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nä 06/2017
aktualisiert am: 15.05.2017

 

  Aus den Verbänden

Hauptversammlung bestätigt Vorstand


 


Die Hauptversammlung des Marburger Bundes Niedersachsen hat am 26. April 2017 den gesamten Vorstand im Amt bestätigt. Erster Vorsitzender bleibt Hans Martin Wollenberg, Psychiater in Rinteln. Tobias Steiniger MHBA, Internist und Notfallmediziner aus Hildesheim, wurde als Zweiter Vorsitzender wiedergewählt. Als Beisitzer gehören dem Vorstand für die kommenden zwei Jahre an: Johanna Grimme, Andreas Hammerschmidt, Dr. med. Kai Johanning, Dr. med. Frauke Petersen, Dr. med. Stefan Preuße.

Die Delegierten verabschiedeten verschiedene Anträge zur Berufspolitik. Mit Blick auf den noch ausstehenden Bundesverfassungsgerichtsentscheid zum sogenannten Tarifeinheitsgesetz betonte der Landesvorsitzende erneut: "Dieses Gesetz beschneidet in eklatanter Weise unser Grundrecht der Koalitionsfreiheit und muss deshalb wieder verschwinden!" Wollenberg machte in seinem Rechenschaftsbericht deutlich, wie wichtig die Integration der aus dem Ausland zu uns kommenden Kolleginnen und Kollegen ist. Der Landesverband plant eine Veranstaltung, um Betroffenen die Bewältigung bürokratischer Hürden zu erleichtern. Um dem Ärztemangel entgegenzuwirken, müsse zudem die Anzahl der Medizin-Studienplätze dringend erhöht werden. Wollenberg berichtete der Hauptversammlung über die Arbeit der Marburger Bund-Delegierten in der Kammerversammlung der Ärztekammer und die Situation an den niedersächsischen Krankenhäusern.

Angesichts der überlegungen, den Sozialpsychiatrischen Dienst in Niedersachsen künftig nicht mehr zwingend unter die Leitung eines Psychiaters zu stellen, forderte Hans Martin Wollenberg: "Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst müssen adäquat bezahlt werden." Das vom Landesverband vor dem Bundesarbeitsgericht erstrittene Grundsatzurteil zum Urlaubsentgelt zeige, wie viel ein einzelnes Mitglied erreichen könne, verdeutlichte der Erste Vorsitzende.


Verfasser/in:
Stephanie Walter
Pressereferentin Marburger Bund, Landesverband Niedersachsen


Jörg Blume
Chefredakteur "niedersächsisches ärzteblatt"
Berliner Allee 20, 30175 Hannover



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Nachgefragt


Herr Wollenberg, Herr Steiniger, was sind die zentralen
politischen Anliegen für die kommenden zwei Jahre?

Wollenberg: Wir sind uns bewusst, dass wir als Ärzte nur in Teams sinnvoll arbeiten können. Deshalb werden wir uns mit ganzer Kraft weiter für gute Arbeitsbedingungen aller Mitarbeiter eines Krankenhauses und im ambulanten Bereich einsetzen und entsprechende Maßstäbe in Tarifverträgen setzen. Die Einhaltung von Arbeitszeitregelungen und eine Personalbemessung für alle Berufsgruppen werden uns aus gewerkschaftlicher Sicht intensiv beschäftigen. Tarifverträge zu schließen und deren Einhaltung zu überwachen ist unser Job.

Steiniger: In den Tarifverträgen muss auch die strukturierte Weiterbildung verankert werden. Denn gute Weiterbildung von Ärzten kann nur dort stattfinden, wo die Rahmenbedingungen stimmen. Die kommenden Veränderungen in der Krankenhausnotfallversorgung müssen, aufgrund ihrer Auswirkungen auf die Beschäftigten in den Notaufnahmen, auch durch den Marburger Bund kritisch begleitet werden.

Welche Themen haben Sie sich für den Verband selbst vorgenommen?

Steiniger: Wir wollen die Interessenvertretung für die Mitglieder vor Ort intensivieren und den Verband vor allem in gewerkschaftlicher Sicht weiterentwickeln.

Wollenberg: Wir brauchen eine stärkere Präsenz vor Ort. Der Marburger Bund muss in jedem Bereich, in dem angestellte Ärzte arbeiten, sichtbar sein. Möglichst viele Kollegen müssen in den Mitarbeitervertretungen vertreten sein. Die Betriebsratswahlen 2018 nehmen wir deshalb schon jetzt in den Blick.


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