Logo Hannoversche Ärzte-Verlags-Union
Berliner Allee 20
30175 Hannover
info@haeverlag.de
nä 07/2017
aktualisiert am: 15.07.2017

 

  Praxis & Versorgung

Neuerscheinungen


 


Neue Patienteninformation: Stottern - Wenn Sprechen schwerfällt


Um Störungen des Redeflusses - das sogenannte Stottern - geht es in einer neuen Patienteninformation, die das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung herausgegeben hat. Auf zwei Seiten wird anschaulich dargestellt, wie sich Stottern äußert und welche Behandlungsverfahren wirksam sind. Das Infoblatt gibt auch einen überblick über Folgen und Verlauf des Stotterns. Von 1.000 Kindern fangen etwa 50 an zu stottern. Zumeist beginnt es oft plötzlich zwischen dem zweiten und sechsten Lebensjahr. Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen. Bei etwa drei Vierteln der Kinder verliert sich die Störung von selbst. Die Publikation informiert auch darüber, an wen sich Betroffene oder Eltern wenden können. Zudem wird zwischen wirksamen und unwirksamen Verfahren unterschieden. Ärzte können das Infoblatt kostenlos im Internet oder im Sicheren Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen unter portal.kv-safenet.de herunterladen und für das Gespräch mit Patienten und Angehörigen nutzen.
Link zum Infoblatt: http://www.kbv.de/media/sp/Patienteninformation_Stottern.pdf

Volksleiden unter der Lupe

Alten, Rieke, Bernhard Manger (Hrsg.): Gicht, Der aktuelle Wissensstand zu Ätiologie, Pathogenese, Diagnostik, Klinik und Therapie. Walter de Gruyter; Berlin, Boston 2016, 140 Seiten, 69,95 Euro.

Die Gicht ist die häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung in westlichen Ländern. Die Erstmanifestation einer Gicht äußert sich über die sehr rasche (anfallsartige) Entwicklung einer Gelenkentzündung mit als heftig beschriebenen Schmerzen, Schwellung und begleitender Hautrötung. Ursächlich für einen akuten Gichtanfall ist eine Ablagerung von Uratkristallen in der Synovialflüssigkeit. Die äußerst schmerzhafte Arthritis (zu mehr als 60 Prozent als Monarthritis des Großzehengrundgelenks) tritt meist akut auf und ist von lokalen und systemischen Entzündungszeichen (Gelenkschwellung, Fieber, Leukozytose) begleitet. Therapieziele des akuten Gichtanfalls sind Analgesie und Antiinflammation. Die medikamentöse Senkung der Harnsäure stellt den kausalen Therapieansatz der Gicht (syn. symptomatische Hyperurikämie) dar. In diesem Fall ist Therapieziel die Remission der Erkrankung und somit letztlich Heilung. Das vorliegende Fachbuch spannt in seinen zwölf Kapitel mit Beiträgen namhafter Spezialisten einen Bogen von der Geschichte und den Grundlagen der Ätiologie und Pathogenese über die Klinik und diagnostische Verfahren bis hin zu den therapeutischen Optionen. Insgesamt ein informatives und praxisrelevantes Werk für den an der Thematik interessierten Arzt, das ergänzt durch strukturierte übersichten und aufschlussreiche Abbildungen wesentliche Zusammenhänge der Gichtproblematik aufzeigt und veranschaulicht.

Narkolepsie: Der Hörsaal im Wohnzimmer


Weil die Inzidenz der Narkolepsie insbesondere bei Kindern und Jugendlichen zunimmt, muss die bestehende Diagnoselatenz von bis zu zehn Jahren deutlich verkürzt werden. Denn die oft jungen Patienten brauchen rechtzeitig Unterstützung, um ihren Alltag mit den Einschränkungen, die diese chronische Erkrankung mit sich bringt, zu meistern und Lebensperspektiven zu entwickeln. Umso wichtiger sind Kenntnisse über Entstehung, Diagnose und Therapie der Narkolepsie. Ein aktueller, von der Bayerischen Landesärztekammer zertifizierter CME-Webcast, vorgetragen von Experten auf dem Gebiet dieser seltenen neurologischen Erkrankung, informiert darüber. Die Teilnahme unter http://www.schattauer-cme.de/narkolepsie ist kostenfrei und mit vier Fortbildungspunkten dotiert. Grundlage des Webcast ist das DGSM-Symposium "Narkolepsie - über den Tellerrand hinaus betrachtet" vom 2. Dezember 2016 in Dresden. In dem Webinar geben die Referenten einen komprimierten überblick zu Diagnostik, Therapie und Erkrankungsbegleitung; ausführlich werden auch die kognitiven und somatischen Folgen der Narkolepsie thematisiert. Die Technik sorgt für eine parallele Darstellung eines Audio- oder Videofeeds synchron zur dazugehörigen Präsentation. Ein Pulldown-Menü erlaubt eine Navigation innerhalb der Beiträge, sodass dem Betrachter das überspringen oder Wiederholen bestimmter Abschnitte jederzeit möglich ist. Für die Teilnahme am Fortbildungstest ist eine einmalige Online-Anmeldung beim Schattauer-Verlag erforderlich.

Online-Newsletter sowie ein zertifizierter CME-Webcast (4 Punkte): http://www.ucb.de/dgsm-narkolepsie.pdf

Verfasser/in:
Verschiedene





inhalt 07/ 17
service
anzeigenaufgabe
leserbrief
umfragen
archiv
 

Alle Inhalte © Hannoversche Ärzte-Verlags-Union 1998-2017. Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am: 15.07.2017.
Design by webmaster[at]haeverlag[punkt]de, Support. | Impressum & Datenschutzerklärung