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aktualisiert am: 15.02.2018

 

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Weihnachtskonzert der Camerata Medica


 

Göttingen. Am 13. Dezember 2017 fand unter der Schirmherrschaft des Ärztevereins Göttingen das traditionelle Weihnachtskonzert des Sinfonieorchesters der Medizinischen Fakultät Göttingen, der Camerata Medica in der Aula am Wilhelmsplatz statt.

In seiner Begrüßung würdigte Professor Dr. Friedemann Nauck als Vorsitzender des Ärztevereins Göttingen dieses einzigartige Orchester mit seiner Zusammensetzung aus Studierenden der Human- und Zahnmedizin, Professoren, Ärzten- und Zahnärzten sowie niedergelassenen Kollegen. Die Aufgabe des Ärztevereins, nämlich das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Beziehungen der Arzte zur öffentlichkeit zu pflegen, sei in diesem Orchester eindrucksvoll verwirklicht, so Nauck. Der erste Teil des Konzerts wurde von verschiedenen musikalischen Ensembles der Fakultät gestaltet. Für jeden Musikgeschmack war etwas dabei. Die musikalische Vielfalt der vokalen und instrumentalen Beiträge reichte von Karl Jenkins "Palladio", Carole King "You´ve got a friend", Paquito D´Rivera "Chucho" bis hin zum Thema aus der Serie "Game of Thrones".

Professor Dr. Tobias Raupach, Leiter Medizindidaktik und Ausbildungsforschung im Studiendekanat der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), berichtete in seiner Weihnachtsrede über den Anstieg von Einbruchsgefahr, Herzinfarkten und psychosozialem Stress während der Weihnachtstage. Als Kardiologe gab er aber auch gleich das richtige Rezept, um das Stresslevel zu senken. Die positive Wirkung von Musik, insbesondere klassischer Musik auf den Menschen sei in zahlreichen Studien belegt und so hätten die Zuhörer dieses Konzertes genau das Richtige getan, resümierte Raupach. Zum Abschluss seiner Rede trug Raupach mit seinem Kollegen Dr. Tassilo Kunzmann das von ihnen komponierte Lied "Sterne schauen" vor - verbunden mit der Hoffnung, das Herzinfarktrisiko an diesem Abend ein bisschen senken zu können.

Im zweiten Teil präsentierte sich die Camerata Medica unter der musikalischen Leitung von Maximilian Guth mit einem anspruchsvollen und abwechslungsreichen Programm. Es erklang der 1. Satz der 4. Sinfonie von Robert Schumann, in dem die über 50 Musikerinnen und Musiker unter Beweis stellten, zu welch eindrucksvollem Klangkörper sie in den letzten Jahren zusammengewachsen sind. Mit Claire de Lune aus der Suite Bergamasque von Claude Debussy versetzte die Camerata die Zuhörer in eine mystisch-musikalische Umsetzung des langsam ziehenden Monds und des fahlen Mondlichts, das von vorbeiziehenden Wolkenfetzen immer wieder leicht eingetrübt wird. Zarter Harfenklang und sphärisch gedämpfte Trompeten rundeten den Klang dieses romantischen Stücks ab. Als Höhepunkt des Abends erklang Beethovens Egmont Ouvertüre. Protzendes Herrschertum, aufblühende Hoffnung und grenzenlose Siegesgewissheit werden in diesem Werk beschrieben, das die Geschichte vom erbitterten Kampf der Niederländer gegen die Spanier im Belgien des 16. Jahrhunderts erzählt. Eine Historie, die die Camerata Medica unter dem energetischen und zugleich präzisen Dirigat von Maximilian Guth sehr gut in Szene zu setzen wusste.

Als schöne Tradition zum Abschluss dieses stimmungsvollen Konzerts erklangen zwei Weihnachtslieder zum Mitsingen und Leroy Andersons "Sleigh Ride". Die Begeisterung und die Spielfreude der Musiker waren bis in die hintersten Reihen der voll besetzten Aula spürbar. Als Dankeschön für den lang anhaltenden Applaus gab es zwei Zugaben. Das Orchester freut sich nicht nur über dieses besonders gelungene Konzert, sondern auch über die Zusicherung des Ärztevereins, die Arbeit der Camerata Medica weiterhin zu unterstützen. n Susanne Fischer

Das Jubiläumskonzert zum 10-jährigen Bestehen der Camerata Medica findet am 1.Juli 2018 um 19 Uhr in der Aula am Wilhelmsplatz statt. Neue Mitspieler sind herzlich willkommen. Infos finden sich unter http://www.camerata-medica.de oder per Mail an info@camerata.medica.de.

Verfasser/in:
Susanne Fischer





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