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nä 08/2018
aktualisiert am: 15.08.2018

 

  Honorar & Verträge

Neues Jahr startet mit 2,2 Prozent Honorarumsatzsteigerung

Ergebnisse der Honorarabrechnung 1/2018


 


Mit gut zwei Prozent Honorarwachstum bei knapp 0,5 Prozent Fallzahlzuwachs setzt sich der Trend eines moderaten Realwachstums aus dem vergangenen Jahr im ersten Quartal 2018 für die niedersächsischen Vertragsärzte fort.

Der ausgeschüttete Gesamthonorarumsatz hat sich in 1/2018 gegenüber dem Vorjahresquartal wie folgt entwickelt:

Insgesamt:+2,2 Prozent
Pro Arzt:+1,7 Prozent
Fachärzte gesamt: +1,9 Prozent
Fachärzte pro Arzt:+1,8 Prozent
Hausärzte gesamt:+2,5 Prozent
Hausärzte pro Arzt:+2,0 Prozent
Fachärzte gesamt: +6,8 Prozent seit 1/2016
Fachärzte pro Arzt:+5,7 Prozent seit 1/2016
Hausärzte gesamt:+6,4 Prozent seit 1/2016
Hausärzte pro Arzt:+6,0 Prozent seit 1/2016


Die wichtigsten Änderungen zum Vorjahresquartal auf einen Blick:


- Anhebung des EBM-Orientierungswertes um +1,18 Prozent auf 10,6543 Cent ab 1/2018,
- MGV-Steigerung zur Berücksichtigung der Veränderung der Morbiditätsstruktur um +0,5487 Prozent ab 1/2018,
- überführung des kompletten Finanzvolumens für den Einsatz von nichtärztlichen Praxisassistenten (NäPA) in Hausarztpraxen in die MGV ab 1/2018,
- Umstellung der Ersatzkassen auf das Wohnortprinzip ab 1/2018,
- überarbeitung der HLA-Antikörperdiagnostik ab 1/2018,
- Einführung des Notfalldatenmanagements ab 1/2018,
- Aufnahme der transurethralen Botulinumtoxin-Therapie ab 1/2018,
- Höherbewertung der Leistungen im Rahmen der Hörgeräteversorgung ab 1/2018,
- Einführung des Screenings zur Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen ab 1/2018,
- Höherbewertung der intravitrealen Medikamenteneingabe ab 1/2018,
- Erweiterungen der Substitutionsbehandlung ab 4/2017,
- Aufnahme der medizinischen Versorgung mit Cannabis ab 4/2017,
- Neustrukturierung der telemedizinischen und konventionellen Funktionsanalyse von Schrittmachersystemen ab 4/2017,
- Einführung der Epilation mittels Lasertechnik bei Mann-zu-Frau-Transsexualismus ab 4/2017,
- Ausweitung der ambulanten Palliativversorgung durch Haus- und Fachärzte ab 4/2017,
- Erweiterung der Zuschläge für besonders förderungswürdige Leistungen ab 3/2017,
- Ausschüttung der verbliebenen Finanzmittel aus der übergangsregelung zur Delegationsassistenz in 3/2017 bis 4/2018,
- Einführung des Screenings auf angeborene Herzfehler mittels Pulsoxymetrie ab 3/2017,
- Hausbesuche von nichtärztlichen Praxisassistenten (NäPA) in Facharztpraxen ab 3/2017,
- Neustrukturierung und teilweise Höherbewertung des EBM-Abschnitts 35.2 im Kontext der neuen Vergütungssystematik für Gruppentherapien ab 3/2017,
- Einführung von psychotherapeutischer Sprechstunde und Akutbehandlung ab 2/2017,
- quantitativer immunologischer Test zum Nachweis von fäkalem occultem Blut im Stuhl (iFOBT) ersetzt den Guajak-basierten Test (gFOBT) ab 2/2017,
- Einführung der Videosprechstunde ab 2/2017,
- Aufnahme von Leistungen zur Selbstanwendung eines Real-Time-Messgeräts zur kontinuierlichen interstitiellen Glukosemessung (rtCGM) ab 2/2017,
- Einführung einer Versorgungspauschale "Kindernephrologie" ab 2/2017,
- Aufnahme der telekonsiliarischen Befundbeurteilung von Röntgen- und/oder CT-Aufnahmen ab 2/2017 und
- Einführung von Schweregradzuschlägen und einer Abklärungspauschale im Notfall- bzw. Bereitschaftsdienst ab 2/2017.




Aktuelle Situation


Der Orientierungswert, aus dem sich letztlich alle Euro-EBM-Preise errechnen, wurde für das Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 1,18 Prozent auf 10,6543 Cent erhöht. Dies entspricht bundesweit einer Erhöhung der Gesamtvergütungen um etwa 438 Millionen Euro. Neben der Erhöhung der Preiskomponente konnte im Hinblick auf die steigende Morbidität mit den niedersächsischen Kassenverbänden auch eine Erhöhung der Mengenkomponente vereinbart werden. Die morbi­ditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV) wurde demnach für 2018 um weitere 0,5487 Prozent gesteigert.

