Logo Hannoversche Ärzte-Verlags-Union
Berliner Allee 20
30175 Hannover
info@haeverlag.de
nä 07/2017
aktualisiert am: 15.07.2017

 

  Selbstverwaltung

VV-Mitglieder stellen sich vor


 


Name: Dr. med. Cord Feuerhake

Geburtsdatum:
3. September 1949

Familienstand: verheiratet, 2 erwachsene Kinder

Fachrichtung: Augenheilkunde

Praxissitz: Lehrte

Warum haben Sie für die VV kandidiert?
Die fachärztliche Grundversorgung muss sich wieder lohnen. Damit die Notfallambulanzen der Krankenhäuser nur den wirklichen Notfällen helfen können, sind Steuerungselemente notwendig, z. B. eine finanzielle Eigenbeteiligung von 50 Euro für die Patienten, die in die Notaufnahme kommen. Die Notfallversorgung sollte extra budgetiert finanziert werden. - Weiterentwicklung des Bereitschaftsdienstes mit zentral gelegenen Bereitschaftsdienstpraxen und einem separaten Fahrdienst mit eigenen Fahrern.

Was möchten Sie in den nächsten 6 Jahren erreichen?
Bei der Telemedizin, insbesondere in der Augenheilkunde, darf man sich nicht nur auf Daten oder Bilder verlassen, sondern muss den Patienten sehen. Eine GesundheitsApp kann einen Arzt nicht ersetzen, sonder allenfalls ergänzen. - Diagnose und Therapie sind nicht an Nicht-Ärzte delegierbar. - Gegen die elektronische Gesundheitskarte, da kein Datenschutz gewährleistet! - Wiedereinführung einer Gebühr für den Arztbesuch, um überflüssige Kontakte zu reduzieren. - Keine Videosprechstunde ohne vorhergehende reale Konsultation. - Kein Modellvorhaben zum Blanko-Rezept für Heilmittelverordnung.

Wo liegt derzeit die größte Herausforderung für die ärztliche Selbstverwaltung?
Echte Stärkung der Selbstverwaltung. Fortführung der Dualität der Versicherungssysteme. Beide Systeme müssen durch Refor­men weiterentwickelt werden. Begrenzte Leistung bei begrenz­ter Vergütung - gleiche Vergütung bei gleicher Leistung! Fairer Interessenausgleich zwischen den fachärztlichen Fachgruppen. Wiedereinführung der Einzelleistungsvergütung bei Abschaffung des Budgets. Einführung einer Pauschale für Augenärzte bei Diabetes mellitus II Patienten (wie in allen anderen KVen).

Ihr Lebensmotto?
Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Verlässlichkeit und Respekt gegenüber meinen Mitmenschen.

Name: André Podziemski

Geburtsdatum:
21. August 1965

Familienstand: ledig

Fachrichtung: Verhaltenstherapie für Erwachsene

Praxissitz: Seelze

Warum haben Sie für die VV kandidiert?
Ich möchte mit meinen Ideen und meiner Arbeit unseren Berufsstand als Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten im deutschen Gesundheitssystem vertreten und stärken.

Was möchten Sie in den nächsten 6 Jahren erreichen?
Seit dem 1. April 2017 gelten neue Psychotherapierichtlinien, beworben mit Versprechungen für einen schnelleren Psychotherapiezugang und Behauptungen, viele PsychotherapeutInnen würden zu wenig arbeiten und ihren Versorgungsauftrag nicht erfüllen. Ich möchte für die Menschen in Niedersachsen die ambulanten psychotherapeutischen Versorgungsmöglichkeiten verbessern und für die Kolleginnen und Kollegen die Praxisabläufe praxisorientierter und mit möglichst wenig Verwaltung gestalten. Das Ziel ist es, die Büro- und Organisationsarbeit in der Praxis möglichst niedrig zu halten, um mehr Zeit für die Patienten zu haben. Dies bezieht sich insbesondere auf die Umsetzung der neuen Psychotherapierichtlinien. Ein wichtiges Thema ist auch die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Flexiblere Praxiskooperationsmodelle würden die Versorgung verbessern und eine Berücksichtigung individueller Lebenssituationen ermöglichen.

Wo liegt derzeit die größte Herausforderung für die ärztliche und psychotherapeutische Selbstverwaltung?
Die ärztliche und psychotherapeutische Selbstverwaltung war in den letzten Jahren häufig wegen interner Machtkämpfe und Konflikte in den Schlagzeilen. Aktuell sind wir auf einem besseren Weg hin zu mehr Gemeinsamkeit und weniger Gegeneinander, aber dieser Weg muss auch kontinuierlich weiter beschritten werden.Wir müssen partnerschaftlich miteinander umgehen und gemeinsam ein Gesundheitssystem gestalten, das den Menschen in diesem Land eine fachlich gute, zeitnahe, präventive sowie behandlerische Versorgung ermöglicht.



Name: Angela Schütze-Buchholz

Geburtsdatum:
4. November 1959

Familienstand: verheiratet

Fachrichtung: Pädiatrie

Praxissitz: Syke

Warum haben Sie für die VV kandidiert?
Ich habe kandidiert, weil ich schon immer Spaß daran hatte, mich als Interessenvertreterin einzusetzen. Es gilt, unseren freien Beruf zu erhalten, für gute Aus- u. Weiterbildungsmöglichkeiten zu sorgen, die Vergütungssysteme in gerechter Weise fortzuentwickeln, damit unser Beruf mit Gesundheit und Zufriedenheit ausgeübt werden kann. Nur dann können wir eine gute Patientenversorgung gewährleisten. Ich sehe Unterschiede in den Interessen von weiblichen und männlichen Ärzten, deshalb werde ich für den hohen Anteil von Frauen in der Medizin meine Erfahrungen als berufstätige Mutter in dieses politische Gremium einbringen.

