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aktualisiert am: 15.06.2018

 

  Praxis & Versorgung

Neuerscheinungen


 


Lebenselixier unter dem Mikroskop

Bain, Barbara J., Karl-Anton Kreuzer (Hrsg.der deutschen übersetzung): Das Blutbild. Diagnostische Methoden und klinische Interpretation. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, 699 Seiten, 129,95 Euro

Das einzige umfassende deutschsprachige Kompendium zur hämatologischen Labordiagnostik und Blutbilddiagnostik mit mehr als 500 Farbabbildungen zur Illustration von Methodik und Befunden informiert in neun Buchkapiteln u.a. über Blutabnahme, Ausstrichanfertigung und Ausstrichuntersuchung, Erstellen eines Blutbildes, Morphologie der Zellen im peripheren Blutausstrich, Erkennen fehlerhafter Blutbilder oder Veränderungen der Erythrozyten und Thrombozyten und krankhafte Veränderungen der Leukozyten über die Prinzipien der manuellen und automatischen Blutbildbestimmung, die Anfertigung und Färbung hämatologischer Präparate sowie über deren Interpretation. Dem praktisch tätigen Arzt bietet sich fundiertes Wissen über alle mit der Blutbildanalyse zusammenhängenden Fragen. Er erhält wichtige Informationen zu den morphologischen Blutzellveränderungen und ihrer Bewertung im Kontext klinischer Fragestellungen, etwa in der Differentialdiagnostik von myelodysplastischen Syndromen (MDS), myeloproliferativen Erkrankungen (MPN) und anderen myelo-dysplastischen/ myeloproliferativen Neoplasien (MDS/MPN). Spezielle Untersuchungsmethoden sind ebenso Thema wie immunphänotypische Befunde. Das Buch eignet sich insbesondere als Nachschlagewerk zur Beantwortung anstehender Fragen etwa zur Thalassaemie oder der Aufklärung des Blutbildbefundes bei Vergiftungen. Jedem Kapitel ist ein umfangreicher Literaturanhang beigefügt, zahlreiche Abbildungen und Tabellen ergänzen die Texte. Ein herausragendes Fachbuch, das die Faszination des Blutes und seiner Bestandteile in einen rationalen Bezugsrahmen stellt, indem es u.a. sowohl Einsichten und Erkenntnisse morphologischer Veränderungen des Blutes vermittelt als auch allfällige Blutbildbefunde bei den verschiedenen Krankheitsentitäten erläutert. Es gehört schlechthin in die Praxisbibliothek eines jeden praktizierenden Arztes.


eGK: Patienteninformation erläutert VSDM in der Praxis


In einem neuen Informationsblatt fasst die KBV die wichtigsten Fakten zum sogenannten Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) zusammen. Praxen, die bereits an die Telematikinfrastruktur angeschlossen sind, können damit ihre Patienten über den Online-Datenabgleich auf der elektronischen Gesundheitskarte informieren. Das Blatt erläutert u.a., wie das VSDM abläuft und welche Daten auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) abgespeichert sind. Es beschreibt zudem, welche Probleme beim Einlesen der eGK auftreten können und an wen sich Patienten dann wenden sollen. Erster Ansprechpartner ist dafür stets die Krankenkasse. Das Infoblatt können niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten ausdrucken, in ihren Praxen auslegen oder den Patienten direkt zur Verfügung stellen.
Download unter: http://www.kbv.de/media/sp/Patienteninformation_VSDM.pdf

Datenschutz auf den Punkt gebracht


Spätestens die EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) sollte jedem Praxisinhaber in Erinnerung gerufen haben: Mit der Datensicherheit sollten es nicht nur Facebook und Co. sehr genau nehmen. Medizinische Daten sind ein äußerst sensibles Gut und die Arztpraxen daher in der Pflicht, sie nach den aktuellen Möglichkeiten zu schützen. Zugleich wirkt die Gesetzeslage beim Blick von außen wie ein Dschungel. Etwas Licht ins juristische Dunkel bringen die zwei Internetseiten

https://www.datenschutz.org/gesundheitswesen/
https://www.datenschutz.org/arztpraxis/

Die Websites sind vom Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V. ins Netz gestellt worden und geben einen komprimierten und klar gegliederten überblick über das ganze Spektrum datenschutzrechtlicher Aspekte und Anforderungen im Gesundheitswesen. Da geht es zuerst und vor allem um die einschlägigen Gesetzesvorgaben, dann aber auch um Datenschutz und Sicherheitsgefahren im Internet und beim E-Mail-Verkehr, um den Datenschutz im Arbeitsrecht und natürlich im Medizinrecht, um die Rechte der Betroffenen und ganz allgemein um die Datensicherheit bei den gängigen digitalen Arbeits- und Speichermedien. Die Online-Texte sind klar strukturiert, fassen die Inhalte verständlich formuliert in knappen Sätzen zusammen, heben Wichtiges auch optisch hervor. Sie geben weit über eine bloße Sammlung rechtlicher Anforderungen hinaus auch jede Menge praktischer Tipps und analysieren typische Fehler und Schwachstellen beim Datenschutz in Praxen. Zudem bietet die Unterseite für Arztpraxen eine Checkliste zur Einhaltung der wichtigsten Datenschutzanforderungen in der Arztpraxis. Wer um das leidige Thema "Datenschutz" bislang einen Bogen gemacht hat, findet hier mit ein paar Mausklicks einen gut verständlichen, an der Alltagsroutine von Arztpraxen und medizinischen Einrichtungen orientierten Leitfaden für unumgängliche Prinzipien der Datensicherheit.

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