Im Rahmen des "Honorarpakets 2017/2018" für Niedersachsen stellen die Krankenkassen der KVN mit jeweils 2,5 Mio. Euro ein Sonderkontingent zur Förderung der Wegegelder (GOP 40220 bis 40230), der Samstagssprechstunde von Kinderärzten (GOP 01102), der Strukturpauschale für konservativ tätige Augenärzte (GOP 06225) sowie der Zusatzpauschale ösophago-Gastroduodenoskopie (GOP 04511 und 13400) zur Verfügung. Die GOP der Wegegelder werden dabei linear um 11,43 Prozent erhöht. Die Förderung der restlichen Leistungen erfolgt je nach Verhältnis des zur Verfügung stehenden Volumens zum abgerechneten Leistungsbedarf.

Die Gelder für den Einsatz von nichtärztlichen Praxisassistenten (NäPA) in Hausarztpraxen wurden zum 01.01.2018 in die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV) überführt. Nicht verbrauchte Mittel können somit für andere hausärztliche Leistungen verwendet werden. Hintergrund ist, dass das seit 2015 für die Leistungen von qualifizierten nichtärztlichen Praxisassistenten zur Verfügung stehende Finanzvolumen von jährlich rund 118 Millionen Euro bundesweit nicht voll ausgeschöpft wurde. Ein Teil des Geldes ist somit bei den Krankenkassen verblieben, da die Vergütung bisher extrabudgetär erfolgte.

Seit dem 01.01.2018 erfolgt die Zuordnung der Versicherten der Ersatzkassen zu einer Kassenärztlichen Vereinigung nach dem Wohnortprinzip und damit einheitlich mit den Primärkassen. Zum Ausgleich der dadurch entstehenden Veränderungen im Behandlungsbedarf wird die MGV in Niedersachsen um 0,1 Prozent angehoben.

Die HLA-Antikörperdiagnostik wurde mit Wirkung zum
1. Januar 2018 zur Weiterentwicklung und Anpassung an den Stand von Wissenschaft und Technik im EBM neu gefasst. Die bisherige Gebührenordnungsposition 32530 zum Nachweis von zytotoxischen Antikörpern gegen HLA-Antigene wird als Leistung nach der Gebührenordnungsposition 32915 im Abschnitt 32.3.15.1 als transplantationsvorbereitende Untersuchung und nach der Gebührenordnungsposition 32939 im Abschnitt 32.3.15.2 als allgemeine immungenetische Untersuchung fortgeführt. In die Abschnitte 32.3.15.1 und 32.3.15.2 wurden zudem weitere neue Leistungen mit aufgenommen, darunter Untersuchungen zum Nachweis und zur Spezifizierung von Antikörpern gegen HPA-Antigene. Die Vergütung erfolgt extrabudgetär.

Ebenfalls zum 1. Januar 2018 wurden für die Erstellung, Aktualisierung und Löschung von Notfalldatensätzen die drei neuen GOP 01640 bis 01642 in den EBM aufgenommen.Diese sind nur berechnungsfähig, sofern die Vertragsarztpraxis an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen ist und die technischen Voraussetzungen zur Nutzung der Anwendung Notfalldatenmanagement vorliegen. Alle drei GOP werden zunächst außerhalb der MGV vergütet.

Der Bewertungsausschuss hat zum 1. Januar 2018 jeweils zwei neue GOP in das gynäkologische und urologische Kapitel aufgenommen. Damit sollen die ärztlichen Aufwände im Zusammenhang mit der transurethralen Botulinumtoxin-Therapie abgebildet werden. Zudem wird eine Sachkostenpauschale in den Abschnitt 40.5 eingeführt. Alle fünf neuen GOP sowie die bestehenden GOP 08311, 26310 und 26311 (Zystoskopien), die in derselben Sitzung mit den GOP 08312 oder 26316 (neue Zuschläge) erbracht werden, werden außerhalb der MGV vergütet.

Mit Wirkung zum 01.01.2018 wurden die Leistungen im Rahmen der Hörgeräteversorgung im EBM höher bewertet. Durch die Testung mit dem Freiburger Einsilbertest im Störschall werden die Diagnostik vor der Hörgeräteverordnung und die erste Nachuntersuchung sowie das Nachsorgen nach der Verordnung von Hörgeräten umfassender und zeitaufwändiger. Der finanzielle Mehrbedarf wird durch eine entsprechende Erhöhung der MGV finanziert. Um diesen erhöhten Leistungsbedarf der betroffenen Ärzte abzubilden, wurden die RLV der Arztgruppe "Fachärzte für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Fachärzte für Phoniatrie und Pädaudiologie" entsprechend erhöht.

Gesetzlich krankenversicherte Männer ab 65 Jahren haben seit dem 1. Januar 2018 Anspruch auf das Ultraschallscreening zur Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen. Zur Abrechnung des Screenings wurden zwei neue GOP in den EBM aufgenommen. Die ärztliche Aufklärung zum Screening und die Ausgabe der Versicherteninformation an den Patienten werden mit 6,07 Euro vergütet, die Abrechnung der Leistung erfolgt mit der GOP 01747 (57 Punkte). Für die sonographische Untersuchung der Bauchaorta ist die GOP 01748 berechnungsfähig. Die Untersuchung wird mit 15,77 Euro (148 Punkte) honoriert. Die Vergütung beider Leistungen erfolgt extrabudgetär.

