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aktualisiert am: 15.08.2018

 

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Leben retten durch rasches, richtiges Handeln

„Klug entscheiden-Empfehlungen“ der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V. für die Notaufnahme


 

Lungenentzündung, schwere Infektionen und Lungenembolie, aber auch akuter Brustschmerz sind häufige Gründe, die Notaufnahme im Krankenhaus aufzusuchen. Jede Verzögerung bei Diagnose und Therapie kann die überlebenschancen der Patienten nachhaltig verschlechtern. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) hat daher die "Klug-entscheiden-Empfehlungen" (KEE) für die Notfallambulanz herausgegeben. Diese sollen eine zielgerichtete Therapie pragmatisch unterstützen. Dabei gilt es auch, Unter- und überversorgung des Patienten zu vermeiden.

Lungenentzündungen gehören zu den häufigsten Diagnosen in der Notaufnahme. Den KEE für die Notfallambulanz folgend soll die Therapie den drei Formen der Erkrankung - je nachdem, ob außerhalb, im Krankenhaus oder aufgrund einer Immunschwäche erworben, angepasst werden. Pati­enten mit schwerer ambulant erworbener Pneumonie etwa sollen demnach sofort, noch vor Vorliegen des genauen beteiligten Erregerspektrums, eine intravenöse Therapie mit einer Kombination verschiedener Breitspektrumantibiotika erhalten. Diese deckt weitgehend alle typischen an dem Infekt beteiligten Bakterien ab. "Bis zu 30 Prozent der Patienten mit einer ambulant erworbenen Pneumonie sterben an dieser Pneumonieform. Für das überleben entscheidend ist deshalb der frühzeitige Beginn der antibiotischen Therapie", erläutert Professor Dr. med. Claus Vogelmeier, Direktor der Klinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Pneumologie, Intensiv- und Schlafmedizin der Philipps-Universität Marburg und Vorsitzender der DGIM 2018/2019, die Empfehlung.

Weitere KEE für die Notaufnahme betreffen das Vorgehen bei Atemnot, akutem Brustschmerz oder die Stufendiagnostik bei Verdacht auf Lungenembolie.

"Gerade in der Notfallmedizin ist es sehr schwer, aktuelles Leitlinien-Wissen aus allen Fachbereichen stets parat zu haben", sagt Professor Dr. med. Gerd Hasenfuß aus Göttingen, Sonderbeauftragter der DGIM für die Themen Digitale Medizin und "Klug entscheiden". Schließlich umfasse das Leistungsspektrum hier das gesamte Gebiet der Inneren Medizin. "Die neuen KEE sollen in der Notaufnahme tätige Ärztinnen und Ärzte bei ihrer verantwortungsvollen Arbeit im Hinblick auf die richtige Behandlung bei internistischen Erkrankungen unterstützen", sagt Professor Hasenfuß, der federführend bei der Erstellung dieser KEE war.

Verfasser/in:
Stephanie Aue
Pressestelle der ÄKN




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Mehr über KEE und alle aktuellen Empfehlungen der DGIM finden Interessierte unter: http://www.klug-entscheiden.com


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