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nä 11/2018
aktualisiert am: 15.11.2018

 

  Honorar & Verträge

Osterquartal im Vorjahr führt zu Umsatzplus von knapp fünf Prozent

Ergebnisse der Honorarabrechnung 2/2018


 


Die relativ hohen Steigerungsraten im aktuellen Quartal haben ihre Hauptursache in der relativ niedrigen Vergütung (absolut und je Arzt) im Vorjahr. Hier lagen die Osterferien im April statt wie sonst im März. Das schwache Vorjahresquartal 2/2017 bildet auch den Hauptgrund für die höheren Honorarsteigerungen im fachärztlichen im Vergleich zum hausärztlichen Versorgungsbereich. Hausärzte weisen im Gegensatz zu Fachärzten häufiger mehrere Arzt-Patienten-Kontakte pro Quartal auf, sodass sich bei diesen der Effekt der Osterferien 2017 nicht so stark ausgewirkt hatte.

Der ausgeschüttete Gesamthonorarumsatz hat sich in 2/2018 gegenüber dem Vorjahresquartal wie folgt entwickelt:

Insgesamt: +4,8 Prozent
Pro Arzt: +4,6 Prozent
Fachärzte gesamt: +6,1 Prozent
Fachärzte pro Arzt:+6,2 Prozent
Hausärzte gesamt:+2,9 Prozent
Hausärzte pro Arzt:+2,8 Prozent
Fachärzte gesamt: +5,0 Prozent seit 2/2016
Fachärzte pro Arzt:+4,4 Prozent seit 2/2016
Hausärzte gesamt:+4,5 Prozent seit 2/2016
Hausärzte pro Arzt:+4,4 Prozent seit 2/2016


Aktuelle Situation


Der Orientierungswert, aus dem sich letztlich alle Euro-EBM-Preise errechnen, wurde für das Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 1,18 Prozent auf 10,6543 Cent erhöht. Dies entspricht bundesweit einer Erhöhung der Gesamtvergütungen um etwa 438 Millionen Euro. Neben der Erhöhung der Preiskomponente konnte im Hinblick auf die steigende Morbidität mit den niedersächsischen Kassenverbänden auch eine Erhöhung der Mengenkomponente vereinbart werden. Die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV) wurde demnach für 2018 um weitere 0,5487 Prozent gesteigert.

Nach den Honorarverhandlungen mit den gesetzlichen Krankenkassen wurden im Rahmen des "Honorarpakets 2017/2018" für Niedersachsen jeweils 2,5 Mio. Euro als Sonderkontingent zur Förderung der Wegegelder (GOP 40220 bis 40230), der Samstagssprechstunde von Kinderärzten (GOP 01102), der Strukturpauschale für konservativ tätige Augenärzte (GOP 06225) sowie der Zusatzpauschale ösophago-Gastroduodenoskopie (GOP 04511 und 13400) zur Verfügung gestellt. Die GOP der Wegegelder werden dabei linear um 11,43 Prozent erhöht. Die Förderung der restlichen Leistungen erfolgt analog den bisherigen Förderungswürdigen Leistungen, d.h. je nach Verhältnis des zur Verfügung stehenden Volumens zum abgerechneten Leistungsbedarf.

Zum 1. April 2018 wurde das Operationsverfahren der Thulium-Laserresektion der Prostata in den Anhang 2 des EBM aufgenommen. Die Abrechnung des Eingriffs erfolgt wie die für die Holmium-Laserenukleation und Holmium-Laserresektion über die bereits bestehende GOP 36289 sowie dem dazugehörigen Zuschlag (GOP 36290).

Der Einstieg in die psychotherapeutische Versorgung erfolgt seit dem 01.04.2018 verpflichtend für alle Patienten über eine Sprechstunde mit mindestens 50 Minuten. Ausnahmen gibt es für Patienten, die aufgrund einer psychischen Erkrankung in einer stationären Krankenhausbehandlung oder rehabilitativen Behandlung waren. Dies gilt auch, wenn ein Therapeutenwechsel während einer laufenden Therapie erfolgt. Bereits seit April 2017 musste jeder Arzt und jeder Psychotherapeut, der eine Genehmigung zur Abrechnung von Richtlinienpsychotherapie hat, Sprechstunden anbieten.

Der Bewertungsausschuss hat zum 1. April 2018 im Zusammenhang mit der Neufassung der Soziotherapie-Richtlinie und der Rehabilitations-Richtlinie beschlossen, dass nunmehr auch psychologische Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten die Verordnung von Soziotherapie und medizinischer Rehabilitation abrechnen können. Zudem können auch Vertragsärzte die Verordnung einer Reha extrabudgetär vergütet bekommen. Entsprechend erfolgt die Vergütung der Leistungen nach den GOP 01611, 30810 und 30811 EBM für alle abrechnungsberechtigten Vertragsärzte und -psychotherapeuten befristet außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung.

Zum 2. Quartal 2018 erfolgte gemäß entsprechender HVM-Regelung eine Änderung der bisherigen Praxisnetzförderung: Da Fachärzte anders als Haus- und Kinderärzte aufgrund des RLV-Vorjahresquartalsbezugs die bisherige Praxisnetzförderung erst mit einem Zeitverzug von vier Quartalen gewährt bekommen, erhalten sie bis zum Jahresende aus Gleichbehandlungsgründen die Förderung nach der jeweils für sie günstigeren Version.