Mit Wirkung zum 01.01.2018 erfolgte eine Höherbewertung der Leistungen der intravitrealen Medikamenteneingabe, im Rahmen einer entsprechenden Anpassung der GOP 06334, 06335, 31371 bis 31373 und 36371 bis 36373 EBM.

Weitere Änderungen zum Vorjahresquartal


Versicherte mit einer schwerwiegenden Erkrankung haben gemäß § 31 Absatz 6 SGB V unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Versorgung mit Cannabis sowie auf Versorgung mit Arzneimitteln mit den Wirkstoffen Dronabinol oder Nabilon. Der Bewertungsausschuss hat dafür zum 1. Oktober 2017 die neuen GOP 01460, 01461 und 01626 in den EBM aufgenommen. Alle drei GOP werden außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung vergütet.

Mit Wirkung zum 4. Quartal 2017 wurden im EBM-Kapitel 4 (Pädiatrie) und 13 (Innere Medizin, Kardiologie) jeweils drei neue GOP für die konventionelle Funktionsanalyse und zwei GOP für die telemedizinische Funktionsanalyse von Schrittmachersystemen aufgenommen. Zeitgleich wurden die bisherigen GOP gestrichen. Die Vergütung erfolgt - analog zu den bisherigen GOP - innerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung.

Bei der Behandlung von Opiatabhängigen kann eine Substitutionsbehandlung nun auch im Rahmen von Hausbesuchen erfolgen, wenn eine chronische Pflegebedürftigkeit vorliegt, die eine Substitutionsbehandlung in der Arztpraxis nicht zulässt. Für die Take Home-Vergabe wurde ferner die GOP 01949 in den EBM aufgenommen. Neu ist auch die GOP 01960 für die Untersuchung und Beratung eines Patienten im Rahmen des Konsiliariusverfahrens. Die neuen Leistungen werden außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung vergütet.

Die Epilation mittels Lasertechnik kann ab dem Quartal 4/2017 bei Mann-zu-Frau-Transsexualismus im Rahmen geschlechtsangleichender Maßnahmen als vertragsärztliche Leistungen über den EBM abgerechnet werden. Insgesamt wurden vier neue GOP in den EBM-Abschnitt 2.3 (Kleinchirurgische Eingriffe, Allgemeine therapeutische Leistungen) aufgenommen. Die Finanzierung erfolgt zunächst als extrabudgetäre Einzelleistung.

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2017 wurde die palliativmedizinische Versorgung (Abschnitte 3.2.5 und 4.2.5 EBM) aus der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung ausgedeckelt. Des Weiteren wurde basierend auf dem Hospiz- und Palliativgesetz ein neuer Abschnitt 37.3 für die besonders qualifizierte und koordinierte palliativmedizinische Versorgung gemäß Anlage 30 zum Bundesmantelvertrag Ärzte in den EBM aufgenommen. Die Vergütung erfolgt extrabudgetär zu festen Preisen.

Die verbliebenen Finanzmittel der übergangsregelung zur Delegationsassistenz aus der Honorarvereinbarung des Jahres 2014 in Höhe von ca. 1,7 Mio. Euro werden zu je einem Sechstel in den Quartalen 3/2017 bis 4/2018 zur Förderung der ärztlich angeordneten Hilfeleistungen anderer Personen (GOP 03062 und 03063) im Rahmen eines diesbezüglichen Zuschlags zur Honorarauszahlung gebracht.

Für das Screening auf kritische angeborene Herzfehler mittels Pulsoxymetrie, das der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in die Kinder-Richtlinie aufgenommen hat, wurden zum 1. Juli 2017 zwei neue GOP 01702 und 01703 in den EBM-Abschnitt 1.7.1 aufgenommen. Sie entsprechen in Struktur und Bewertung den Leistungen für das Neugeborenen-Hörscreening. Die Vergütung erfolgt extrabudgetär.

Seit 3/2017 können nichtärztliche Praxisassistenten (NäPA) in Facharztpraxen auch Hausbesuche durchführen. Bislang war deren Tätigkeit auf Besuche in Heimen beschränkt. Dazu wurden zum 1. Juli 2017 im Kapitel 38 "Delegationsfähige Leistungen" die GOP 38202 und für die Betreuung eines weiteren Patienten die GOP 38207 aufgenommen. Die neuen GOP werden extrabudgetär vergütet und sind nur von Fachärzten berechnungsfähig.

Mit Wirkung zum 01.07.2017 hat der Bewertungsausschuss basierend auf der neuen Psychotherapie-Richtlinie die Einführung von neuen Leistungen und die Neustrukturierung des EBM-Abschnitts 35.2 im Kontext der neuen Vergütungssystematik für Gruppentherapien beschlossen. Im Ergebnis steigt das Honorar für Gruppentherapien - je nach Gruppenstärke unterschiedlich - um etwa 20 Prozent.

Mit der psychotherapeutischen Sprechstunde, der Akutbehandlung und der Rezidivprophylaxe gibt es seit dem
1. April 2017 neue Behandlungsoptionen. Die neuen Leistungen werden in gleicher Höhe vergütet wie die GOP der Richtlinien-Psychotherapie (Kapitel 35.2 EBM).