Was möchten Sie in den nächsten 6 Jahren erreichen?
Eine arztorientierte KV, die weithin sichtbar als oberster Interessenvertreter und Sprecher der verfassten niedersächsischen Vertragsärzteschaft erkennbar ist. Größtmögliche Mitsprache der Ärzteschaft bei übergeordneten gesundheitspolitischen Prozessen (unsere Meinung und Expertise muss hörbar sein). Budgetierungen müssen fallen, gute Patientenversorgung kann nicht nur nach marktwirtschaftlichen Kriterien erfolgen. Der Bereitschaftsdienst muss gut bezahlt werden, damit aus der Pflicht Freiwilligkeit werden kann, denn eine freiwillige Entscheidung braucht Kalkulationssicherheit. Für die Niederlassungswilligkeit braucht es unternehmerische Sicherheit.

Wo liegt derzeit die größte Herausforderung für die ärztliche Selbstverwaltung?
Ich sehe Risiken in der ökonomisierung der Medizin, der Einmischung von Politik ohne medizinischen Sachverstand und der Politikverdrossenheit unserer Kolleginnen u. Kollegen unter dem Druck des alltäglichen Geschehens.

Mein Motto:
Always look on the bright side of life!

Name: Dr. Uwe Gremmler

Geburtsdatum:
16. Oktober 1955

Familienstand: verheiratet, zwei Kinder

Fachrichtung: Innere Medizin / Kardiologie

Praxissitz: Peine

Warum haben Sie für die VV kandidiert?
Gerade in Zeiten des Umbruchs und auch einer Schwächephase der KVB in Berlin wollte ich die konstruktive gute Zusammenarbeit von Haus- und Fachärzten in der VV fortsetzen. Ich bin seit ca. sieben Jahren Landesvorsitzender des BNK und habe die vorige Legislaturperiode bereits in der VV mitgearbeitet.

Was möchten Sie in den nächsten 6 Jahren erreichen?
Der ärztlichen Expertise neben den vielen fachfremden Gesundheitsversorgungs-Klempnern mehr Gehör verschaffen. Medizin besteht aus Kosten und Technik. Wir müssen darstellen, wie man Kosten richtig einsetzt, um die Versorgung zu verbessern.

Wo liegt derzeit die größte Herausforderung für die ärztliche Selbstverwaltung?
Zunächst muss sie nach den KBV-Querelen wieder zur Sacharbeit zurückkehren. In den Regionen besteht die Aufgabe in der Fortführung der bereits begonnenen weiteren Einbringung in neue Versorgungsformen. Dazu wird eine Interessenvertretung mit Servicecharakter von uns Ärzten gebraucht, die sich einmischt und konstruktive Angebote gegenüber Kostenerbringern und der Politik macht. Diesen Weg haben wir in Niedersachsen bereits in der letzten Legislaturperiode erfolgreich begonnen.


Name: Christoph Höltge

Geburtsdatum:
18. April 1961

Familienstand:
Verheiratet, drei Kinder

Fachrichtung: Kinder- und Jungendmedizin

Praxissitz: Oldenburg

Warum haben Sie für die VV kandidiert?
Ich möchte aktiv mitarbeiten, um die Rahmenbedingungen, unter denen wir niedergelassenen Ärzte arbeiten, zu verbessern. Und um eine Verbesserung der Rahmenbedingen des kinderärztlichen Bereitschaftsdienstes zu erreichen. Nur wer sich einbringt kann Dinge mit beeinflussen und mitgestalten

Was möchten Sie in den nächsten 6 Jahren erreichen?
Mein Ziel ist ein gutes, kollegiales und kooperatives Miteinander der verschiedenen Hausarzt- und Facharztgruppen, sodass die Ärzteschaft wieder intern diskutiert oder auch streitet, aber nach außen geschlossen auftritt. Nur so lassen sich wichtige Ziele auf Dauer erreichen, wie z.B. der Erhalt der Freiberuflichkeit, die ärztliche Unabhängigkeit oder neue Leistung nur für neues Geld. Dabei müssen die Entscheidungen und die Vergütung transparent und berechenbar sein.

Wo liegt derzeit die größte Herausforderung für die ärztliche Selbstverwaltung?
In der Sicherstellung der ärztlichen Versorgung, v.a. in der Fläche. In der Weiterentwicklung des Bereitschaftsdienstes, sodass ein tragfähiges Konzept für alle Seiten entsteht. Dass sich die Arbeitsbedingungen im niedergelassenen Bereich so weiter entwickeln, dass die Niederlassung auch morgen noch interessant genug und eine echte Option für den Nachwuchs ist. Und schließlich dass die Ärzteschaft wieder nach außen geschlossen ihre Interessen vertritt.

Ihr Lebensmotto:
Der Frühe Vogel kann mich mal!



Verfasser/in:
Verschiedene





inhalt 07/ 17
service
anzeigenaufgabe
leserbrief
umfragen
archiv
 

Alle Inhalte © Hannoversche Ärzte-Verlags-Union 1998-2017. Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am: 15.07.2017.
Design by webmaster[at]haeverlag[punkt]de, Support. | Impressum & Datenschutzerklärung