärztliche Leistungen. Bei den Hausärzten kommen noch die HzV-Leistungen hinzu, welche mittlerweile einen Anteil von 3,7 Prozent des hausärztlichen Gesamthonorarumsatzes ausmachen.

Auch bei den Vorab-Leistungen ist der Anteil im fachärztlichen Bereich mit 15,1 Prozent höher als die 10,7 Prozent im hausärztlichen Bereich. Hinzu kommt ein Kosten-Anteil von 1,7 Prozent bei den Fachärzten und 0,1 Prozent bei den Hausärzten.

Leistungen, die sehr aufwändig, aber nicht typisch für alle Ärzte einer Arztgruppe sind, finden sich vorwiegend im Bereich der Qualifikationsgebundenen Zusatzvolumen (QZV) wieder. Da das Aufgabenspektrum innerhalb der fachärztlichen Gruppen wesentlich stärker differenziert und die Abrechnungsbestimmungen des EBM ebenso vielfältig sind, ist der Anteil der QZV-Leistungen bei Fachärzten mit 14,9 Prozent höher als bei den Hausärzten mit 5,9 Prozent, die im Wesentlichen Pauschalen aus dem RLV-Bereich abrechnen.

Insgesamt liegt weiterhin eine hohe Varianz der Anteile zwischen den einzelnen Arztgruppen vor. So variiert der Anteil der Leistungen des Regelleistungsvolumens (RLV) von null Prozent für Ärzte im Notdienst, Laborärzte, Ärzte für psychotherapeutische Medizin, Vertragstherapeuten und ermächtigte Ärzte mit begrenztem Ermächtigungsumfang bis zu 76 Prozent für Kardiologen, Lungenärzte, Neurologen/Nervenärzte und Angiologen. Allerdings variiert auch innerhalb einzelner Arztgruppen der Honoraranteil, der aus den verschiedenen Leistungsbereichen erlöst wird, je nach Praxisschwerpunkt teilweise erheblich. Solche DetaiIinformationen können Statistiken systematisch nicht abbilden.



Zuschläge für besonders förderungswürdige Leistungen

In Umsetzung der Honorarvereinbarung 2018 stellen die Krankenkassen der KVN zur Refinanzierung der genehmigten Praxisbesonderheiten sowie zur Zahlung von Zuschlägen für besonders förderungswürdige Leistungen ein Sonderkontingent in Höhe von jährlich insgesamt ca. 20,7 Mio. Euro zur Verfügung. Die sich für das 4. Quartal 2018 ergebenden Punktwertzuschläge für Haus- und Fachärzte sind der nachfolgenden übersicht zu entnehmen:

LeistungsbereichHausärzteFachärzte
Besuche1,00002,7874
Dringende Besuche1,00002,7874
ESWL1,00001,0000
Gespräche und Betreuungsleistungen1,00001,0000
MRT Mamma1,00001,0000
Naevi flammei1,00001,0000
Gruppentherapien1,00002,7874
Psychiatrische Leistungen bei Kindern u. Jugendlichen1,00002,7874
Samstagssprechstunde von Kinderärzten1,7114./.
Strukturpauschale für konservativ tätige Augenärzte./.0,3455
Zusatzpauschale ösophago-Gastroduodenoskopie0,34550,3455


Ausschüttung aus der übergangsregelung zur Delegationsassistenz


Die Ausschüttung der aus der übergangsregelung zur Delegationsassistenz verbliebenen Finanzmittel in Höhe von ca. 1,7 Mio. Euro erfolgt ebenfalls über entsprechende Punktwertzuschläge in den Quartalen 3/2017 bis 4/2018. Der sich für das 4. Quartal 2018 ergebende Zuschlag beläuft sich auf 1,7776 Cent je Punkt. Hieraus resultiert somit ein Aufschlag auf die GOP 03062 EBM (166 Punkte) in Höhe von 2,95 Euro bzw. auf die GOP 03063 EBM (122 Punkte) in Höhe von 2,17 Euro.