Haus- und Fachärzte, die den neuen quantitativen immunologischen Test zum Nachweis von fäkalem occultem Blut im Stuhl (iFOBT) im Rahmen der Darmkrebsfrüherkennung ausgeben, erhalten seit dem 2. Quartal 2017 sechs Euro pro Patient (GOP 01737 EBM). Für den bisherigen Guajak-basierten Test gab es inklusive der Auswertung 2,63 Euro (GOP 01734 EBM).

Die Videosprechstunde wurde zum 01.04.2017 für definierte Fachgruppen in den EBM aufgenommen. Sie wird als Form des "anderen Arzt-Patienten-Kontaktes" definiert.

Aufteilung des ausgezahlten Honorars nach Leistungsbereichen
Der mit 40,0 Prozent größere Anteil extrabudgetärer Leistungen (EBM-entdeckelte Leistungen und Sonderverträge) im fachärztlichen Bereich (Hausärzte: 14,8 Prozent) resultiert insbesondere aus der Tatsache, dass Psychotherapie und Präventionsleistungen dort in höherem Maße sowie Dialysen und ambulante Operationen nahezu ausschließlich erbracht werden. Auch ein großer Teil der neu in den GKV-Leistungskatalog aufgenommenen Leistungen, die oftmals extrabudgetär vergütet werden, sind fachärztliche Leistungen. Bei den Hausärzten kommen noch die HzV-Leistungen hinzu, welche mittlerweile einen Anteil von 3,6 Prozent des hausärztlichen Gesamthonorarumsatzes ausmachen.

Auch bei den Vorab-Leistungen ist der Anteil im fachärztlichen Bereich mit 15,2 Prozent höher als die 11,3 Prozent im hausärztlichen Bereich. Hier hat sich der Anteil der Hausärzte jedoch durch die Einführung der neuen Leistungsbereiche Geriatrie und Sozialpädiatrie im Rahmen der Weiterentwicklung des Hausarzt-EBM merklich erhöht. Hinzu kommt ein Kosten-Anteil von 1,8 Prozent bei den Fachärzten und 0,1 Prozent bei den Hausärzten.

Leistungen, die sehr aufwändig, aber nicht typisch für alle Ärzte einer Arztgruppe sind, finden sich vorwiegend im Be­reich der Qualifikationsgebundenen Zusatzvolumen (QZV) wieder. Da das Aufgabenspektrum innerhalb der fachärztlichen Gruppen wesentlich stärker differenziert ist und die Abrechnungsbestimmungen des EBM ebenso vielfältig sind, ist der Anteil der QZV-Leistungen bei Fachärzten mit 14,6 Prozent höher als bei den Hausärzten mit 6,0 Prozent, die im Wesentlichen Pauschalen aus dem RLV-Bereich abrechnen.
Ausschöpfungsgrade von RLV und QZV
Die RLV-/QZV-Ausschöpfungsgrade (jeweils inklusive der genehmigten Praxisbesonderheiten) fallen in den beiden Versorgungsbereichen weiterhin recht unterschiedlich aus. So wurde im fachärztlichen Bereich das mitgeteilte RLV/QZV-Vergütungsvolumen in 1/2018 um durchschnittlich 28,1 Prozent überschritten, wohingegen Haus- und Kinderärzte hier im Durchschnitt betrachtet nur eine überschreitung von 8,3 Prozent aufweisen. Diese Zahlen sind statistische Durchschnittswerte. Sie errechnen sich aus einer Vielzahl von Einzel- und Gemeinschaftspraxen, die aus EBM-bedingten, praxisspezifischen, regionalen und/oder morbiditätsbedingten aber teilweise auch aus arztindividuellen Gründen ihr RLV/QZV teilweise sehr stark über- oder unterschritten haben. Im Einzelfall bieten die KVN-Bezirksstellen hier jedem Arzt eine individuelle Beratung an, um bereits im Vorfeld Möglichkeiten eines wirtschaftlicheren Praxisangebots zu eruieren.

RLV-/QZV-Ausschöpfungsgrad nach Arztgruppen
(über- und Unterschreitungen wurden auf Arztgruppenebene saldiert)


