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aktualisiert am: 15.11.2017

 

  Praxis & Versorgung

Hilfe es ist Wochenende!

Unter der Telefonnummer 116117 erreichen Bürgerinnen und Bürger bundesweit den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst. Darauf wies die KVN am bundesweiten „Tag des Bereitschaftsdienstes“ hin


 


Viele Bürgerinnen und Bürger wissen nicht, wohin sie sich wenden können, wenn sie außerhalb der Praxisöffnungszeiten eine ärztliche Behandlung brauchen. Die Folge: Zu viele gehen in die Notfallambulanzen der Krankenhäuser, wo sie aber nicht hingehören. "Handelt es sich um eine Erkrankung, mit der Patienten einen niedergelassenen Arzt aufsuchen würden und deren Behandlung aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten kann, ist der kassenärztliche Bereitschaftsdienst zuständig", betonte Dr. Jörg Berling, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), Mitte Oktober in Hannover. Der Anlass dafür waren die bundesweiten Tage des Bereitschaftsdienstes.

"Schon heute behandelt der ärztliche Bereitschaftsdienst in Niedersachsen rund eine Million Patienten jedes Jahr",
so Berling. "Die Ärztinnen und Ärzte, die zum Bereitschaftsdienst eingeteilt sind, machen je nach regionaler Organisation des Bereitschaftsdienstes Hausbesuche, untersuchen und therapieren in den Bereitschaftsdienstpraxen der KVN - oft in Krankenhäusern angesiedelt - oder versehen den Bereitschaftsdienst in ihrer eigenen Praxis.


Wann rufen Patienten die 116117 an?


Wer nicht weiß, wo sich in der Nähe eine kassenärztliche Bereitschaftsdienstpraxis befindet, wählt die 116117 - unabhängig davon, wo er sich gerade aufhält. Der Anruf wird an den zuständigen Bereitschaftsdienst weitergeleitet - je nach Organisation des Dienstes direkt zu einem diensthabenden Arzt oder einer Bereitschaftsdienst-Leitstelle. Dort erhalten Patienten in jedem Fall schnell und unkompliziert ärztliche Hilfe. Versorgt werden sowohl Kassen- als auch Privatpatienten.

Mit der 116117 entfällt langes Suchen nach der richtigen Telefonnummer. "Die Nummer funktioniert ohne Vorwahl und gilt deutschlandweit - egal ob Patienten oder deren Angehörige von zu Hause oder mit dem Mobiltelefon anrufen, so KVN-Vize Berling. "Der Anruf ist kostenfrei und auch die Behandlung, wenn sie über die Gesundheitskarte oder einen vergleichbaren Versichertennachweis erfolgt."

Flächendeckende Versorgung


Die gesamte Organisation des ärztlichen Bereitschaftsdienstes wird von der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen und damit von den niedergelassenen Ärzten finanziert. Von jedem Punkt Niedersachsens ist eine Bereitschaftsdienstpraxis in maximal 30 Minuten Fahrzeit erreichbar. Dazu kommt noch der fahrende Bereitschaftsdienst für nicht gehfähige Patienten. "Es geschieht also schon jede Menge, aber wir wollen den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst weiter verbessern. Dazu führen wir aktuell Gespräche mit Krankenhäusern, Rettungsleitstellen und weiteren Organisationen", sagte Berling.

In Niedersachsen gibt es insgesamt 97 Bereitschaftsdienstbereiche. In 61 dieser Bereiche ist eine Bereitschaftsdienstpraxis direkt in oder an einem Krankenhaus angesiedelt. Weitere sechs Praxen haben ihren festen Standort in Niedersachsen. Diese festen Praxen finden Interessierte im Internet unter http://www.arztauskunft-niedersachsen.de >Bereitschaftspraxen. Folgende Bereitschaftsdienstzeiten gelten in Niedersachsen: Montag, Dienstag und Donnerstag ab 19:00 Uhr; Mittwoch und Freitag ab 15:00 Uhr; Sonnabend, Sonntag, Feiertag, Heiligabend und Sylvester ab 8:00 Uhr bis 7:00 Uhr des darauf folgenden Tages.

Verfasser/in:

KVN




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