Laborreform ab 2/2018


Die zunehmende Zahl an Laboruntersuchungen und der Einsatz teurer innovativer Verfahren haben in der vertragsärztlichen Versorgung dazu geführt, dass die Kosten für Laborleistungen deutlich stärker steigen als die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV). Da Laborleistungen aus der MGV finanziert werden, geht dies zulasten der Vergütung anderer Leistungen (RLV und QZV). Mit der Laborreform soll der Kostenanstieg von derzeit rund fünf Prozent jährlich gebremst werden. Es sollen zudem stärkere Anreize für eine wirtschaftliche Veranlassung und Abrechnung von Laboruntersuchungen gesetzt werden. Die Reform besteht aus verschiedenen Regelungskreisen, die in den nächsten Jahren sukzessive umgesetzt werden. Sie ist im April 2018 mit einer grundlegenden Änderung zum Wirtschaftlichkeitsbonus und verschiedenen Mengenbegrenzungsregelungen im HVM gestartet. Die von der KBV bisher vorgegebene so genannte Laborabstaffelungsquote "Q" (91,58 Prozent) entfällt ab 2/2018.

Zur Berechnung des Wirtschaftlichkeitsbonus gibt es jetzt zwei entscheidende Parameter: Die tatsächlich veranlassten und eigenerbrachten Laborkosten der Praxis und die neuen arztgruppenspezifischen begrenzenden Fallwerte. Letztere geben vor, wie hoch die durchschnittlichen Kosten je Behandlungsfall sein dürfen, um den Wirtschaftlichkeitsbonus zu erhalten. Die im EBM aufgeführten arztgruppenspezifischen begrenzenden Fallwerte basieren auf aktuellen Leistungsdaten. In die Berechnung sind alle Laborleistungen eingeflossen, die von der jeweiligen Arztgruppe selbst durchgeführt oder veranlasst wurden. Dabei gibt es für jede Fachgruppe zwei Werte: einen unteren begrenzenden Fallwert - bis zu dem erhalten Ärzte den Bonus in voller Höhe - und einen oberen begrenzenden Fallwert - ab dem erhalten Ärzte keinen Bonus. Liegen die Laborkosten der Praxis zwischen beiden Werten, wird der Bonus anteilig ausgezahlt.

Änderungen gibt es auch bei den Untersuchungsindikationen, die über die so genannten Kennnummern von der Steuerung der wirtschaftlichen Veranlassung und Erbringung durch den Wirtschaftlichkeitsbonus ausgenommen sind. Behandlungsfälle mit einer oder mehreren der aufgeführten Untersuchungsindikationen sind mit der (den) zutreffenden Kennnummer(n) zu kennzeichnen. Für diese Behandlungsfälle bleiben die für die jeweilige Untersuchungsindikation genannten GOP bei der Ermittlung des arztpraxisspezifischen Fallwertes unberücksichtigt. Die Ausnahmekennziffern sind in der Abrechnung der veranlassenden Praxis zu dokumentieren.

Die Mengenbegrenzung der laboratoriumsmedizinischen Leistungen erfolgt ebenfalls mit Wirkung ab dem 01.04.2018 über die Regelungen gemäß HVM Teil B Nr. 16. Demnach werden Individualbudgets jeweils für Laborärzte sowie für so genannte Eigen-Speziallabore anderer Fachgruppen gebildet. Die für letztere bislang angewandte Fallwertmethode und deren Ausnahmen finden keine Anwendung mehr. Die Individualbudgets werden je Arzt ermittelt und ca. einen Monat vor Quartalsbeginn je Praxis schriftlich zugewiesen. Das Individualbudget beträgt 89 Prozent der individuellen Leistungsanforderung im jeweiligen Quartal des Zeitraumes 2/2017 bis 1/2018. Darüber hinausgehende Leistungsanforderungen werden nur zu 35 Prozent vergütet. Je stärker die Leistungsmenge in der Praxis steigt, desto geringer wird somit die Vergütungsquote. Dies sollte zur nachhaltigen Mengenbegrenzung bei den Laborleistungen beitragen. Für Leistungen, die nicht dem Individualbudget unterliegen, gilt künftig eine Quote von 89 Prozent.

Weitere Änderungen zum Vorjahresquartal


Die Gelder für den Einsatz von nichtärztlichen Praxisassistenten (NäPA) in Hausarztpraxen wurden zum 01.01.2018 in die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV) überführt. Nicht verbrauchte Mittel können somit für andere hausärztliche Leistungen verwendet werden.

Seit dem 01.01.2018 erfolgt die Zuordnung der Versicherten der Ersatzkassen zu einer Kassenärztlichen Vereinigung nach dem Wohnortprinzip und damit einheitlich mit den Primärkassen. Zum Ausgleich der dadurch entstehenden Veränderungen im Behandlungsbedarf wird die MGV in Niedersachsen um 0,1 Prozent angehoben.

Die HLA-Antikörperdiagnostik wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2018 zur Weiterentwicklung und Anpassung an den Stand von Wissenschaft und Technik im EBM neu gefasst. Die neu in den EBM aufgenommen Leistungen werden extrabudgetär vergütet.

Ebenfalls zum 1. Januar 2018 wurden für die Erstellung, Aktualisierung und Löschung von Notfalldatensätzen die drei neuen GOP 01640 bis 01642 in den EBM aufgenommen. Sie werden zunächst außerhalb der MGV vergütet.