AGArztgruppenbezeichnungAusschöpfungsgrad in %
01-0 AllgeFachärzte für Innere und Allgemeinmedizin, Allgemeinmedizin,
  Praktische Ärzte, Fachärzte für Innere Medizin,
 die dem hausärztlichen Versorgungsbereich angehören108,2%
02-0 KindeFachärzte für Kinder- und Jugendmedizin, die dem
 hausärztlichen Versorgungsbereich angehören108,8%
Summe Hausärzte108,3%
13-0 AnästFachärzte für Anästhesiologie98,5%
14-0 AugenFachärzte für Augenheilkunde143,2%
15-0 ChiruFachärzte für Chirurgie, für Kinderchirurgie,
 für Plastische Chirurgie, für Herzchirurgie115,7%
50-0 NeuChFachärzte für Neurochirurgie129,5%
16-0 FraueFachärzte für Frauenheilkunde121,9%
17-0 KünstFachärzte für Frauenheilkunde mit fakultativer WB
 Endokrinologie und Reproduktionsmedizin und den
 abgerechneten GONRn 08541 - 08561145,1%
18-0 HNO-ÄFachärzte für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde125,8%
19-0 DermaFachärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten114,5%
21-0 IntFAFachärzte für Innere Medizin ohne Schwerpunkt, die dem
 fachärztlichen Versorgungsbereich angehören100,9%
22-0 AngioFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Angiologie140,1%
25-0 GastrFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Gastroenterologie114,0%
26-0 HämatFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Hämato-/Onkologie109,6%
27-0 KardiFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Kardiologie162,5%
28-0 InvasFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Kardiologie und invasiver Tätigkeit
 und abgerechneter GONR 34291131,9%
29-0 PneumFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Pneumologie133,0%
30-0 RheumFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Rheumatologie167,9%
61-0 NephrFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Nephrologie134,1%
31-0 KiPsyFachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und
 -psychotherapie102,6%
32-0 MKGesFachärzte für Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie179,4%
33-0 NerveFachärzte für Nervenheilkunde/Neurologie110,1%
35-0 NukleFachärzte für Nuklearmedizin173,6%
36-0 OrthoFachärzte für Orthopädie121,1%
39-0 Psy30Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie mit
 einem Anteil an Leistungen der Richtlinien-Psychotherapie
 nach Kapitel 35.2 des EBM im Vorjahresquartal von
 mehr als 30 %73,6%
43-0 RadioFachärzte für Diagnostische Radiologie 162,7%
47-0 UroloFachärzte für Urologie123,7%
48-0 PhyReFachärzte für Physikalisch-Rehabilitative Medizin154,9%
Summe Fachärzte128,1%
Gesamtergebnis117,0%


Feste Punktwerte / Orientierungswert


Für alle entdeckelten Leistungsbereiche, Vorab-Leistungen sowie RLV/QZV-Leistungen bis zur individuell mitgeteilten diesbezüglichen Budgetobergrenze wird ein fester Punktwert in Höhe von 10,6543 Cent gezahlt. In Berufsausübungsgemeinschaften/MVZ werden die individuellen RLV und QZV der Ärzte summiert, wodurch u. a. Arbeitsspitzen und Urlaube besser aufgefangen werden können. Etwa 33,7 Prozent des im 1. Quartal 2018 ausgeschütteten Gesamthonorarvolumens wird von den Kassen als Einzelleistung ohne Mengenbegrenzung gezahlt.
Die gewichtigsten extrabudgetären Bereiche sind
- Dialysesachkosten mit 5,7 Prozent,
- ambulanten Operationen mit 5,4 Prozent,
- Prävention (ohne Schutzimpfungen) mit 5,1 Prozent und
- Psychotherapie mit 4,7 Prozent Honoraranteil.

Besonders dynamisch entwickelten sich im 1. Quartal 2018 insbesondere die Psychotherapie mit 7,4 Prozent Steigerung zum Vorjahresquartal, die Hausarztzentrierte Versorgung (+7,1 Prozent) sowie die relativ neuen Leistungen zur Stärkung von Pflegeheimversorgung und Palliativversorgung (EBM-Kapitel 37) bzw. Delegation (EBM-Kapitel 38). Stärkere Rückgänge gab es hingegen im Bereich der belegärztlichen Leistungen (-11,1 Prozent) und des Mammographie-Screenings (-6,0 Prozent).

Einzelleistungsvergütung ist im Vergleich zur Gesamtvergütung nur so lange vorteilhaft wie die Leistungsmenge steigt. Bei sinkender Leistungsmenge zeigt hingegen das (Gesamt-) Budget seine Stärke.


Abstaffelungsquote

Seit dem 1. Januar 2009 erfolgt die Vergütung der vertragsärztlichen Leistungen grundsätzlich nach den festen Preisen der regionalen Gebührenordnung. Der Preis errechnet sich dabei aus der Multiplikation der Punktzahl der EBM-Leistung mit dem gültigen Punktwert. Dieser im Voraus vereinbarte feste Preis wird allerdings nur für unbudgetierte/freie Leistungen gezahlt.

Für die das Gesamtvolumen aus RLV und QZV überschreitenden Leistungen kann hingegen nur ein abgestaffelter Preis vergütet werden. Dieser ist im fachärztlichen Bereich von der Summe aller individuellen Budgetüberschreitungen im Versorgungsbereich und im hausärztlichen Bereich von der Summe aller individuellen Budgetüberschreitungen in der jeweiligen Arztgruppe abhängig. Diese so genannte Abstaffelungsquote beläuft sich für das 1. Quartal 2018 im fachärztlichen Bereich auf ca. 8,5 Prozent (Vorjahresquartal 6,6 Prozent) des Euro-EBM-Werts, im hausärztlichen Bereich beträgt sie für Hausärzte ca. 24,6 Prozent und für Kinderärzte ca. 21,4 Prozent (Vorjahresquartal 26,0 bzw. 22,7 Prozent).
Fallzahlzuwachsbegrenzung (FZZB)

Eine FZZB war für 1/2018 im hausärztlichen Versorgungsbereich aufgrund der jeweils unter der Grenze von plus fünf Prozent liegenden Fallzahlentwicklung im Vergleich zum Vorjahresquartal sowohl bei den Allgemeinmedizinern (+2,7 Prozent) als auch bei den Kinderärzten (+4,8 Prozent) nicht erforderlich. Im fachärztlichen Versorgungsbereich war für das 1. Quartal 2018 (hier werden die Fallzahlveränderungen des Vor-Vorjahresquartals zum Vorjahresquartal zu Grunde gelegt) eine FZZB bei insgesamt 18 Arztgruppen notwendig.

