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nä 04/2017
aktualisiert am: 15.04.2017

 

  Selbstverwaltung

Perspektiven

Die Vorsitzenden der vier beratenden Fachausschüsse der KVN äußern sich zu den Schwerpunkten ihrer Arbeit in den kommenden sechs Jahren


 


Fachärzte: Fairer Interessenausgleich zwischen den Fachgruppen

Der beratende Fachausschuss für die fachärztliche Versorgung setzt sich aus zehn Delegierten und zehn Stellvertretern verschiedener Fachgebiete zusammen und wird von der Vertreterversammlung gewählt. Dabei wurde darauf geachtet, dass vor allem die "großen" klassischen Fachgebiete stets vertreten sind. Aber auch kleine Fachgruppen, wie die z. B. Humangenetik, und die methodendefinierten Fächer, wie z. B. die Radiologie, sind repräsentiert. Die Mitglieder müssen nicht unbedingt in der Vertreterversammlung sein. Der Ausschuss tagt mindestens dreimal im Jahr.
Schon in der vergangenen Legislaturperiode wurde großen Wert daraufgelegt, dass hier ein Forum für die speziellen Anliegen der einzelnen Fächer besteht, unabhängig davon, ob das Fach mit Sitz und Stimme vertreten ist. Die primäre Aufgabe des Ausschusses ist es, den Vorstand der KVN in allen Fragen zu beraten, die den fachärztlichen Versorgungsbereich betreffen. Dabei werden naturgemäß auch spezifisch fachärztliche Positionen entwickelt, die mit den hausärztlichen Auffassungen nicht ohne Weiteres übereinstimmen. Dazu zählen z. B. die Definition und die Bewertung des Versorgungsauftrages, die Fortentwicklung des Bereitschaftsdienstes, die Laborreform und die Honorarverteilung. Mit Sorge werden die zunehmenden Leistungsverschiebungen aus dem stationären Bereich beobachtet. Als regelmäßiges Querschnittsthema hat sich der Ausschuss die Entwicklung weiterer sinnvoller Sonderverträge vorgenommen. Die Umsetzung der EBM-Reform ab 2019 wird sicher auch innerhalb der Fachärzteschaft zu kontroversen Diskussionen führen.
Als Vorsitzender des Ausschusses sehe ich meine primäre Aufgabe darin, das Profil der niedersächsischen Vertragsärzte in fachärztlichen Bereich zu schärfen und zwischen den Fachgruppen, aber auch mit dem hausärztlichen Versorgungsbereich, einen fairen Interessenausgleich anzustreben.
Dr. med. Peter Kalbe


Hausärzte: Entlastung und gerechte Bezahlung

Der beratende Fachausschuss Hausärzte besteht aus jeweils fünf gewählten Mitgliedern und fünf Vertretern und bildet in diesem Gremium alle Gruppen aus dem hausärztlichen Versorgungsbereich, also die Fachärzte für Allgemeinmedizin, die hausärztlichen Internisten und die Kinder- und Jugendärzte ab.
Aus dieser Konstellation ergeben sich auch die wesentlichen Aufgaben des Ausschusses. Das Miteinander trotz eventuell verschiedener Vorstellungen, die Einbeziehung aller an der hausärztlichen Versorgung teilnehmenden Kollegen/innen in die Verträge zur HzV nach § 73b und das respektvolle Miteinander auch mit den Gebietsfachärzten. Wir werden uns einsetzen für die Entlastung der Kollegen durch Delegation (VERAH/NäPa) und nicht durch Substitution (Gemeindeschwester) mit der immer wieder problematischen Schnittstelle und wir werden noch vehementer für eine gerechte und ausreichende Bezahlung unserer Arbeit eintreten, damit sich Dinge wie in der letzten Legislaturperiode - dass Gelder im hausärztlichen Bereich nicht abgerufen werden konnten und dann ersatzlos gestrichen wurden, nicht wiederholen können.
Wir werden uns mit den Pflegeheimverträgen und der Vergütung beschäftigen und uns mit den Auswirkungen der Morbiditätsentwicklung befassen. Die stricke Einhaltung der Topftrennung auch im Bereich der Vorwegabzüge (z.B. Labor) wird ebenso Thema sein wie die Gestaltung und Honorierung des Bereitschaftsdienstes. Das große Thema Bürokratieabbau werden wir ebenso diskutieren wie unsinnige und nicht mehr erfüllbare Hygienevorschriften oder medizintechnische Prüfungsvorschriften. Die inhaltliche Darstellung der Abrechnung der GOP 35100/35110 ist eine weitere Aufgabe, der wir uns stellen wollen.
Viele Dinge betreffen Regelungen auf Bundesebene oder gar gesetzliche Vorgaben. Wir sehen unsere Aufgabe im Beratenden Fachausschuss aber durchaus auch mit einer klaren Auftragserteilung für unsere Vertreter in der KBV!
Als neuer und alter Vorsitzender freue ich mich auf eine konstruktive Legislaturperiode in einem komplett neuen Team.
Dr. med. Carsten Gieseking