Seit 1. Januar 2018 werden die ärztlichen Aufwände im Zusammenhang mit der transurethralen Botulinumtoxin-Therapie durch neue GOP abgebildet. Zudem wird eine Sachkostenpauschale in den Abschnitt 40.5 eingeführt. Alle fünf neuen GOP sowie die bestehenden GOP 08311, 26310 und 26311 (Zystoskopien), die in derselben Sitzung mit den GOP 08312 oder 26316 (neue Zuschläge) erbracht werden, werden außerhalb der MGV vergütet.

Nach einer Änderung der Hilfsmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zum 01.01.2018 im Abschnitt C "Hörhilfen" ist jetzt zur überprüfung des Hörhilfenversorgungsergebnisses eine Testung mit dem Freiburger Einsilbertest im Störschall vorgesehen. Der finanzielle Mehrbedarf wird durch eine entsprechende Erhöhung der MGV finanziert. Dazu wurden die RLV der Arztgruppe "Fachärzte für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Fachärzte für Phoniatrie und Pädaudiologie" entsprechend erhöht.

Gesetzlich krankenversicherte Männer ab 65 Jahren haben seit dem 1. Januar 2018 Anspruch auf das Ultraschallscreening zur Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen. Zur Abrechnung des Screenings wurden zwei neue GOP in den EBM aufgenommen. Die Vergütung beider Leistungen erfolgt extrabudgetär.

Mit Wirkung zum 01.01.2018 erfolgte eine Höherbewertung der Leistungen der intravitrealen Medikamenteneingabe, im Rahmen einer entsprechenden Anpassung der GOP 06334, 06335, 31371 bis 31373 und 36371 bis 36373 EBM.
Versicherte mit einer schwerwiegenden Erkrankung haben gemäß § 31 Absatz 6 SGB V unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Versorgung mit Cannabis sowie auf Versorgung mit Arzneimitteln mit den Wirkstoffen Dronabinol oder Nabilon. Der Bewertungsausschuss hat zum 1. Oktober 2017 die neuen GOP 01460, 01461 und 01626 in den EBM aufgenommen. Alle drei GOP werden außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung vergütet.

Mit Wirkung zum 4. Quartal 2017 wurden die telemedizinische und die konventionelle Funktionsanalyse von Schrittmachersystemen nach den Aggregattypen Herzschrittmacher, implantierte Kardioverter/Defibrillatoren und implantierte Systeme zur kardialen Resynchronisationstherapie (CRT-P, CRT-P) differenziert. Hierfür wurden im EBM-Kapitel 4 (Pädiatrie) und 13 (Innere Medizin, Kardiologie) jeweils drei neue GOP für die konventionelle Funktionsanalyse und zwei GOP für die telemedizinische Funktionsanalyse aufgenommen. Zeitgleich wurden die bisherigen GOP gestrichen. Die Vergütung erfolgt - analog zu den bisherigen GOP - innerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung.

Bei der Behandlung von Opiatabhängigen kann eine Substitutionsbehandlung seit 1. Oktober 2017 auch im Rahmen von Hausbesuchen erfolgen, wenn eine chronische Pflegebedürftigkeit vorliegt. Zur Abbildung des Aufwandes bei der Behandlung von Opiatabhängigen im Rahmen der Take Home-Vergabe wurde die GOP 01949 in den EBM aufgenommen. Für die Untersuchung und Beratung eines Patienten im Rahmen des Konsiliariusverfahrens wurde die GOP 01960 eingeführt. Die neuen Leistungen werden außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung vergütet.

Ab dem 4. Quartal 2017 kann die Epilation mittels Lasertechnik bei Mann-zu-Frau-Transsexualismus im Rahmen geschlechtsangleichender Maßnahmen als vertragsärztliche Leistung über den EBM abgerechnet werden. Die Finanzierung erfolgt als extrabudgetäre Einzelleistung.

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2017 wurde die palliativmedizinische Versorgung (Abschnitte 3.2.5 und 4.2.5 EBM) aus der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung ausgedeckelt. Des Weiteren wurde basierend auf dem Hospiz- und Palliativgesetz ein neuer Abschnitt 37.3 für die besonders qualifizierte und koordinierte palliativmedizinische Versorgung in den EBM aufgenommen. Die Vergütung erfolgt extrabudgetär zu festen Preisen.
Der mit 39,4 Prozent größere Anteil extrabudgetärer Leistungen (EBM-entdeckelte Leistungen und Sonderverträge) im fachärztlichen Bereich (Hausärzte: 15,3 Prozent) resultiert insbesondere aus der Tatsache, dass Psychotherapie und Präventionsleistungen dort in höherem Maße sowie Dialysen und ambulante Operationen nahezu ausschließlich erbracht werden. Auch ein großer Teil der neu in den GKV-Leistungskatalog aufgenommenen Leistungen, die oftmals extrabudgetär vergütet werden, sind fachärztliche Leistungen. Bei den Hausärzten kommen noch die HzV-Leistungen hinzu, welche mittlerweile einen Anteil von 3,7 Prozent des hausärztlichen Gesamthonorarumsatzes ausmachen.

Auch bei den Vorab-Leistungen ist der Anteil im fachärztlichen Bereich mit 14,4 Prozent höher als die 10,6 Prozent im hausärztlichen Bereich. Hinzu kommt ein Kosten-Anteil von 1,7 Prozent bei den Fachärzten und 0,1 Prozent bei den Hausärzten.

