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aktualisiert am: 17.09.2018

 

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KBV hält an besserer Vergütung für Hausbesuche fest


 


Die Aufwertung von ärztlichen Hausbesuchen ist aus Sicht der KBV dringend geboten. Es sei fast schon skandalös, wie schlecht Hausbesuche bezahlt würden, kritisierte der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Stephan Hofmeister kürzlich in einem KV-on-Interview.

Hausbesuche sind Hofmeister zufolge "ein ganz wichtiges Versorgungsinstrument". Sie seien allerdings sehr aufwändig, nicht zuletzt wegen der Fahrtzeiten. Damit solche Hausbesuche "unter wirtschaftlichen Aspekten überhaupt wahrgenommen werden können", sei eine kostendeckende Vergütung erforderlich, betonte Hofmeister und verwies darauf, dass im Referentenentwurf für das Terminservice- und Versorgungsgesetz ausdrücklich betont werde, wie wichtig Hausbesuche für Patienten seien, die eine Arztpraxis aus medizinischen Gründen nicht mehr aufsuchen könnten.

Alternativen sind rar


Angesichts dessen, dass Ärzte knapp werden, müsse "natürlich bei jedem Hausbesuch sehr sorgfältig überlegt werden, ob er medizinisch erforderlich" sei, räumte der KBV-Vize, selbst Hausarzt, ein.

Entlastung erfahren Ärzte teilweise durch nichtärztliche Praxisassistenten oder Praxismitarbeiter, die Hausbesuche übernehmen. Dies sei gut und notwendig, aber in bestimmten Fällen keine Alternative, betonte Hofmeister. "Wenn der Arzt medizinisch erforderlich ist, dann ist dieser Besuch durch niemanden zu ersetzen." Auch die Videosprechstunde ersetze keinen Hausbesuch, fügte er hinzu. Diese sei lediglich "ein weiteres Instrument für den Kontakt zwischen Arzt, Praxis und Patient".

Kassen zahlen rund 23 Euro für Hausbesuch


Die KBV hatte bei den Honorarverhandlungen eine deutlich bessere Vergütung von Hausbesuchen gefordert. Der GKV-Spitzenverband lehnte einen entsprechenden Beschlussantrag ab. Nun soll im Zuge der EBM-Weiterentwicklung über eine höhere Vergütung von Hausbesuchen verhandelt werden. Für den am häufigsten abgerechneten Besuch (GOP 01410) zahlen die Krankenkassen aktuell 22,59 Euro.

Verfasser/in:

KBV




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