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aktualisiert am: 15.08.2018

 

  Praxis & Versorgung

Neuerscheinungen


 


Das Kreuz mit dem Rücken


Hamel, Michael, Marion Heinrich, Kay Niemier, Ulf Marnitz (Hrsg.): Rückenschmerzen therapieren: Von der multimodalen Idee zur interdisziplinären Lösung. Walter de Gruyter; Berlin/Boston 2018 , 299 Seiten, 79,95 Euro

Die praktische Gestaltung der multi-modalen interdisziplinären Schmerztherapie (MMST) bei Diagnostik und Therapie von Rückenschmerzen steht im Zentrum dieses Werkes. Multi-modale interdisziplinäre Schmerztherapie (MMST) ist der Goldstandard in der Behandlung von Patienten mit chronischen Rückenschmerzen. MMST ist in der Behandlung von Patienten mit chronischen und subakuten Rückenschmerzen effektiv. Dies trifft für die Arbeitsunfähigkeit, Schmerzen, ökonomische sowie psychosoziale Parameter zu. Als multimodale inter-disziplinäre Schmerztherapie wird die gleichzeitige, inhaltlich, zeitlich und in der Vorgehensweise aufeinander abgestimmte umfassende Behandlung von Patienten mit chronifizierten Schmerzsyndromen bezeichnet, in die verschiedene somatische, körperlich übende, psychologisch übende und psychotherapeutische Verfahren nach vorgegebenen Behandlungsplan mit identischem, unter den Therapeuten abgesprochenem Therapieziel eingebunden sind. Dabei ermöglicht eine interdisziplinäre Diagnostik ein ganzheitliches Bild und bereitet die Behandlung vor. Gegenseitiger Respekt, Aufklärung und der Aufbau einer positiven Erwartungshaltung im Verhältnis von Arzt und Patienten können bereits therapeutisch wirksam werden. Für die Behandler untereinander besteht die Herausforderung in der Abstimmung und gegenseitigen Einordnung der Relevanz unterschiedlicher Faktoren. Der Erfolg einer Behandlung wird wesentlich mitbestimmt von der Realisierung unspezifischer Wirkfaktoren, auch wenn spezifische Behandlungsmethoden angewendet werden - so etwa Transparenz, Hilfe zur Selbsthilfe, eine ganzheitliche Betrachtungsweise und ein individualisiertes Vorgehen in einem standardisierten Setting, die Schulung der interozeptiven Wahrnehmung, die Zielorientierung und das Prinzip der kleinen Schritte. Abschließend reflektiert das Buch die wissenschaftliche Datenlage der MMST. Ein informatives und hilfreiches Werk zum Verständnis der MMST, ihrer Intention und praktischen Relevanz.

Neue Fortbildung zu Saxagliptin bei Diabetes mellitus Typ 2


Im Fortbildungsportal der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) können sich Vertragsärzte ab sofort auch zu dem Antidiabetikum Saxagliptin fortbilden. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Der Wirkstoff ist seit 2009 zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle bei Erwachsenen mit Diabetes mellitus Typ 2 auf dem Markt, seit 2012 zusätzlich in einer Kombination mit Metformin. Ein Zusatznutzen für Saxagliptin und Saxagliptin/Metformin ist allerdings nicht belegt.
Die neue CME-Fortbildung basiert auf der Publikation "Wirkstoff AKTUELL", die die KBV in Zusammenarbeit mit der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) herausgibt. Die aktuelle Ausgabe zu Saxagliptin lag dem Deutschen Ärzteblatt (Ausgabe A, Heft 27/28 vom 9. Juli 2018) bei und kann auf den Internetseiten der KBV und der AkdÄ heruntergeladen werden. Nach dem Lesen von "Wirkstoff AKTUELL" können Vertragsärzte im Fortbildungsportal der KBV zehn Multiple-Choice-Fragen zu Saxagliptin beantworten. Bei mindestens sieben richtigen Antworten erhalten sie zwei CME-Punkte. Diese werden auf Wunsch des Arztes elektronisch an die zuständige Ärztekammer übermittelt und dem Fortbildungskonto gutgeschrieben.

EBM: Online-Ausgabe für das dritte Quartal ist online


Die aktualisierte Online-Version des EBM steht bereit. Sie berücksichtigt alle Neuerungen, die seit Beginn des dritten Quartals gelten, zum Beispiel im Bereich Labordiagnostik, ferner unter anderem das erweiterte Leistungsspektrum zur Erregeridentifizierung und Empfindlichkeitsprüfung beispielsweise bei Gastroenteritiden und Harnwegsinfekten.
Eine übersicht mit allen Änderungen finden Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten unter
http://www.kbv.de/html/ebm.php.

Der EBM steht auch als PDF-Dokument zum Download zur Verfügung - entweder als Gesamtfassung oder für einzelne Arztgruppen. In der App KBV2GO! und im Sicheren Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen (SNK) wird der EBM in Kürze aktualisiert. Im SNK bietet er eine komfortable Suchfunktion, einen integrierten Anhang 2 und weitere Extras, zum Beispiel einen Quartalsvergleich.

Praxisinformation zur Verordnung einer Krankenbeförderung


Die KBV hat ihre Praxisinformation zur Verordnung einer Krankenbeförderung aktualisiert. Dabei wurde darauf geachtet, die komplexen Vorgaben noch verständlicher darzustellen. Dabei geht es zunächst um die Frage: Verordnung - ja oder nein? Ärzte und Psychotherapeuten erfahren hierbei einige Faustregeln. Generell ist vom Gesetzgeber nicht vorgesehen, dass die Krankenkassen die Kosten für Krankenbeförderungen zu einer ambulanten Behandlung übernehmen. Dies gilt beispielsweise auch für eine Heimfahrt nach einer ambulanten Operation. Das SGB V und die Krankentransport-Richtlinie lassen nur wenige Ausnahmen zu, beispielsweise wenn Patienten einen hohen Pflegebedarf haben. Die Ausnahmefälle werden in der Praxisinformation vorgestellt.

Die dreiseitige Praxisinformation steht im PDF-Format bereit und kann unter dem Link
http://www.kbv.de/media/sp/Praxisinformation_Krankenbefoerderung.pdf
kostenlos heruntergeladen werden.

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