Leistungen, die sehr aufwändig, aber nicht typisch für alle Ärzte einer Arztgruppe sind, finden sich vorwiegend im Bereich der Qualifikationsgebundenen Zusatzvolumen (QZV) wieder. Da das Aufgabenspektrum innerhalb der fachärztlichen Gruppen wesentlich stärker differenziert und die Abrechnungsbestimmungen des EBM ebenso vielfältig sind, ist der Anteil der QZV-Leistungen bei Fachärzten mit 15,2 Prozent höher als bei den Hausärzten mit 6,3 Prozent, die im Wesentlichen Pauschalen aus dem RLV-Bereich abrechnen.
Feste Punktwerte / Orientierungswert
Für alle entdeckelten Leistungsbereiche, Vorab-Leistungen sowie RLV/QZV-Leistungen bis zur individuell mitgeteilten diesbezüglichen Budgetobergrenze wird ein fester Punktwert in Höhe von 10,6543 Cent gezahlt. In Berufsausübungsgemeinschaften/MVZ werden die individuellen RLV und QZV der Ärzte summiert, wodurch u. a. Arbeitsspitzen und Urlaube besser aufgefangen werden können. Etwa 33,8 Prozent des im 2. Quartal 2018 ausgeschütteten Gesamthonorarvolumens wird von den Kassen als Einzelleistung ohne Mengenbegrenzung gezahlt.

Die gewichtigsten extrabudgetären Bereiche sind
- Dialysesachkosten mit 5,7 Prozent,
- ambulanten Operationen mit 5,4 Prozent,
- Prävention (ohne Schutzimpfungen) mit 5,0 Prozent und
- Psychotherapie mit 4,9 Prozent Honoraranteil.
Besonders dynamisch entwickelten sich im 2. Quartal 2018 insbesondere die Schutzimpfungen mit 13,6 Prozent Steigerung zum Vorjahresquartal, das Mammographie-Screening (+12,7 Prozent), die Psychotherapie (+12,0 Prozent), das Hautkrebs-Screening (+10,9 Prozent), die Prävention (+10,0 Prozent) sowie die relativ neuen Leistungen zur Stärkung von Pflegeheimversorgung und Palliativversorgung (EBM-Kapitel 37). Leichte Rückgänge gab es hingegen im Bereich der Sachkosten (-1,8 Prozent) und der belegärztlichen Leistungen (-1,2 Prozent).

Einzelleistungsvergütung ist im Vergleich zur Gesamtvergütung nur so lange vorteilhaft wie die Leistungsmenge steigt. Bei sinkender Leistungsmenge zeigt hingegen das (Gesamt-) Budget seine Stärke.

Ausschöpfungsgrade von RLV und QZV

Die RLV-/QZV-Ausschöpfungsgrade (jeweils inklusive der genehmigten Praxisbesonderheiten) fallen in den beiden Versorgungsbereichen weiterhin recht unterschiedlich aus. So wurde im fachärztlichen Bereich das mitgeteilte RLV/QZV-Vergütungsvolumen in 2/2018 um durchschnittlich 22,1 Prozent überschritten, wohingegen Haus- und Kinderärzte hier im Durchschnitt betrachtet nur eine überschreitung von 0,8 Prozent aufweisen. Diese Zahlen sind statistische Durchschnittswerte. Sie errechnen sich aus einer Vielzahl von Einzel- und Gemeinschaftspraxen, die aus EBM-bedingten, praxisspezifischen, regionalen und/oder morbiditätsbedingten, aber teilweise auch aus arztindividuellen Gründen ihr RLV/QZV teilweise sehr stark über- oder unterschritten haben. Im Einzelfall bieten die KVN-Bezirksstellen hier jedem Arzt eine individuelle Beratung an, um bereits im Vorfeld Möglichkeiten eines wirtschaftlicheren Praxisangebots zu eruieren.

RLV-Ausschöpfungsgrad nach Fachgruppen


AGArztgruppenbezeichnungAusschöpfungsgrad in %
01-0 AllgeFachärzte für Innere und Allgemeinmedizin, Allgemeinmedizin,
 Praktische Ärzte, Fachärzte für Innere Medizin, die dem
 hausärztlichen Versorgungsbereich angehören100,3%
02-0 KindeFachärzte für Kinder- und Jugendmedizin, die dem
 hausärztlichen Versorgungsbereich angehören105,3%
Summe Hausärzte100,8%
13-0 AnästFachärzte für Anästhesiologie96,2%
14-0 AugenFachärzte für Augenheilkunde139,4%
15-0 ChiruFachärzte für Chirurgie, für Kinderchirurgie, für
 Plastische Chirurgie, für Herzchirurgie110,7%
50-0 NeuChFachärzte für Neurochirurgie120,5%
16-0 FraueFachärzte für Frauenheilkunde117,0%
17-0 KünstFachärzte für Frauenheilkunde mit fakultativer WB
 Endokrinologie und Reproduktionsmedizin und den
 abgerechneten GONRn 08541 - 08561121,0%
18-0 HNO-ÄFachärzte für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde122,8%
19-0 DermaFachärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten106,8%
21-0 IntFAFachärzte für Innere Medizin ohne Schwerpunkt, die dem
 fachärztlichen Versorgungsbereich angehören94,1%
22-0 AngioFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Angiologie135,5%
25-0 GastrFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Gastroenterologie108,8%
26-0 HämatFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Hämato-/Onkologie109,3%
27-0 KardiFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Kardiologie154,7%
28-0 InvasFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Kardiologie und invasiver Tätigkeit
 und abgerechneter GONR 34291117,5%
29-0 PneumFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Pneumologie130,8%
30-0 RheumFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Rheumatologie156,2%
61-0 NephrFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Nephrologie129,8%
31-0 KiPsyFachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und
 -psychotherapie100,8%
32-0 MKGesFachärzte für Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie172,0%
33-0 NerveFachärzte für Nervenheilkunde/Neurologie105,2%
35-0 NukleFachärzte für Nuklearmedizin162,2%
36-0 OrthoFachärzte für Orthopädie117,1%
39-0 Psy30Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie mit einem
 Anteil an Leistungen der Richtlinien-Psychotherapie
 nach Kapitel 35.2 des EBM im Vorjahresquartal von
 mehr als 30 %71,7%
43-0 RadioFachärzte für Diagnostische Radiologie 148,0%
47-0 UroloFachärzte für Urologie119,9%
48-0 PhyReFachärzte für Physikalisch-Rehabilitative Medizin140,9%
Summe Fachärzte122,1%
Gesamtergebnis110,5%