Zuschläge für besonders förderungswürdige Leistungen


In Umsetzung der Honorarvereinbarung stellen die Krankenkassen der KVN zur Refinanzierung der genehmigten Praxisbesonderheiten sowie zur Zahlung von Zuschlägen für besonders förderungswürdige Leistungen ein Sonderkontingent in Höhe von jährlich insgesamt ca. 20,7 Mio. Euro zur Verfügung. Die sich für das 1. Quartal 2018 ergebenden Punktwertzuschläge für Haus- und Fachärzte sind der nachfolgenden übersicht zu entnehmen.

LeistungsbereichHausärzteFachärzte
Besuche1,00002,1800
Dringende Besuche1,00002,1800
ESWL1,00001,0000
Gespräche und Betreuungsleistungen1,00001,0000
MRT Mamma1,00001,0000
Naevi flammei1,00001,0000
Gruppentherapien1,00002,1800
Psychiatrische Leistungen bei Kindern
und Jugendlichen1,00002,1800
Samstagssprechstunde von Kinderärzten1,1105./.
Strukturpauschale für konservativ tätige
Augenärzte./.0,3236
Zusatzpauschale ösophago-
Gastroduodenoskopie0,32360,3236


Ausschüttung aus der übergangsregelung zur Delegationsassistenz

Die Ausschüttung der aus der übergangsregelung zur Delegationsassistenz verbliebenen Finanzmittel in Höhe von ca. 1,7 Mio. Euro erfolgt ebenfalls über entsprechende Punktwertzuschläge. Der sich für das 1. Quartal 2018 ergebende Zuschlag beläuft sich auf 1,8999 Cent je Punkt. Hieraus resultiert somit ein Aufschlag auf die GOP 03062 EBM (166 Punkte) in Höhe von 3,15 Euro bzw. auf die GOP 03063 EBM (122 Punkte) in Höhe von 2,32 Euro.

Die KVN bietet allen Mitgliedern eine fundierte, neutrale, kostenlose und individuelle Abrechnungsberatung an. Sprechen Sie uns an! Ihre Bezirksstelle vereinbart gerne einen Termin mit Ihnen.

GKV-Umsatzstatistik - Gesamt


Die nebenstehende Tabelle zeigt als Ergebnis der Arztabrechnung des 1. Quartals 2018 den Honorarumsatz einschließlich Sachkosten vor Abzug von Betriebskosten und Steuern der einzelnen Fachgruppen.

Durch die große Vielfalt der Verrechnungsmöglichkeiten von Honorar in den verschiedensten fachgruppen- und ortsübergreifenden Praxiskonstellationen, Anstellungsverträgen in mehreren Praxen mit nahezu beliebiger Aufteilung der Stundenzahl, Rotation und einem bunten Strauß von begründbaren Ausnahmetatbeständen büßen Fachgruppenwerte generell jedoch immer mehr an Aussagekraft ein.

Der Rückgang des Gesamthonorarumsatzes bei den Anästhesisten, Chirurgen, MKG-Chirurgen und ermächtigten Ärzten beruht auf einem entsprechenden Rückgang der erbrachten Leistungen - erkennbar an sinkenden Fallzahlen - u.a. im Bereich der ambulanten Operationen. Die statistisch rückläufigen Honorare je Arzt bei den Hämatologen und Kinder-/Jugendpsychiatern sind auf eine steigende Arztzahl zurückzuführen. Für die Fachgruppe der Anästhesisten treffen beide Effekte zusammen, wodurch sich statistisch der deutlichste Honorarrückgang ergibt. Einige Fachgruppen verzeichnen bei steigender Arztzahl sinkende Fallzahlen, z.B. Kardiologen, Orthopäden und Urologen.

Der überdurchschnittliche Anstieg des Honorarumsatzes bei den HNO-Ärzten und den Angiologen resultiert insbesondere aus einer höheren Leistungsanforderung im Bereich des RLV, welche im Bereich der HNO-Ärzte u.a. auch auf eine Höherbewertung der Hörgeräteversorgung zurückzuführen ist. Die Steigerungen bei den internistischen Rheumatologen sowie den Nuklearmedizinern resultieren neben erhöhten RLV-Vergütungen aus stärkeren Leistungsanforderungen im Bereich des Speziallabors (Kapitel 32.3 EBM). Bei den fachärztlichen Internisten ohne Schwerpunkt sowie den Fachärzten für psychotherapeutische Medizin spielt der Rückgang der jeweiligen Arztzahlen die gewichtigste Rolle für die ausgewiesenen statistischen Honorarsteigerungen.

Spalte (7) der Umsatzstatistik zeigt die weiterhin auffallende beträchtliche Streuung der Fallzahlentwicklung im fachärztlichen Versorgungsbereich.