Die KVN bietet allen Mitgliedern eine fundierte, neutrale, kostenlose und individuelle Abrechnungsberatung an. Sprechen Sie uns an! Ihre Bezirksstelle vereinbart gerne einen Termin mit Ihnen.


GKV-Umsatzstatistik - Augenärzte konservativ

Für die Fachgruppe der Augenärzte wurden in einer weiteren übersicht die Werte der Honorarstatistik getrennt für Praxen mit rein konservativ tätigen Augenärzten, für rein operativ tätige Augenarztpraxen sowie für Praxen sowohl mit konservativen als auch operierenden Augenärzten ausgewertet. Die Unterscheidung richtet sich hierbei nach der so genannten Strukturpauschale (GOP 06225 EBM), welche ausschließlich konservativ tätige Augenärzte seit dem 1. Quartal 2012 für die Behandlung eines Versicherten als Zuschlag zu den Grundpauschalen des Kapitels 6 abrechnen können.

Umsatzstatistik der Augenärzte

4/2018 im Vergleich zu 4/2017 - GKV-Honorarumsatz einschl. Sachkosten vor Abzug von Betriebskosten und Steuern

Fachgruppenausgezahltes Honorar in EuroFallzahlFallwert in EuroAnzahl der Ärzteausgezahltes Honorar je Arzt in Euro
4/20174/2018Veränd.(%)4/20174/2018Veränd.(%)4/20174/2018Veränd.(%)4/20174/2018Veränd.(%)4/20174/2018Veränd.(%)
12345678910111213141516
Praxis - rein konservativ10.874.284,5110.993.742,791,10 345.506338.504-2,03 31,4732,483,21 217216-0,46 50.111,9150.896,961,57
Praxis - konservativ/operierend22.757.675,4123.859.255,314,84 325.343341.2654,89 69,9569,91-0,06 2412462,07 94.430,1996.988,842,71
Praxis - rein operierend2.900.118,682.773.994,72-4,35 34.95932.098-8,18 82,9686,424,17 2622-15,38 111.543,03126.090,6713,04
Gesamt 36.532.078,6037.626.992,823,00 705.808711.8670,86 51,7652,862,13 484483-0,21 75.479,5077.902,683,21




GKV-Umsatzstatistik - Gesamt


Die nebenstehende Tabelle zeigt als Ergebnis der Arztabrechnung des 4. Quartals 2018 den Honorarumsatz einschließlich Sachkosten vor Abzug von Betriebskosten und Steuern der einzelnen Fachgruppen.

Durch die große Vielfalt der Verrechnungsmöglichkeiten von Honorar in den verschiedensten fachgruppen- und ortsübergreifenden Praxiskonstellationen, Anstellungsverträgen in mehreren Praxen mit nahezu beliebiger Aufteilung der Stundenzahl, Rotation und einem bunten Strauß von begründbaren Ausnahmetatbeständen büßen Fachgruppenwerte generell jedoch immer mehr an Aussagekraft ein.

Die mit +3,75 Prozent gesamt bzw. +3,39 Prozent je Arzt jeweils etwas höheren Honorarsteigerungen im hausärztlichen Versorgungsbereich (Fachärzte: +2,69 gesamt bzw. +2,42 Prozent je Arzt) gehen insbesondere auf Vergütungssteigerungen aus den Bereichen der Hausarztzentrierten Versorgung (HzV), der Schutzimpfungen sowie der Prävention zurück. Der Blick auf den Zweijahresvergleich bestätigt diese Tendenz. Hier ergeben sich Steigerungsraten von +4,03 bzw. +3,54 Prozent für Fachärzte bzw. +5,27 bzw. +4,42 Prozent für Hausärzte.

Die statistisch unterdurchschnittlichen Honorarumsatzentwicklungen je Arzt bei den Kardiologen, den Hämatologen, den Laborärzten, den MKG-Chirurgen und den Urologen gehen insbesondere auf jeweils steigende Arztzahlen zurück. Zusätzlich verstärkt wird dieser Effekt bei den Hämatologen und den Urologen durch den Wegfall der ONkeyLINE-Vergütung.

