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aktualisiert am: 15.05.2017

 

  Politik & Verbände

HZV-Verträge Niedersachsen: Eine-Million-Marke geknackt

33. Seminarkongress Norddeutscher Hausärzte: Seminarteilnehmerrekord aus dem vergangenen Jahr erneut erreicht. „Hausärzte bleiben erste Anlaufstelle für Patienten“


 


Zum 33. Mal haben sich Norddeutschlands Hausärzte und ihre Praxisteams getroffen, um sich beim Seminarkongress in Lüneburg fortzubilden. Dabei ließen den Niedersächsischen Hausärzteverband als Organisator des Kongresses nicht nur die erneut sehr guten Teilnehmerzahlen jubeln. "Mich freut es, dass wir jüngst in Niedersachsen den millionsten Versicherten in der Hausarztzentrierten Versorgung HZV aufgenommen haben", verkündete Dr. Matthias Berndt bei der Eröffnung.

"Unsere Patienten sehen uns als ihre primären Ansprechpartner im Gesundheitssystem! Die mit unseren Partnern, der KVN und der HAEVG, abgeschlossenen Verträge decken inzwischen 90 Prozent der infrage kommenden Versicherten und Krankenkassen ab - bundesweit ein Spitzenwert und ein deutliches Signal für die Hausarztzentrierte Versorgung", machte Berndt deutlich. Außerdem empfahl er der Politik, eine Lösung gegen die Zweckentfremdung von Allgemeinarztsitzen zu finden, und forderte ein klares Bekenntnis zum Hausarzt als Primärversorger. "Dies könnte zum Beispiel ein gesetzlicher Wahltarif HZV mit monetären Vorteilen für den Versicherten sein", so Dr. Berndt weiter.

Erfolgsmodell HZV - auch ein klares Signal für die Politik


Dies hörten auch Dr. Max Matthiesen als Vertreter der CDU-Landtagsfraktion und seine Parlamentskollegin von der SPD, Andrea Schröder-Ehlers, beim Politikforum des Kongresses, das Berndt moderierte. Dort diskutierten die beiden Politiker zum Thema "Wahlen 2017 und 2018 - Fluch oder Segen für die hausärztliche Versorgung?" mit Dr. Jürgen Peter, Vorstandsvorsitzender der AOK Niedersachsen, und Dr. Eckart Lummert, stellvertretender Vorsitzender des Hausärzteverbandes Niedersachsen und der Vertreterversammlung der KVN.

Einigkeit herrschte über die Notwendigkeit der zügigen erfolgreichen Umsetzung des Masterplans Medizinstudium 2020. Stimmen aus dem Publikum wiesen auf die Fehlbesetzung von Hausarztsitzen und daraus resultierende falsche Bemessungsgrundlagen für Plausibilitätskontrollen hin. Auch wurden steigende Laborkosten aufgeführt, die der sprechenden Medizin im Vorwegabzug entzogen werden. Beide Probleme konnten natürlich auf dem Podium nicht gelöst werden. Aber man sagte sich zu, auch im Anschluss an die Diskussion gemeinsam nach Lösungen zu diesen Problemfeldern zu suchen.

Nachwuchs im Fokus


Als wissenschaftlicher Leiter des Kongresses zog Rüdiger Quandt, Hausarzt aus Seevetal, ein positives Resümee: "Wir haben mit 1.300 Seminarteilnehmern unsere Rekordbesucherzahl vom vergangenen Jahr erneut erreicht. Das ist ein sehr gutes Feedback." Am Ball bleiben die Niedersachsen ebenfalls beim Thema "Karriere Allgemeinmedizin" - so der Titel eines Seminars für den Hausärztenachwuchs. Der Verband ermöglicht damit einigen, von den allgemeinmedizinischen Fakultäten in ganz Norddeutschland ausgewählten Medizinstudierenden eine gesponserte Teilnahme, um sich über den Beruf inhaltlich und wirtschaftlich unabhängig zu informieren. "Einfach klasse", brachte ein Student das durchweg vorgebachte Lob für die Referenten Marion Charlotte Renneberg - Vizepräsidentin der Ärztekammer Niedersachsen - und Prof. Dr. Thomas Lichte - mit Professur für Allgemeinmedizin an der Universität in Magdeburg - auf den Punkt. Gute Voraussetzungen also für eine Neuauflage beim nächsten Hausärztekongress Anfang Mai 2018.

Verfasser/in:

KVN



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