Umsatzstatistik der Fachgruppen

2/2017 im Vergleich zu 2/2016 - GKV-Honorarumsatz einschl. Sachkosten vor Abzug von Betriebskosten und Steuern

Fachgruppenausgezahltes Honorar in euroFallzahlAnzahl der Ärzteausgezahltes Honorar je Arzt in euro
2/20162/2017Veränd.(%)2/20162/2017Veränd.(%)2/20162/2017Veränd.(%)2/20162/2017Veränd.(%)
12345678910111213141516
Anästhesisten (01)12.610.137,9312.399.954,16-1,67 79.20577.567-2,07 159,21159,860,41 2322403,45 54.354,0451.666,48-4,94
Augenärzte (04)39.283.674,8140.104.208,232,09 757.695733.687-3,17 51,8554,665,42 4844840,00 81.164,6282.859,932,09
Chirurgen (07,09,37)23.215.722,6522.156.127,22-4,56 337.788314.910-6,77 68,7370,362,37 316310-1,90 73.467,4871.471,38-2,72
Gynäkologen (10,12)61.164.458,3661.517.539,310,58 1.359.3911.304.782-4,02 44,9947,154,80 909904-0,55 67.287,6368.050,381,13
HNO-Ärzte (13,15)23.443.342,0224.391.953,954,05 575.005564.709-1,79 40,7743,195,94 3583580,00 65.484,2068.133,954,05
Dermatologen (16)19.033.236,4219.104.060,500,37 505.566489.637-3,15 37,6539,023,64 282280-0,71 67.493,7568.228,791,09
Nephrologen (20)50.436.435,6952.078.782,843,26 48.89349.5151,27 1.031,571.051,781,96 1621630,62 311.336,02319.501,742,62
Kardiologen (22)14.143.219,6614.829.909,914,86 209.955203.716-2,97 67,3672,808,08 1771812,26 79.905,2081.933,202,54
Lungenärzte (29)9.090.293,749.304.857,732,36 136.912133.841-2,24 66,4069,524,70 89890,00 102.138,13104.548,962,36
Gastroenterologen (34)13.594.067,9013.927.628,372,45 131.006131.2390,18 103,77106,122,26 1311320,76 103.771,51105.512,341,68
fachärztl. Internisten (90)11.400.627,7211.392.743,71-0,07 142.613137.638-3,49 79,9482,773,54 123118-4,07 92.688,0396.548,684,17
Hämatologen (92)11.384.796,0911.564.043,381,57 58.33560.9514,48 195,16189,73-2,78 83874,82 137.166,22132.920,04-3,10
intern. Rheumatologen (93)5.260.922,345.444.710,373,49 58.50356.411-3,58 89,9396,527,33 4847-2,08 109.602,55115.844,905,70
Angiologen (97)1.675.314,311.784.055,346,49 26.98925.274-6,35 62,0770,5913,73 24240,00 69.804,7674.335,646,49
Laborärzte (26,28)36.974.422,0138.056.468,062,93 1.650.7551.731.7954,91 22,4021,98-1,87 79801,27 468.030,66475.705,851,64
Mund-K.-Gesichtschir. (35)4.182.059,474.084.757,26-2,33 20.42119.800-3,04 204,79206,300,74 1151150,00 36.365,7335.519,63-2,33
Nervenärzte (38)13.995.452,9213.681.254,46-2,25 213.320200.325-6,09 65,6168,304,10 215205-4,65 65.095,1366.737,832,52
Neurologen (95)6.610.542,117.259.578,379,82 111.457116.2804,33 59,3162,435,26 1051159,52 62.957,5463.126,770,27
Fachärzte für Psychiatrie u.
Psychotherapie (FG 50)8.949.975,088.938.217,99-0,13 67.94069.2491,93 131,73129,07-2,02 235227-3,40 38.085,0039.375,413,39
Psychother. Medizin (FG 52)3.318.438,023.363.059,951,34 9.70210.3416,59 342,04325,22-4,92 125121-3,20 26.547,5027.793,884,69
Ki.- u. Ju.psychiater (FG 40)12.446.198,3112.409.343,49-0,30 39.37539.330-0,11 316,09315,52-0,18 1221230,82 102.018,02100.888,97-1,11
Neurochirurgen (41)2.806.656,622.840.409,131,20 34.95732.718-6,41 80,2986,818,12 7170-1,41 39.530,3740.577,272,65
Orthopäden (44)28.667.234,3630.028.675,944,75 587.843586.468-0,23 48,7751,204,98 4544672,86 63.143,6964.301,231,83
Urologen (56)16.203.935,0716.716.363,533,16 299.394294.370-1,68 54,1256,794,93 2382421,68 68.083,7669.075,881,46
Radiologen (53)
ohne Strahlentherap.35.374.031,8736.704.221,253,76 530.448513.911-3,12 66,6971,427,09 2312330,87 153.134,34157.528,852,87
Nuklearmediziner (59)7.614.842,787.844.701,223,02 99.65395.279-4,39 76,4182,337,75 7170-1,41 107.251,31112.067,164,49
Sonstige Ärzte
(47,53-1,63,72,91,94)34.046.928,4634.753.934,582,08 416.890392.581-5,83 81,6788,538,40 2162201,85 157.624,67157.972,430,22
Summe Fachärzte (ohne
erm. Ärzte u. Vertragsther.)506.926.966,72516.681.560,251,92 8.510.0118.386.324-1,45 59,5761,613,42 5.6955.7050,18 89.012,6490.566,441,75
hausärztl. Kinderärzte (23)38.471.904,2439.396.481,542,40 604.867633.8534,79 63,6062,15-2,28 4864911,03 79.160,3080.237,231,36
Allg./Prakt.Ärzte/hausärztl.
Internisten(80)349.869.616,27358.553.109,242,48 5.112.9665.270.9293,09 68,4368,02-0,60 4.9985.0170,38 70.001,9271.467,632,09
Summe Hausärzte388.341.520,51397.949.590,782,47 5.717.8335.904.7823,27 67,9267,39-0,78 5.4845.5080,44 70.813,5572.249,382,03
Ermächtigte Ärzte26.556.975,9525.798.709,81-2,86 242.789222.343-8,42 109,38116,036,08 1.1421.1420,00 23.254,8022.590,81-2,86
Vertragsther. (69,70,71)42.083.682,5843.816.007,584,12 96.212105.1009,24 437,41416,90-4,69 1.6151.6391,49 26.058,0126.733,382,59
Laborgemeinschaften (25)4.996.820,434.777.868,93-4,38
Summe zugel., erm. Ärzte
und Vertragstherapeuten968.905.966,19989.023.737,352,08 14.566.84514.618.5490,35 66,5167,661,73 13.93613.9940,42 69.525,4070.674,841,65
Nichtvertragsärzte (75,76)10.265.071,7811.274.104,999,83 269.805281.6314,38 38,0540,035,20
Gesamtsumme (aller Ärzte)979.171.037,971.000.297.842,342,16 14.836.65014.900.1800,43 66,0067,131,71 13.93613.9940,42 70.261,9971.480,481,73