Der überdurchschnittliche Anstieg des Honorarumsatzes je Arzt bei den Angiologen liegt insbesondere an einer Leistungsmengensteigerung im Bereich des RLV. Auch bei den Anästhesisten stellt neben dem ambulanten Operieren der RLV-Bereich den Hauptgrund für die positive Honorarumsatzentwicklung dar. Der statistische ausgewiesene überdurchschnittliche Honorarumsatzzuwachs je Arzt bei den Internisten ohne Schwerpunkt, den Nervenärzten, den Fachärzten für psychotherapeutische Medizin, den Neurochirurgen sowie den sonstigen Fachärzten gehen insbesondere auf jeweils sinkende Arztzahlen zurück. Bei den Neurochirurgen kommen Leistungsmengensteigerungen im Bereich der Schmerztherapie und bei den Fachärzten für Psychiatrie und Psychotherapie im Bereich der Psychotherapie hinzu.

Spalte (7) der Umsatzstatistik zeigt die weiterhin auffallende beträchtliche Streuung der Fallzahlentwicklung im fachärztlichen Versorgungsbereich.

Umsatzstatistik der Fachgruppen

4/2018 im Vergleich zu 4/2017 - GKV-Honorarumsatz einschl. Sachkosten vor Abzug von Betriebskosten und Steuern

