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nä 04/2017
aktualisiert am: 15.04.2017

 

  Recht

Schlichtungsverfahren aus Niedersachsen im Jahr 2016


 



Abb. 1


Abb. 2


 

Antragsentwicklung Norddeutsche Schlichtungsstelle 2010 bis 2016


2016 ist mit 4.070 neuen Fällen in der Gesamtbetrachtung des gesamten norddeutschen Zuständigkeitsbereichs, der sich auf die zehn Landesärztekammerbereiche Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen erstreckt, im Vergleich zu den Jahren 2015 (4.290) und 2014 (4.265), ein Rückgang der Antragszahlen um 5,1 Prozent zu verzeichnen.

Antragsentwicklung in Niedersachsen


Die Antragsentwicklung der letzten Jahre im Kammerbereich Niedersachsen zeigt im Vergleichszeitraum einen Rückgang der Antragszahlen.

Entscheidungen in Niedersachsen 2016


Im Jahr 2016 wurden 1.368 Verfahren aus dem Kammerbereich Niedersachsen beendet. Davon wurden 813 Verfahren mit einer Sachentscheidung über die geltend gemachten Schadenersatzansprüche abgeschlossen. Der Prozentsatz der begründeten Ansprüche (Behandlungs- beziehungsweise Aufklärungsfehler und Kausalität bejaht) lag 2016 im Kammerbereich Niedersachsen bei 28,7 Prozent. Der Prozentsatz der begründeten Ansprüche (Behandlungs- beziehungsweise Aufklärungsfehler und Kausalität bejaht) über die gesamten 2.450 Sachentscheidungen der Schlichtungsstelle in 2016 beträgt 26,9 Prozent.

Die häufigsten Krankheiten, die 2016 in Niedersachsen zur Anrufung der Schlichtungsstelle führten, zeigt das Diagramm rechts.


Blick auf die Versorgungsebenen


Die Auswertung der Behandlungsorte (Versorgungsebenen) zeigt, dass die Fälle mit 76,7 Prozent aus dem Klinikbereich stammen, während der niedergelassene Bereich mit 23,3 Prozent beteiligt war.

Insgesamt handelte es sich in den 813 entschiedenen Fällen um 934 Antragsgegner (Ärzte, Abteilungen), von denen 716 im Krankenhausbereich und 218 im niedergelassenen Bereich anzusiedeln waren.

Die am häufigsten beteiligten Fachgebiete 2016 in Niedersachsen


Sowohl im niedergelassenen Bereich (n=218) als auch im Klinikbereich (n=716) war das Fachgebiet Orthopädie/Unfallchirurgie am häufigsten beteiligt.

Die häufigsten Fehlerarten

Im Klinikbereich und im niedergelassenen Bereich sind unterschiedliche Fehlerarten festzustellen:

Schwerpunkte im niedergelassenen Bereich gab es bei der bildgebenden Diagnostik sowie der allgemeinen Diagnostik (Anamnese/Untersuchung).

Der Schwerpunkt im Klinikbereich lag bei der operativen Therapie.

Fazit


Zusammenfassend ergibt sich bei Analyse der erhobenen Daten für den Kammerbereich Niedersachsen ein gegenüber den Vorjahren nicht signifikant unterschiedliches Bild.

Verfasser/in:
Kerstin Kols
Geschäftsführerin der Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der norddeutschen Ärztekammern
Hans-Böckler-Allee 3, 30173 Hannover



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