Abstaffelungsquote


Seit dem 1. Januar 2009 erfolgt die Vergütung der vertragsärztlichen Leistungen grundsätzlich nach den festen Preisen der regionalen Gebührenordnung. Der Preis errechnet sich dabei aus der Multiplikation der Punktzahl der EBM-Leistung mit dem gültigen Punktwert. Dieser im Voraus vereinbarte feste Preis wird allerdings nur für unbudgetierte/freie Leistungen gezahlt.

Für die das Gesamtvolumen aus RLV und QZV überschreiten­den Leistungen kann hingegen nur ein abgestaffelter Preis vergütet werden. Dieser ist im fachärztlichen Bereich von der Summe aller individuellen Budgetüberschreitungen im Versorgungs­bereich und im hausärztlichen Bereich von der Summe aller individuellen Budgetüberschreitungen in der jeweiligen Arztgruppe (Hausärzte / Kinderärzte) abhängig. Diese so genannte Abstaffelungsquote beläuft sich für das 2. Quartal 2018 im fachärztlichen Bereich auf ca. 10,7 Prozent (Vorjahresquartal 9,5 Prozent) des Euro-EBM-Werts, im hausärztlichen Bereich beträgt sie für Hausärzte ca. 79,8 Prozent und für Kinderärzte ca. 32,7 Prozent (Vorjahresquartal 75,8 bzw. 53,4 Prozent).
Fallzahlzuwachsbegrenzung (FZZB)
Eine FZZB war für 2/2018 im hausärztlichen Versorgungsbereich aufgrund der jeweils unter der Grenze von plus fünf Prozent liegenden Fallzahlentwicklung im Vergleich zum Vorjahresquartal sowohl bei den Allgemeinmedizinern (+0,2 Prozent) als auch bei den Kinderärzten (+2,8 Prozent) nicht erforderlich. Auch im fachärztlichen Versorgungsbereich war für das 2. Quartal 2018 (hier werden die Fallzahlveränderungen des Vor-Vorjahresquartals zum Vorjahresquartal zu Grunde gelegt) keine FZZB notwendig.

Zuschläge für besonders förderungswürdige Leistungen

In Umsetzung der Honorarvereinbarung 2018 stellen die Krankenkassen der KVN zur Refinanzierung der genehmigten Praxisbesonderheiten sowie zur Zahlung von Zuschlägen für besonders förderungswürdige Leistungen ein Sonderkontingent in Höhe von jährlich insgesamt ca. 20,7 Mio. Euro zur Verfügung. Die sich für das 2. Quartal 2018 ergebenden Punktwertzuschläge für Haus- und Fachärzte sind der nachfolgenden übersicht zu entnehmen.

LeistungsbereichHausärzteFachärzte
Besuche1,00002,5741
Dringende Besuche1,00002,5741
ESWL1,00001,0000
Gespräche und Betreuungsleistungen1,00001,0000
MRT Mamma1,00001,0000
Naevi flammei1,00001,0000
Gruppentherapien1,00002,5741
Psychiatrische Leistungen bei Kindern
und Jugendlichen1,00002,5741
Samstagssprechstunde von Kinderärzten1,8865./.
Strukturpauschale für konservativ
tätige Augenärzte./.0,3270
Zusatzpauschale ösophago-
Gastroduodenoskopie0,32700,3270


Ausschüttung aus der übergangsregelung zur Delegationsassistenz


Die Ausschüttung der aus der übergangsregelung zur Delegationsassistenz verbliebenen Finanzmittel in Höhe von ca. 1,7 Mio. Euro erfolgt ebenfalls über entsprechende Punktwertzuschläge. Der sich für das 2. Quartal 2018 ergebende Zuschlag beläuft sich auf 1,9127 Cent je Punkt. Hieraus resultiert somit ein Aufschlag auf die GOP 03062 EBM (166 Punkte) in Höhe von 3,18 Euro bzw. auf die GOP 03063 EBM (122 Punkte) in Höhe von 2,33 Euro.

Die KVN bietet allen Mitgliedern eine fundierte, neutrale, kostenlose und individuelle Abrechnungsberatung an. Sprechen Sie uns an! Ihre Bezirksstelle vereinbart gerne einen Termin mit Ihnen.

GKV-Umsatzstatistik - Gesamt


Die nebenstehende Tabelle zeigt als Ergebnis der Arztabrechnung des 2. Quartals 2018 den Honorarumsatz einschließlich Sachkosten vor Abzug von Betriebskosten und Steuern der einzelnen Fachgruppen.

