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nä 04/2019
aktualisiert am: 15.04.2019

 

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Regresse leicht zu vermeiden

Entspannung bei den Heilmittelbudgets: Das Ausgabevolumen wurde für 2019 und rückwirkend auch für 2018 deutlich ausgeweitet


 



Abb. 1


 
Eine deutliche Entspannung bei den Heilmittelausgaben erwartet die KVN für 2019. Der KVN ist es gelungen, gemeinsam und einheitlich mit den Landesverbänden der Krankenkassen eine Obergrenze für das Ausgabevolumen von Heilmitteln zu vereinbaren, die gegenüber früheren Vereinbarungen deutlich angehoben wurde.

Das Ausgabevolumen wurde für das Jahr 2018 ursprünglich auf 604.490.841,44 Euro festgelegt. Im Rahmen der Verhandlungen für das neue Heilmittelausgabevolumen für das Kalenderjahr 2019 konnte auch retrospektiv eine Anhebung um neun Prozent für 2018 erreicht werden. Das neue Ausgabevolumen für das Jahr 2018 soll nunmehr 656.852.897,00 Euro betragen.

Hintergrund dieser Anhebung ist eine Neubewertung des Anpassungsfaktors "Preisentwicklung", der durch gesetzliche Vorgaben deutlich erhöht wurde. Die weitere Berechnung des Heilmittelausgabevolumens für das Jahr 2019 basiert nunmehr auf der neuen vereinbarten Obergrenze des Jahres 2018. Auch hier konnte eine überproportionale Berücksichtigung des Faktors "Preisentwicklung" erreicht werden. Im Ergebnis steigert sich die Ausgabenobergrenze um 8,56 Prozent auf nunmehr 713.079.504,98 Euro.

Darüber hinaus konnte auch weiterhin vereinbart werden, dass bei kollektiver Einhaltung des Ausgabenvolumens 2018 und 2019 die Durchschnittsprüfung für Heilmittelverordnungen entfällt. Alternativ haben wie bisher alle Mitglieder auch die Möglichkeit, sich dadurch von einer Prüfung zu befreien, dass sie mit ihren Verordnungsausgaben für Heilmittel nicht mehr als 50 Prozent über dem Durchschnitt ihrer Vergleichsgruppe liegen. Neu ist schließlich, dass man ein Regressverfahren auch vermeiden kann, indem man die Anzahl der verordneten Behandlungseinheiten je Behandlungsfall um mindestens ein Prozent reduziert.

Die Chancen, einer Wirtschaftlichkeitsprüfung zu entgehen, stehen damit für Niedersachsens Vertragsärzte außerordentlich gut.

Verfasser/in:

KVN




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