Umsatzstatistik der Augenärzte

2/2017 im Vergleich zu 2/2016 - GKV-Honorarumsatz einschl. Sachkosten vor Abzug von Betriebskosten und Steuern

Fachgruppenausgezahltes Honorar in euroFallzahlAnzahl der Ärzteausgezahltes Honorar je Arzt in euro
2/20162/2017Veränd.(%)2/20162/2017Veränd.(%)2/20162/2017Veränd.(%)2/20162/2017Veränd.(%)
12345678910111213141516
Praxis - rein konservativ11.065.816,9711.495.080,873,88 369.914354.302-4,22 29,9132,448,46 219217-0,91 50.528,8452.972,724,84
Praxis - kons./operierend25.165.971,1525.664.969,401,98 349.182345.988-0,91 72,0774,182,93 2412451,66 104.423,12104.754,980,32
Praxis - rein operierend3.051.886,692.944.157,96-3,53 38.59933.397-13,48 79,0788,1611,50 2522-12,00 122.075,47133.825,369,63
Gesamt
39.283.674,8140.104.208,232,09 757.695733.687-3,17 51,8554,665,42 4844840,00 81.164,6282.859,932,09



Verfasser/in:

KVN




inhalt 08/ 18
service
anzeigenaufgabe
leserbrief
umfragen
archiv
 



Praxisbesonderheiten

Praxisbesonderheiten ergeben sich aus einem besonderen Versorgungsauftrag oder einer besonderen, für die Versorgung bedeutsamen fachlichen Spezialisierung und zusätzlich einer um mindestens 20 Prozent über der jeweiligen Zuweisung aus RLV und QZV liegenden Anforderung auf den Fällen mit Praxisbesonderheit. Die Bedeutung der Praxisbesonderheiten nimmt - insbesondere im fachärztlichen Versorgungsbereich - weiter stetig zu. So beläuft sich für 1/2018 der auf Praxisbesonderheiten entfallende Anteil am zugewiesenen RLV-/QZV-Budget der Fachärzte auf durchschnittlich 8,8 Prozent. Im hausärztlichen Versorgungsbe­reich machen Praxisbesonderheiten im Durchschnitt nur etwa 0,7 Prozent des budgetierten Gesamtvolumens aus (Hausärzte: 0,4 Prozent / Kinderärzte: 3,3 Prozent).

Um eine Doppelförderung desselben Falles einerseits im Rahmen der Stärkung der Grundversorgung durch PFG bzw. hausärztliche Zusatzpauschale (PHG) sowie andererseits als Praxisbesonderheit auszuschließen, werden bei PFG/PHG-Berechtigten und als Praxisbesonderheit gekennzeichneten Fällen die diesbezüglichen PFG-QZV-Zuweisungen bzw. der EBM-Wert der PHG (GOP 03040/04040 EBM) auf die Höhe der Praxisbesonderheit angerechnet. Damit ist eine klare Trennung der Förderung zwischen Grund- und Spezialversorgung gewährleistet.

Als Arztgruppen mit dem höchsten Honoraranteil an Praxisbesonderheiten sind insbesondere Anästhesisten, Neurochirurgen, Hämato-/Onkologen sowie Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie zu nennen, bei denen der diesbezügliche Anteil in 1/2018 zwischen 38 und 56 Prozent liegt. Das zur Vergütung der Praxisbesonderheiten notwendige Honorarvolumen wird - neben den im Rahmen der Zuschläge für besonders förderungswürdige Leistungen hierfür von den Krankenkassen zusätzlich zur Verfügung gestellten Mitteln - durch Vorweg-Abzug bei den Fachärzten aus dem Versorgungsbereich bzw. im hausärztlichen Versorgungsbe­reich aus dem jeweiligen Arztgruppentopf aufgebracht.


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