Durch die große Vielfalt der Verrechnungsmöglichkeiten von Honorar in den verschiedensten fachgruppen- und ortsübergreifenden Praxiskonstellationen, Anstellungsverträgen in mehreren Praxen mit nahezu beliebiger Aufteilung der Stundenzahl, Rotation und einem bunten Strauß von begründbaren Ausnahmetatbeständen büßen Fachgruppenwerte generell jedoch immer mehr an Aussagekraft ein.
Der Rückgang des Honorarumsatzes je Arzt bei den ermächtigten Ärzten (-0,88 Prozent) beruht auf einem entsprechenden Rückgang der erbrachten Leistungen insbesondere im Bereich der Strahlentherapie und des Labors. Die relativ niedrigen Steigerungsraten bei den Nephrologen (+2,67 Prozent) und den Laborärzten (+2,97 Prozent) ergeben sich aus einer nur moderaten Steigerung von Dialysesachkosten bzw. Laborleistungen. Beide Fachgruppen haben zudem (fast) keine Honoraranteile aus den Bereichen RLV bzw. QZV und konnten somit nicht an der diesbezüglichen positiven Entwicklung in 2/2018 partizipieren. Die statistisch ebenfalls unterdurchschnittliche Entwicklung bei den Hämatologen (+1,01 Prozent) ist auf eine steigende Arztzahl (+3,57 Prozent) zurückzuführen.

Der überdurchschnittliche Anstieg des Honorarumsatzes je Arzt bei den Dermatologen und Gastroenterologen mit jeweils +9,63 Prozent liegt insbesondere an einer Fallzahl- und Leistungsmengensteigerung im Bereich des RLV und der ambulanten Operationen. Die Steigerungen bei den Angiologen (+10,57 Prozent) sowie den Neurochirurgen (+13,34 Prozent) resultieren ebenfalls vorwiegend aus erhöhten RLV-Vergütungen sowie aus einem Arztzahlrückgang bei den Neurochirurgen (-2,82 Prozent). Der Arztzahlrückgang um -4,76 Prozent spielt auch bei den Fachärzten für psychotherapeutische Medizin eine wichtige Rolle als Erklärung für den statistisch ausgewiesenen überproportionalen Honorarumsatzzuwachs (+9,78 Prozent). Bei den Radiologen beruht die Steigerung (+9,91 Prozent) dagegen hauptsächlich auf einer erhöhten Fallzahl- und Leistungsanforderung aus den Bereichen MRT, CT sowie Mammographie-Screening. Der überdurchschnittliche Anstieg des Honorarumsatzes bei den Fachärzten für Psychiatrie und Psychotherapie (+9,05 Prozent) wie auch der Vertragstherapeuten (+8,97 Prozent) resultiert aufgrund der stark zeitgebundenen Leistungen insbesondere aus der beschriebenen Lage der Osterferien im Vorjahresquartal.

Spalte (7) der Umsatzstatistik zeigt die weiterhin auffallende beträchtliche Streuung der Fallzahlentwicklung im fachärztlichen Versorgungsbereich.

Umsatzstatistik der Fachgruppen

2/2018 im Vergleich zu 2/2017 - GKV-Honorarumsatz einschl. Sachkosten vor Abzug von Betriebskosten und Steuern