Hausärzte: Entlastung und gerechte Bezahlung

Der beratende Fachausschuss Hausärzte besteht aus jeweils fünf gewählten Mitgliedern und fünf Vertretern und bildet in diesem Gremium alle Gruppen aus dem hausärztlichen Versorgungsbereich, also die Fachärzte für Allgemeinmedizin, die hausärztlichen Internisten und die Kinder- und Jugendärzte ab.
Aus dieser Konstellation ergeben sich auch die wesentlichen Aufgaben des Ausschusses. Das Miteinander trotz eventuell verschiedener Vorstellungen, die Einbeziehung aller an der hausärztlichen Versorgung teilnehmenden Kollegen/innen in die Verträge zur HzV nach § 73b und das respektvolle Miteinander auch mit den Gebietsfachärzten. Wir werden uns einsetzen für die Entlastung der Kollegen durch Delegation (VERAH/NäPa) und nicht durch Substitution (Gemeindeschwester) mit der immer wieder problematischen Schnittstelle und wir werden noch vehementer für eine gerechte und ausreichende Bezahlung unserer Arbeit eintreten, damit sich Dinge wie in der letzten Legislaturperiode - dass Gelder im hausärztlichen Bereich nicht abgerufen werden konnten und dann ersatzlos gestrichen wurden, nicht wiederholen können.
Wir werden uns mit den Pflegeheimverträgen und der Vergütung beschäftigen und uns mit den Auswirkungen der Morbiditätsentwicklung befassen. Die stricke Einhaltung der Topftrennung auch im Bereich der Vorwegabzüge (z.B. Labor) wird ebenso Thema sein wie die Gestaltung und Honorierung des Bereitschaftsdienstes. Das große Thema Bürokratieabbau werden wir ebenso diskutieren wie unsinnige und nicht mehr erfüllbare Hygienevorschriften oder medizintechnische Prüfungsvorschriften. Die inhaltliche Darstellung der Abrechnung der GOP 35100/35110 ist eine weitere Aufgabe, der wir uns stellen wollen.
Viele Dinge betreffen Regelungen auf Bundesebene oder gar gesetzliche Vorgaben. Wir sehen unsere Aufgabe im Beratenden Fachausschuss aber durchaus auch mit einer klaren Auftragserteilung für unsere Vertreter in der KBV!
Als neuer und alter Vorsitzender freue ich mich auf eine konstruktive Legislaturperiode in einem komplett neuen Team.
Dr. med. Carsten Gieseking


Angestellte Ärztinnen und Ärzte: Bindeglied zur KVN

Im Februar 2017 hat sich in Hannover der neue Beratende Fachausschuss für angestellte Ärztinnen und Ärzte der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) konstituiert. Zur Vorsitzende des Fachausschusses wurde Isabel Freier aus Hannover gewählt. Hintergrund: Die Zahl angestellter Ärztinnen und Ärzte in der ambulanten Versorgung nimmt stetig zu. In Niedersachsen sind bereits 18 Prozent der KVN-Mitglieder Angestellte - Tendenz steigend. Der Gesetzgeber hat auf die Veränderung reagiert und mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz den neuen "Beratenden Fachausschuss Angestellte Ärzte" etabliert. Die Vertreterversammlung der KVN hat ihre Satzung entsprechend angepasst.
Der Ausschuss setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen: Christine Teschke aus Oldenburg, Dr. Stefan Falk aus Lüneburg und Isabel Freier aus Hannover. Dem Ausschuss kommt die Aufgabe zu, zukünftig die Belange der angestellten Ärztinnen und Ärzte systematisch in der ärztlichen Selbstverwaltung zu vertreten. Die Ausschussmitglieder beraten den KVN-Vorstand und bilden die Brücke zur ärztlichen und psychotherapeutischen Basis. Die Vorsitzende nimmt an den Sitzungen des KVN-Hauptausschusses, die gemeinsam mit den Vorsitzenden der Bezirksausschüsse und den Vorsitzenden der weiteren Beratenden Fachausschüssen stattfinden, teil. Außerdem nimmt die Vorsitzende an den Sitzungen der Vertreterversammlung als Gast teil.
In diesem Jahr wird es eine bundesweite Befragung von angestellten Ärztinnen und Ärzte zur ihrer Arbeitssituation geben. Sobald die Ergebnisse vorliegen, wird sich der Beratende Ausschuss damit analytisch beschäftigen. Darüber hinaus wird sich der Ausschuss mit der Einführung von Erstgesprächen mit der KVN für angestellte Ärztinnen und Ärzte befassen. Auch wird das Thema "Bereitschaftsdienst" hinsichtlich der arbeitsvertraglichen Regelungen und Besonderheiten diskutiert werden. Versicherungsfragen für Angestellte ist ein weiteres Thema im Speicher des Ausschusses.
Vor Entscheidungen oder Beschlüssen des Vorstands oder der Vertreterversammlung über die Belange der angestellten Ärztinnen und Ärzte in der ambulanten Versorgung hat der Ausschuss die Gelegenheit, Stellungnahmen abzugeben. Die Ausschussmitglieder sind per Mail erreichbar unter:
angestellteaerzte@kvn.de
Isabel Freier

Verfasser/in:
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