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nä 05/2019
aktualisiert am: 15.05.2019

 

  Politik

Austausch rund um die Gesundheitsversorgung

Rund 100 Gäste aus Politik und Gesundheitswesen empfing die Ärztekammer Niedersachsen zum Parlamentarischen Abend in Hannover


 


Netzwerken im Sinne der Gesundheitsversorgung - das war auch in diesem Jahr das Anliegen des Parlamentarischen Abends, zu dem die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) am 27. März nach Hannover in das Restaurant Pier 51 am Maschsee geladen hatte. Rund 100 Repräsentanten aus dem Landtag, den Kommunen, Kammern, Hochschulen und Verbänden waren neben Dr. rer. nat. Carola Reimann, der Niedersächsischen Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, und dem Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler gekommen, um die Gelegenheit für einen Austausch zu nutzen. Deshalb stellte Ärztekammerpräsidentin Dr. med. Martina Wenker den Gästen quasi zur Einstimmung in einer launigen Rede die ehrenamtlichen Mitstreiter aus dem ÄKN-Vorstand mit ihrer Expertise vor: Vizepräsidentin Marion Charlotte Renneberg zum Beispiel, die sich als Allgemeinmedizinerin für die Angelegenheiten der MFA genauso einsetze wie für die Interessen der jungen Ärztinnen und Ärzte. Oder Dr. med. Thomas Buck, der sich als Facharzt für Kinderheilkunde für die Themen des Arbeitskreises "Prävention und Umwelt" stark mache.

Netzwerken mit den Gesundheitsfachleuten


Dr. med. Franz Bernhard Ensink, seines Zeichens Facharzt für Anästhesiologie, präsentierte die Präsidentin dagegen als den Ärztekammer-Fachmann für alle Belange "rund ums Geld und ums Bauen". Der Dermatologe Dr. med. Wolfgang Lensing vertrete wiederum die ÄKN in der ständigen Konferenz der Bundesärztekammer für "Gutachterkommissio­nen/Schlichtungsstellen" und habe sich jüngst erst einen Namen mit seinen Beiträgen im "niedersächsischen ärzteblatt" gemacht als Experte für Skabies oder für Wundversorgung, so Wenker. Der Kinder- und Jugendarzt Dr. med. Gisbert Voigt habe sich im Gegenzug unter anderem der Weiterbildung verschrieben und nehme für die ÄKN an einigen Ständigen Konferenzen der Bundesärztekammer teil. Für berufliche Qualifizierung mache sich schließlich auch Jens Wagenknecht, Facharzt für Allgemeinmedizin in Varel, stark: Er betreue nicht nur die Langeooger Fortbildungswochen, sondern auch das Projekt "Land(Er)leben. Medizin Lernen und Leben zwischen Jade und Weser".

Wie sehr andererseits die Parlamentarier den Dialog mit den Spezialisten aus dem Gesundheitswesen schätzen, machte Petra Emmerich-Kopatsch in ihrer Rede deutlich: "Wir haben alles dran gesetzt, um die Tagesordnung durchzukriegen, damit wir es pünktlich hierher schaffen", sagte die Vizepräsidentin des Niedersächsischen Landtags. Die Versorgung mit Fachärzten zum Beispiel in der Fläche zu sichern, ist Emmerich-Kopatsch ein besonderes Anliegen: "Daran wollen wir gemeinsam in der Enquetekommission des Landtags arbeiten." Gesundheitsministerin Reimann nutzte den Moment, um an das von ihr präferierte Projekt IVENA - den webbasierten Interdisziplinären Versorgungsnachweis - zu erinnern, der Rettungsdienst und Krankenhäuser digital miteinander vernetzt. Mit dem digitalen Notfallmanagement, das zum Beispiel in Berlin oder München bereits im Einsatz ist, möchte Reimann die Notfallversorgung in Niedersachsen verbessern und Engpässe künftig verhindern.
Neuigkeiten von den Hochschulstandorten

Wissenschaftsminister Thümler schließlich platzte schier vor Neuigkeiten, als er unter anderem von der geplanten gemeinsamen Neugründung eines Onkologischen Spitzenzentrums durch die Universitätsmedizin Göttingen und die Medizinische Hochschule Hannover berichten konnte: Der überregionale Molekulare Tumorboard im Comprehensive Cancer Center (CCC) wird sich in diesem Jahr um die Anerkennung der Deutschen Krebshilfe bewerben. Thümler, der außerdem noch auf die Neubauvorhaben der beiden Hochschulen und den Ausbau der Medizinstudienplätze in Niedersachsen einging, begrüßte erfreut die Kooperation der beiden niedersächsischen "Leuchttürme der Medizin" zur Versorgung der Krebspatienten auf allerhöchstem Niveau.

Verfasser/in:
Inge Wünnenberg
Redaktion niedersächsisches ärzteblatt




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