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nä 06/2017
aktualisiert am: 15.05.2017

 

  Patientensicherheit

„Darüber müssen wir reden“

12. Jahrestagung des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e.V. (APS)


 


Unter dem Motto "Darüber müssen wir reden" wurden den rund 450 Teilnehmern am 4. und 5. Mai in Berlin zahlreiche Workshops und Präsentationen zu unterschiedlichen Schwerpunkten geboten. Themen wie Kernkompetenzen der direkten Kommunikation, Teamarbeit, Kommunikation in verschiedenen übergabesituationen, M&M Konferenzen und Peer Reviews seien hier nur beispielhaft für ein großes Spektrum an Aktivitäten genannt. Als vorbildlich hervorzuheben ist die klinikweite Umsetzung des elektronischen Entlassmanagements in der Charité. "EntlOrg" - so der Arbeitsname - filtert die, für die Entlassung relevanten Daten während des gesamten Aufenthalts des Patienten und delegiert zu erledigende Aufgaben zielgerichtet. Zwischen den Workshops und Präsentationen bot sich den Teilnehmern eine breite Plattform zum Austausch.

Im Rahmen einer Festveranstaltung wurden die drei Erstplatzierten des mit insgesamt 19.500 Euro dotierten Deutschen Preises für Patientensicherheit 2017 bekannt gegeben (siehe Kasten). Insbesondere die angebotenen Workshops waren von einer großen Anwendungsnähe gekennzeichnet. Es bleibt der Wehrmutstropfen, dass nur wenige originär tätige Ärztinnen, Ärzte und Pflegende unter den Teilnehmern waren. Leider sind die Themenbereiche Patientensicherheit und Kommunikation noch nicht oben auf der Prioritätenliste der Verantwortlichen angelangt.

Die drei bemerkenswerten Projekte vom Siegertreppchen werden in kommenden Ausgaben des NÄB detaillierter vorgestellt werden.


Verfasser/in:
Dr. med. Anouk Siggelkow



Dr. med. Joachim Lauen
Rekonstruktive Kinderorthopädie
Institut für chronische seltene Skeletterkrankungen an der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Murnau



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Zentrum für Qualität und Mangement im Gesundheitswesen (ZQ), Leiterin Patientensicherheit
Platz 1: Qualitätssicherung in der Rezeptschreibung - eine 5-Jahres-Bilanz: Wohlverdienter Sieger des diesjährigen Wettbewerbs ist ein interdisziplinäres Projekt des Universitätsklinikums Heidelberg, das die intersektorale Schnittstelle zwischen Krankenhausambulanzen und öffentlicher Apotheke verbessert.

Platz 2: PALLINI - ein palliativ pflegerisches Hygienekonzept: Durch die konsequente Umsetzung des Pflegekonzepts in der pädiatrischen Palliativpflege des Kinderpalliativzentrums Datteln, kann trotz MRE-Besiedlung auf Einzelzimmerisolierung der Patienten verzichtet werden und die Lebensqualität in der schwierigen Lebensphase verbessert werden.

Platz 3: Koordiniertes Osteoporosemanagement von unfallchirurgischen Patienten mittels Fracture Liaison Service (FLS): Das Konzept der Klinik für Allgemeine, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der LMU München sorgt für eine lückenlose, spezifische Osteoporosetherapie von Betroffenen an der stationär-ambulanten Schnittstelle und reduziert die Inzidenz von Folgefrakturen.

ÄKN unter den TOP TEN: Besonders erfreulich ist, dass das im Vergleich zu den Gewinnern kleine Pilotprojekt "Peer Review Patientensicherheit in der Arztpraxis" der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) unter die "TOP TEN" der 39 Bewerber gekommen ist. Das ist eine tolle Anerkennung für unser Team und motiviert zum Weitermachen.


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