Fachgruppenausgezahltes Honorar in EuroFallzahlFallwert in EuroAnzahl der Ärzteausgezahltes Honorar je Arzt in Euro
2/20172/2018Veränd.(%)2/20172/2018Veränd.(%)2/20172/2018Veränd.(%)2/20172/2018Veränd.(%)2/20172/2018Veränd.(%)
12345678910111213141516
Anästhesisten (01)11.352.468,8412.135.826,796,90 72.45676.3065,31 156,68159,041,51 2342402,56 48.514,8250.565,944,23
Augenärzte (04)37.410.395,5940.707.423,628,81 713.101740.0393,78 52,4655,014,86 4844860,41 77.294,2183.760,138,37
Chirurgen (07,09,37)21.746.083,4721.955.264,920,96 326.503322.599-1,20 66,6068,062,19 316304-3,80 68.816,7272.221,274,95
Gynäkologen (10,12)59.116.399,3661.894.792,574,70 1.290.4631.334.1773,39 45,8146,391,27 908906-0,22 65.106,1768.316,554,93
HNO-Ärzte (13,15)22.503.255,1724.307.484,328,02 531.326550.6733,64 42,3544,144,23 3583590,28 62.858,2567.708,877,72
Dermatologen (16)17.931.068,9619.726.686,9910,01 481.574499.8903,80 37,2339,465,99 2822830,35 63.585,3569.705,619,63
Nephrologen (20)51.433.873,5352.808.336,942,67 48.52150.2833,63 1.060,031.050,22-0,93 1621620,00 317.493,05325.977,392,67
Kardiologen (22)14.220.111,2215.177.596,416,73 193.215201.6414,36 73,6075,272,27 1801821,11 79.000,6283.393,395,56
Lungenärzte (29)9.020.067,659.561.808,686,01 129.965135.3604,15 69,4070,641,79 90900,00 100.222,97106.242,326,01
Gastroenterologen (34)12.835.144,0613.859.653,197,98 123.364128.5464,20 104,04107,823,63 133131-1,50 96.504,84105.798,889,63
fachärztl. Internisten (90)10.728.277,8011.234.557,614,72 134.303134.275-0,02 79,8883,674,74 121117-3,31 88.663,4596.021,868,30
Hämatologen (92)11.121.435,2011.635.242,154,62 57.13861.7518,07 194,64188,42-3,20 84873,57 132.398,04133.738,421,01
intern. Rheumatologen (93)5.146.418,625.303.414,633,05 55.24155.137-0,19 93,1696,193,25 4846-4,17 107.217,05115.291,627,53
Angiologen (97)1.667.842,331.844.145,5910,57 24.94425.4452,01 66,8672,488,41 24240,00 69.493,4376.839,4010,57
Laborärzte (26,28)34.219.554,5034.796.113,801,68 1.574.3301.569.030-0,34 21,7422,182,02 8079-1,25 427.744,43440.457,142,97
Mund-K.-Gesichtschir. (35)3.891.527,264.178.070,007,36 19.18320.1675,13 202,86207,172,12 1151160,87 33.839,3736.017,846,44
Nervenärzte (38)13.947.722,0214.127.171,961,29 204.525200.587-1,93 68,2070,433,27 214203-5,14 65.176,2769.591,986,78
Neurologen (95)6.631.534,697.496.983,7413,05 107.008117.1359,46 61,9764,003,28 1081156,48 61.403,1065.191,166,17
Fachärzte für Psychiatrie u.
Psychotherapie (FG 50)8.316.233,089.069.107,089,05 66.10970.8777,21 125,80127,961,72 2312310,00 36.001,0139.260,209,05
Psychother. Medizin (FG 52)3.146.911,453.290.201,974,55 9.8549.9741,22 319,35329,883,30 126120-4,76 24.975,4927.418,359,78
Ki.- und Ju.psychiat. (FG 40)11.849.978,3812.845.317,858,40 37.94640.0905,65 312,29320,412,60 1221230,82 97.130,97104.433,487,52
Neurochirurgen (41)2.702.134,302.976.380,0410,15 31.84232.3421,57 84,8692,038,45 7169-2,82 38.058,2343.135,9413,34
Orthopäden (44)28.192.960,9431.053.282,9910,15 561.650598.8106,62 50,2051,863,31 4554713,52 61.962,5565.930,546,40
Urologen (56)15.331.480,9216.452.462,587,31 280.851292.2454,06 54,5956,303,13 2412420,41 63.616,1067.985,386,87
Radiologen (53)
ohne Strahlentherap.34.519.971,8237.776.550,779,43 463.806491.5795,99 74,4376,853,25 231230-0,43 149.437,11164.245,879,91
Nuklearmediziner (59)7.441.039,037.662.957,672,98 89.04988.443-0,68 83,5686,643,69 7170-1,41 104.803,37109.470,824,45
Sonstige Ärzte
(47,53-1,63,72,91,94)32.048.301,1734.488.611,207,61 367.077386.3545,25 87,3189,272,24 2202200,00 145.674,10156.766,417,61
Summe Fachärzte (ohne
erm. Ä. u. Vertragstherap.)488.472.191,36518.365.446,066,12 7.995.3448.233.7552,98 61,0962,963,06 5.7095.706-0,05 85.561,7890.845,686,18
hausärztl. Kinderärzte (23)36.628.276,6438.165.048,604,20 547.286560.2022,36 66,9368,131,79 4894920,61 74.904,4577.571,243,56
Allg./Prakt.Ärzte/hausärztl.
Internisten(80)341.434.624,18350.992.088,072,80 4.799.3534.814.8740,32 71,1472,902,47 5.0055.0090,08 68.218,7170.072,292,72
Summe Hausärzte378.062.900,82389.157.136,672,93 5.346.6395.375.0760,53 70,7172,402,39 5.4945.5010,13 68.813,7870.742,982,80
Ermächtigte Ärzte26.068.832,5825.502.430,57-2,17 215.734222.2913,04 120,84114,73-5,06 1.1461.131-1,31 22.747,6722.548,57-0,88
Vertragstherap. (69,70,71)41.082.076,2945.512.289,5710,78 98.811105.5656,84 415,76431,133,70 1.6181.6451,67 25.390,6527.667,058,97
Laborgemeinschaften (25)4.428.543,034.120.972,62-6,95
Summe zugel., erm. Ärzte
und Vertragstherapeuten938.114.544,08982.658.275,494,75 13.656.52813.936.6872,05 68,6970,512,65 13.96713.9830,11 67.166,5070.275,214,63
Nichtvertragsärzte (75,76)11.604.076,7612.134.807,844,57 301.910304.3330,80 38,4439,873,72
Gesamtsumme (aller Ärzte)949.718.620,84994.793.083,334,75 13.958.43814.241.0202,02 68,0469,852,66 13.96713.9830,11 67.997,3271.143,044,63



Umsatzstatistik der Augenärzte

2/2018 im Vergleich zu 2/2017 - GKV-Honorarumsatz einschl. Sachkosten vor Abzug von Betriebskosten und Steuern

Fachgruppenausgezahltes Honorar in EuroFallzahlFallwert in EuroAnzahl der Ärzteausgezahltes Honorar je Arzt in Euro
2/20172/2018Veränd.(%)2/20172/2018Veränd.(%)2/20172/2018Veränd.(%)2/20172/2018Veränd.(%)2/20172/2018Veränd.(%)
12345678910111213141516
Praxis - rein konservativ10.977.312,9311.889.894,388,31 347.579358.9033,26 31,5833,134,91 220217-1,36 49.896,8854.792,149,81
Praxis - konservativ/operierend23.211.355,5825.965.673,2111,87 328.266348.1596,06 70,7174,585,47 2392473,35 97.118,64105.124,188,24
Praxis - rein operierend3.221.727,082.851.856,03-11,48 37.25632.977-11,49 86,4886,480,00 2623-11,54 123.912,58123.993,740,07
Gesamt 37.410.395,5940.707.423,628,81 713.101740.0393,78 52,4655,014,86 4844860,41 77.294,2183.760,138,37