Fachgruppenausgezahltes Honorar in EuroFallzahlFallwert in EuroAnzahl der Ärzteausgezahltes Honorar je Arzt in Euro
4/20174/2018Veränd.(%)4/20174/2018Veränd.(%)4/20174/2018Veränd.(%)4/20174/2018Veränd.(%)4/20174/2018Veränd.(%)
12345678910111213141516
Anästhesisten (01)11.076.452,8811.889.114,867,34 70.52474.3345,40 157,06159,941,83 2362391,27 46.934,1249.745,255,99
Augenärzte (04)36.532.078,6037.626.992,823,00 705.808711.8670,86 51,7652,862,13 484483-0,21 75.479,5077.902,683,21
Chirurgen (07,09,37)20.783.071,5020.676.035,70-0,52 307.674299.114-2,78 67,5569,122,32 312307-1,60 66.612,4167.348,651,11
Gynäkologen (10,12)57.386.801,7258.102.193,901,25 1.295.4261.305.9410,81 44,3044,490,43 9069070,11 63.340,8464.059,751,13
HNO-Ärzte (13,15)21.233.767,8822.154.376,244,34 510.099520.2531,99 41,6342,582,28 3563580,56 59.645,4261.883,733,75
Dermatologen (16)17.208.481,7917.388.027,211,04 465.467468.9940,76 36,9737,080,30 282281-0,35 61.022,9961.879,101,40
Nephrologen (20)51.879.684,5553.333.321,442,80 49.44950.5512,23 1.049,161.055,040,56 1621630,62 320.244,97327.198,292,17
Kardiologen (22)13.528.010,4314.512.421,437,28 190.960200.5325,01 70,8472,372,16 1781906,74 76.000,0676.381,170,50
Lungenärzte (29)8.718.078,309.118.920,564,60 128.713130.0291,02 67,7370,133,54 90900,00 96.867,54101.321,344,60
Gastroenterologen (34)13.030.944,7613.515.560,943,72 124.463127.6822,59 104,70105,851,10 1331340,75 97.977,03100.862,402,94
fachärztl. Internisten (90)10.936.427,2810.624.349,10-2,85 135.887127.805-5,95 80,4883,133,29 121112-7,44 90.383,7094.860,264,95
Hämatologen (92)11.327.319,8211.261.931,73-0,58 58.17061.2415,28 194,73183,90-5,56 87903,45 130.199,08125.132,57-3,89
intern. Rheumatologen (93)5.145.155,965.301.354,083,04 55.49555.5120,03 92,7195,503,01 48480,00 107.190,75110.444,883,04
Angiologen (97)1.585.063,131.710.349,147,90 24.22223.619-2,49 65,4472,4110,65 24240,00 66.044,3071.264,557,90
Laborärzte (26,28)34.720.741,1834.355.564,26-1,05 1.605.8431.556.199-3,09 21,6222,082,13 80833,75 434.009,26413.922,46-4,63
Mund-K.-Gesichtschir. (35)3.823.731,813.921.539,322,56 19.30319.4800,92 198,09201,311,63 1131173,54 33.838,3333.517,43-0,95
Nervenärzte (38)13.586.820,2713.376.806,16-1,55 201.458194.022-3,69 67,4468,942,22 211197-6,64 64.392,5167.902,575,45
Neurologen (95)6.611.417,847.306.671,3210,52 107.840116.5768,10 61,3162,682,23 1101198,18 60.103,8061.400,602,16
Fachärzte für Psychiatrie u.
Psychotherapie (FG 50)8.371.482,618.987.696,607,36 66.25070.1635,91 126,36128,101,38 2282300,88 36.717,0339.076,946,43
Psychother. Medizin (FG 52)3.175.543,333.222.021,101,46 9.98210.0740,92 318,13319,840,54 124117-5,65 25.609,2227.538,647,53
Ki.- u. Ju.psychiater (FG 40)11.829.183,4112.393.213,864,77 37.46039.2664,82 315,78315,62-0,05 1231251,63 96.172,2299.145,713,09
Neurochirurgen (41)2.867.257,433.026.214,665,54 31.88132.0070,40 89,9494,555,13 7169-2,82 40.383,9143.858,188,60 å
Orthopäden (44)27.503.089,7729.038.114,555,58 556.471581.8124,55 49,4249,910,99 4644752,37 59.273,9061.132,873,14
Urologen (56)15.396.145,9415.459.348,150,41 284.471291.5682,49 54,1253,02-2,03 2402441,67 64.150,6163.357,98-1,24
Radiologen (53)
ohne Strahlentherap.33.793.077,9735.091.594,963,84 466.571474.3821,67 72,4373,972,13 2332330,00 145.034,67150.607,703,84
Nuklearmediziner (59)7.226.587,387.370.850,742,00 86.72483.092-4,19 83,3388,716,46 7069-1,43 103.236,96106.823,923,47
Sonstige Ärzte
(47,53-1,63,72,91,94)33.053.760,5834.544.451,674,51 368.012377.7562,65 89,8291,451,81 222219-1,35 148.890,81157.737,225,94
Summe Fachärzte (o. erm.
Ärzte u. Vertragstherap.)482.330.178,12495.309.036,502,69 7.964.6238.003.8710,49 60,5661,882,18 5.7085.7230,26 84.500,7386.547,102,42
hausärztl. Kinderärzte (23)36.747.024,1738.380.945,454,45 579.310581.7660,42 63,4365,974,00 4914930,41 74.841,1977.851,824,02
Allg./Prakt.Ärzte/hausärztl.
Internisten(80)346.493.508,97359.225.351,403,67 4.967.0214.988.2200,43 69,7672,013,23 5.0235.0400,34 68.981,3971.274,873,32
Summe Hausärzte383.240.533,14397.606.296,853,75 5.546.3315.569.9860,43 69,1071,383,30 5.5145.5330,34 69.503,1871.860,893,39
Ermächtigte Ärzte25.468.928,9525.485.406,030,06 215.205216.4610,58 118,35117,74-0,52 1.1451.127-1,57 22.243,6122.613,491,66
Vertragsther. (69,70,71)41.043.525,9643.654.012,666,36 101.430106.1904,69 404,65411,091,59 1.6361.6470,67 25.087,7326.505,175,65
Laborgemeinschaften (25)4.295.050,203.858.572,89-10,16
Summe zugel., erm. Ärzte
und Vertragstherapeuten936.378.216,37965.913.324,933,15 13.827.58913.896.5080,50 67,7269,512,64 14.00314.0300,19 66.869,8368.846,282,96
Nichtvertragsärzte (75,76)10.762.496,4910.707.239,60-0,51 275.739263.903-4,29 39,0340,573,95
Gesamtsumme (aller Ärzte)947.140.712,86976.620.564,533,11 14.103.32814.160.4110,40 67,1668,972,70 14.00314.0300,19 67.638,4169.609,452,91


Verfasser/in:

KVN




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