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aktualisiert am: 15.01.2019

 

  Telemedizin & Digita

Mac geht eigene Wege

Einige Apple-Macintosh-Computer im Praxiseinsatz arbeiten nicht mit dem Citrix-Portalserver der KVN zusammen. Abhilfe kann nur vom Hersteller des Systems kommen. Doch es gibt alternative Wege zur KVN


 



Abb. 1


 
Die Computermarke mit dem Apfel hat eine eingeschworene Kult- und Fangemeinde. Apple-Macintosh-Computer gelten als unverwüstlich, ihr Betriebssystem als ausgereift und weitgehend störungsfrei. Kein Wunder, wenn manche Praxisinhaber auch für ihren Praxisbetrieb ganz auf Apple-Geräte setzen. Doch in jüngster Zeit haben eine Reihe von Apple-Usern unter den KVN-Mitglieder Probleme, über ihre "Macs" Zugang zum KVN-Portal zu erhalten.

Das Fehlerbild sieht so aus: Bei der Anmeldung am KVN-Portal baut der Citrix Client eine VPN-Verbindung auf. Der Anwender erhält jedoch einen Seitenladefehler und kommt nicht ins KVN-Portal. Dafür sorgen offenbar Sicherheitseinstellungen des Apple-Betriebssystems, das nach der Installation des Citrix Client nicht auf "erlauben" gesetzt werden kann. Auch eine Citrix-Neuinstallation kann das Problem nicht lösen - denn aufgrund dieser Änderung führt das System routinemäßig einen Neustart durch, bei dem die Einstellung auf "Zugriff erlauben" wieder zurückgesetzt wird. Es blockiert also weiterhin die Nutzung der Clientsoftware.

Dieses Fehlerbild wurde bislang von etwa 30 Praxen in Niedersachsen gemeldet. Es tritt nur bei einigen Mac-OS-Geräten ab Ver. 10.13 auf. Mit allen betroffenen Praxen hat die KVN Kontakt aufgenommen, sich über das weitere Vorgehen abgestimmt und sie über mögliche Zugangsalternativen informiert. Auch auf der KVN-Website sind entsprechende Informationen zum Thema bereitgestellt.

Die Möglichkeit alternativer Zugangswege zum KVN-Portal wurde von den meisten Betroffenen sehr positiv aufgenommen und auch aktiv genutzt. Wer für seine Praxis eine SafeNet-Box-Lösung hat, ist von dem Systemverhalten ohnehin nicht betroffen - hier ist der Zugang zum KVN-Portal jederzeit möglich.

Alternativ lässt sich der Zugang auch über die Telematik-Infrastruktur herstellen. Das VPN-Modul kann man zur Freischaltung für eine KVN-Portalanmeldung ohne Token-Eingabe nutzen. Praxen, die zusätzlich eine VPN Verbindung zu ihrer Praxisinfrastruktur besitzen, können natürlich auch diesen Weg nutzen, um dann über die Praxis und die Telematikinfrastruktur das Portal der KVN zu erreichen.

Die KVN hat das Thema weiterhin im Blick. Die Behebung der Problemursachen liegt jedoch nicht in ihrer Hand. Zuständig dafür ist letztlich der Hersteller des Betriebssystems.

Verfasser/in:

KVN




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Ansprechpartner bei der KVN

Bei Problemen mit dem Zugang zum KVN-Portal wenden Sie sich bitte an die IT- Servicehotline,
Tel. 0800 510 1025,
E-Mail: it-service@kvn.de

Für alle Fragen zur Anbindung an die Telematik-Infrastruktur gibt es die TI-Hotline der KVN, Tel. 0511 380 3536


Vierter Konnektor zugelassen


Ein weiterer Konnektor hat die Zulassung für die Telematikinfrastruktur erhalten. Damit sollte es nun für alle Arzt- und Psychotherapeutenpraxen möglich sein, sich an die TI anbinden zu lassen.

Der Konnektor der Firma secunet Security Networks AG wurde Mitte Dezember von der für den Aufbau und den Betrieb der Telematikinfrastruktur (TI) zuständigen Gesellschaft gematik zugelassen. Damit haben nun alle vier Konnektormodelle, die das Zulassungsverfahren der gematik begonnen haben, nachgewiesen, dass sie für die Anbindung der Praxen geeignet sind. Es ist deshalb davon auszugehen, dass sich nun jede Praxis an die TI anschließen lassen kann.

Neben secunet haben bereits die KoCo Connector GmbH, T-Systems und die Research Industrial Systems Engineering (RISE) GmbH Konnektoren auf den Markt gebracht.

Die Konnektoren-Hersteller arbeiten mit verschiedenen PVS-Anbietern zusammen. Praxen, die bisher noch nicht an die TI angebunden sind, sollten deshalb zunächst mit ihrem PVS-Anbieter Kontakt aufnehmen und nach einem Vorschlag für den TI-Anschluss fragen. Meist wird ihnen dort ein Paket ("Bundle") mit allen notwendigen Komponenten angeboten. Dabei sollte der Preis von den Erstattungspauschalen zur TI gedeckt sein.


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