Verfasser/in:

KVN




inhalt 11/ 18
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anzeigenaufgabe
leserbrief
umfragen
archiv
 



Die wichtigsten Änderungen zum Vorjahresquartal auf einen Blick:


- Anhebung des EBM-Orientierungswertes um +1,18 Prozent auf 10,6543 Cent ab 1/2018,
- MGV-Steigerung zur Berücksichtigung der Veränderung der Morbiditätsstruktur um +0,5487 Prozent ab 1/2018,
- Umsetzung der ersten Stufe der Laborreform ab 2/2018,
- Aufnahme der Thulium-Laserresektion der Prostata ab 2/2018,
- Einstieg in psychotherapeutische Versorgung verpflichtend über Sprechstunde ab 2/2018,
- Verordnungsmöglichkeit von Soziotherapie und medizinischer Rehabilitation auch für Vertragstherapeuten sowie Entbudgetierung für alle Leistungserbringer ab 2/2018,
- Umstellung der Praxisnetzförderung ab 2/2018,
- überführung des Finanzvolumens für den Einsatz von nichtärztlichen Praxisassistenten (NäPA) in Hausarztpraxen in die MGV ab 1/2018,
- Umstellung der Ersatzkassen auf das Wohnortprinzip ab 1/2018,
- überarbeitung der HLA-Antikörperdiagnostik ab 1/2018,
- Einführung des Notfalldatenmanagements ab 1/2018,
- Aufnahme der transurethralen Botulinumtoxin-Therapie ab 1/2018,
- Höherbewertung der Leistungen im Rahmen der Hörgeräteversorgung ab 1/2018,
- Einführung des Screenings zur Früherkennung von Bauch­aortenaneurysmen ab 1/2018,
- Höherbewertung der intravitrealen Medikamenteneingabe ab 1/2018,
- Erweiterungen der Substitutionsbehandlung ab 4/2017,
- Aufnahme der medizinischen Versorgung mit Cannabis ab 4/2017,
- Neustrukturierung der telemedizinischen und konventionellen Funktionsanalyse von Schrittmachersystemen ab 4/2017,
- Einführung der Laser-Epilation bei Mann-zu-Frau-Transsexualismus ab 4/2017,
- Ausweitung der ambulanten Palliativversorgung durch Haus- und Fachärzte ab 4/2017,
- Erweiterung der Zuschläge für besonders förderungswürdige Leistungen ab 3/2017,
- Ausschüttung der verbliebenen Finanzmittel aus der übergangsregelung zur Delegationsassistenz in 3/2017 bis 4/2018,
- Einführung des Screenings auf angeborene Herzfehler mittels Pulsoxymetrie ab 3/2017,
- Hausbesuche von nichtärztlichen Praxisassistenten (NäPA) in Facharztpraxen ab 3/2017,
- Neustrukturierung und teilweise Höherbewertung des EBM-Abschnitts 35.2 im Kontext der neuen Vergütungssystematik für Gruppentherapien ab 3/2017.

Praxisbesonderheiten

Praxisbesonderheiten ergeben sich aus einem besonderen Versorgungsauftrag oder einer besonderen, für die Versorgung bedeutsamen fachlichen Spezialisierung und zusätzlich einer um mindestens 20 Prozent über der jeweiligen Zuweisung aus RLV und QZV liegenden Anforderung auf den Fällen mit Praxisbesonderheit. Die Bedeutung der Praxisbesonderheiten nimmt - insbesondere im fachärztlichen Versorgungsbereich - weiter stetig zu. So beläuft sich für 2/2018 der auf Praxisbesonderheiten entfallende Anteil am zugewiesenen RLV-/QZV-Budget der Fachärzte auf durchschnittlich 8,1 Prozent. Im hausärztlichen Versorgungsbereich machen Praxisbesonderheiten im Durchschnitt nur etwa 0,7 Prozent des budgetierten Gesamtvolumens aus (Hausärzte: 0,4 Prozent / Kinderärzte: 3,6 Prozent).

Um eine Doppelförderung desselben Falles einerseits im Rahmen der Stärkung der Grundversorgung durch PFG bzw. hausärztliche Zusatzpauschale (PHG) sowie andererseits als Praxisbesonderheit auszuschließen, werden bei PFG/PHG-berechtigten und als Praxisbesonderheit gekennzeichneten Fällen die diesbezüglichen PFG-QZV-Zuweisungen bzw. der EBM-Wert der PHG (GOP 03040/04040 EBM) auf die Höhe der Praxisbesonderheit angerechnet. Damit ist eine klare Trennung der Förderung zwischen Grund- und Spezialversorgung gewährleistet.

Als Arztgruppen mit dem höchsten Honoraranteil an Praxisbesonderheiten sind insbesondere Anästhesisten, Neurochirurgen, Hämato-/Onkologen sowie Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie zu nennen, bei denen der diesbezügliche Anteil in 2/2018 zwischen 35 und 55 Prozent liegt. Das zur Vergütung der Praxisbesonderheiten notwendige Honorarvolumen wird - neben den im Rahmen der Zuschläge für besonders förderungswürdige Leistungen hierfür von den Krankenkassen zusätzlich zur Verfügung gestellten Mitteln - durch Vorweg-Abzug bei den Fachärzten aus dem Versorgungsbereich bzw. im hausärztlichen Versorgungsbereich aus dem jeweiligen Arztgruppentopf aufgebracht.


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