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nä 04/2017
aktualisiert am: 15.04.2017

 

  Qualitätsmanagement

Frauenkliniken im Fokus der neuen gesetzlichen Vorgaben

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat zum Jahresbeginn verschiedene Richtlinien beschlossen, die insbesondere für das Fach Frauenheilkunde relevant sind.


 


Ergebnisse der Qualitätssicherung für die Krankenhausplanung


Ab 2017 werden elf Qualitätsindikatoren aus den stationären Qualitätssicherungsverfahren in der Frauenheilkunde (Geburtshilfe, gynäkologische Operationen und Mammachirurgie) für qualitätsorientierte Entscheidungen im Rahmen der Krankenhausplanung herangezogen. Damit verbunden ist eine Verpflichtung der Krankenhäuser zur quartalsweisen übermittlung der Qualitätssicherungsdaten an die Landesgeschäftsstelle Qualitätssicherung.

http://www.g-ba.de/downloads/39-261-2812/2016-12-15_PlanQI-RL_Erfassung-PlanQI-RL.pdf
http://www.g-ba.de/downloads/39-261-2816/2016-12-15_PlanQI-RL_Liste-planQI_BAnz.pdf

Sektorenübergreifende Qualitätssicherung von Wundinfektionen


In einem zweiten Beschluss des G-BA wird die sektorenübergreifende Erfassung der postoperativen Wundinfektionen (nosokomiale postoperative Wundinfektionen innerhalb von 30 Tagen nach einem Eingriff) geregelt, für das ab dem 1. Januar 2017 auch Fälle in der Geburtshilfe ausgelöst werden. Neben dieser fallbezogenen Dokumentation im Krankenhaus werden auch die Sozialdaten der Krankenkassen fallbezogen ausgewertet. Darüber hinaus wird einrichtungsbezogen das Hygiene- und Infektionsmanagement sowie der Händedesinfektionsmittelverbrauch betrachtet.

http://www.g-ba.de/informationen/richtlinien/72/
http://www.iqtig.org/qs-verfahren/neue-verfahren/

Änderungsbeschluss des G-BA zur Qualitätssicherungsrichtlinie Früh- und Reifgeborene (QFR-RL) vom 15. Dezember 2016


Diese Änderungen betreffen insbesondere die Anforderungen für neonatologische Intensivstationen Level 1 und 2 zum Personalschlüssel (1:1 beziehungsweise 1:2 Betreuung) und zur Qualifikation in der Pflege. Perinatalzentren müssen dem G-BA mitteilen, wenn sie die Anforderungen 2017 nicht erfüllen können und dürfen dann bis zum 31. Dezember 2019 von den Anforderungen abweichen. Bei Abweichungen von den Strukturvorgaben findet ein klärender Dialog mit dem Lenkungsgremium statt. Einrichtungen, die die Anforderungen nicht erfüllen, werden auf der Internetseite perinatalzentren.org mit einem Kommentar versehen.

http://www.g-ba.de/informationen/richtlinien/41/
http://www.g-ba.de/downloads/39-261-2806/2016-12-15_QFR-RL_Paragraph-7-und-Anlage-2.pdf
http://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2859/

Diese Richtlinie wird derzeit kritisch diskutiert, wie auch ein Beitrag von Dr. med. Thomas Beushausen, Ärztlicher Direktor des Kinder- und Jugendkrankenhauses AUF DER BULT während der Veranstaltung "Perinatalmedizin aktuell" ausführte: http://www.aekn.de/zq/wir-ueber-uns/veranstaltungsberichte/#c8550

Verfasser/in:
Dipl.-Dok. Silvia Berlage
Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen, Einrichtung der Ärztekammer Niedersachsen
Berliner Alle 20, 30175 Hannover
silvia.berlage@zq-aekn.de


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